Montag, Mai 20, 2024

Urolithiasis – Harnsteine, Nierensteine – vorbeugen und Therapie

Urolithiasis – Harnsteine, Nierensteine, Blasensteine – kommt sehr oft vor, Ursache, Vorbeugen und Therapie sind eine Herausforderung für die ärztliche Praxis.

Im Jahr 2015 wurde die Wirksamkeit von Alphablockern zur Therapie bei Urolithiasis (Harnsteine, Nierensteine, Blasensteine) in einer Studie zur Diskussion gestellt. Eine unlängst durchgeführte Metaanalyse widerspricht dem und betont die Wirksamkeit – vor allem bei Patienten mit größeren Steinen. Dabei konnten US-Forscher zeigen, dass Alphablocker die Passage zumindest größerer Harnleitersteine erleichtern können – unabhängig von deren Lokalisation. Die Therapie der Harnsteine und Nierensteine ist jedenfalls sehr komplex, auch dem Vorbeugen kommt eine wichtige Bedeutung zu.

 

Urolithiasis – zweithäufigste Diagnose beim Urologen

Urolithiasis – der Fachbegriff für Harnsteine oder auch Nierensteine – bezeichnet die Bildung schmerzhafter kristalliner Festkörper in Niere oder Blase. Wobei Harnsteine unterschiedliche Ursachen haben können. Dazu gehören beispielsweise eine Entzündung von Nieren oder ableitenden Harnwegen, aufgrund einer zu engen Harnröhre sowie als Folge von Gicht und Diabetes.

Weiter kann der übermäßige Genuss von zuviel Oxalsäure in bestimmten Lebensmitteln, eine angeborene Stoffwechselstörungen sowie Morbus Crohn zur Bildung der Harnsteine führen.

Die Urolithiasis ist nach Erkrankungen der Prostata die zweithäufigste Diagnose in der urologischen Praxis. Ursache und Therapie sind  sehr vielfältig und stellen deswegen eine große Herausforderung in der ärztlichen Praxis dar. Die Urolithiasis ist eine Konkrementbildung in den ableitenden Harnwegen. Es kommt zu akuten steinbedingten Schmerzen, die als Koliken bekannt sind und eine rasche suffiziente Schmerzbehandlung erfordern.

Die Neigung zur Steinbildung ist übrigens genetisch bedingt. Auch deswegen können Rezidive oft nur schwer verhindert werden. Weiter treten Harnsteine zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr am häufigsten auf. Die Therapie von Urolithiasis – Harnsteinerkran­kungen – kann jedenfalls in etwa 60 bis 65 % ­aller Fälle konservativ, sprich durch Ausschwemmen der Konkremente, erfolgen.

 

Gefahr von Infektionen

Eine unbehandelte Urolithiasis ist eine beträchtliche Gefahr, weil es in Folge zu Infektionen kommen kann. Das kann eine Veränderung der Nierenfunktion oder einer Obstruktion der Niere zur Folge haben.

Je nach Lokalisation im Harntrakt unterscheidet man Nierensteine, Harnleitersteine und Blasensteine. Auch die Ursachen sind durchaus zu unterscheiden. Blasensteine treten gemeinsam mit Blasenentleerungsstörungen auf, Nierensteine und Harnleitersteine sind in der Regel Folgen einer ungesunden Ernährung oder von Stoffwechselstörungen.

 

Maßnahmen zum Vorbeugen der Urolithiasis mit Harnsteinen, Nierensteinen und Blasensteinen

Unter dem Strich spielen Heilpflanzen heutzutage eine wesentliche Rolle in der Behandlung der Erkrankungen von Niere und Harnwegen – wie Urolithiasis. Mehr als 100 verschiedene Heilpflanzen bieten dementsprechend bei urologische Beschwerden Hilfe. In diesem Zusammenhang bringen sie in der Mehrzahl für die Durchspülungstherapie, als Urolithiasis- und Prostatamittel Linderung der Beschwerden.

Die Urolithiasis-Therapie geschieht durch Steigerung der Harnausscheidung (Diurese). Phytopharmaka sind hier bewährte Mittel, auch weil sie eine sanfte Behandlungsalternative sind.

Im Grunde genommen kann man eine Durchspülung auch in Form von »Wasserstößen« durchführen. Als hilfreich erweist sich dabei manchmal die gleich­zeitige Anwendung von Auszügen aus Heilpflanzen mit spasmolytischen Wirkstoffen.

Experten empfehlen zudem auch die Anwendung des antiödematös wirkenden Aescin, das eine Mischung von über 30 verschiedenen Saponinen aus der Rosskastanie ist. Jedenfalls kann man nach Bildung von Nieren- oder Blasensteinen (oder Uretersteinen) verschiedene Heilpflanzen – wie Zitronensaft, Knoblauch, Goldrute, Wacholder und Ysop – können  effektiv eingesetzt werden.


Literatur:

Quhal F, Seitz C. Guideline of the guidelines: urolithiasis. Curr Opin Urol. 2021 Mar 1;31(2):125-129. doi: 10.1097/MOU.0000000000000855. PMID: 33399368.

Anan G, Komatsu K, Hatakeyama S, et al. One-surgeon basketing technique for stone extraction during flexible ureteroscopy for urolithiasis. A comparison between novice and expert surgeons [published online ahead of print, 2020 Aug 20]. Int J Urol. 2020;10.1111/iju.14355. doi:10.1111/iju.14355

Park JY, Park K, Jeong SJ. History of Investigative and Clinical Urology and an analysis of published articles. Investig Clin Urol. 2020 Feb;61(Suppl 1):S64-S69. doi: 10.4111/icu.2020.61.S1.S64. Epub 2020 Jan 22.

Bultitude M. Urolithiasis around the world. BJU Int. 2017 Nov;120(5):601. doi: 10.1111/bju.14033.

Hollingsworth JM, Canales BK, Rogers MA, et al. Alpha blockers for treatment of ureteric stones: systematic review and meta-analysis. BMJ. 2016;355:i6112. Published 2016 Dec 1. doi:10.1136/bmj.i6112

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