Bluthochdruck bei jungen Männern erhöht Herz-Kreislauf-Sterblichkeit

Im Grunde genommen erhöht Bluthochdruck bei jungen Männern unter 50 Lebensjahren die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit deutlich stärker als bei gleichaltrigen Frauen.

Unter dem Strich kann Bluthochdruck bei jungen Männern deren Herz-Kreislauf-Sterblichkeit beträchtlich erhöhen. Weiters erklären die verschiedene Risikofaktoren auch das erhöhte Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko von Männern unter 50 verglichen mit gleichaltrigen Frauen. Vor allem verursacht Bluthochdruck bei jungen Männern im Vergleich mit Frauen eine fast fünfmal so hohe Herz-Kreislauf-Sterblichkeit.

 

Schlechte Cholesterinwerte und Bluthochdruck bei jungen Männern sind die wichtigsten Risikofaktoren für Herz und Gefäße.

Allgemein kann man in der Altersgruppe unter 50 Lebensjahren über vierzig Prozent der Geschlechtsunterschiede mit sogenannten kardiovaskulären Risikofaktoren erklären. Am wichtigsten ist der Blutdruckhochdruck mit einem Einfluss von über 20 Prozent, gefolgt von schlechten Cholesterinwerten mit 10 Prozent.

Im Grunde genommen sollen betroffene Personen ihrem Bluthochdruck rechtzeitig mit entsprechenden Änderungen des Lebensstils entgegenwirken. Gegebenenfalls muss der behandelnde Arzt auch eine medikamentöse Behandlung verschreiben. Jedenfalls ist eine effektive Behandlung von Bluthochdruck bei jungen Männern von großer Bedeutung für ein längeres Leben.

 

Bei den unter 65-Jährigen sterben in Europa wesentlich mehr Männer an der koronaren Herzerkrankung

Schließlich ist aber auch bekannt, dass neben Bluthochdruck auch erhöhtes Cholesterin und Blutzucker sowie Rauchen im Sinne der Herzgesundheit wichtige Risikofaktoren sind.

Beispielsweise versterben pro Jahr in Europa etwa 77.000 Frauen und 253.000 Männer unter 65 Jahren an der koronaren Herzerkrankung (KHK). Diese Unterschiede von Männern und Frauen verkleinert sich zwar mit zunehmendem Alter. Denn über die gesamte Lebensspanne gesehen sterben sogar absolut mehr Frauen als Männer an einer koronaren Herzerkrankung.

Dennoch haben die Frauen hier eindeutig Vorteile im Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit. Diesen starken Unterschied erklären Wissenschaftler auch mit dem Einfluss von Hormonen. Außerdem leben Frauen bekanntlich allgemein gesünder.


Literatur:

Fritz J, Edlinger M, Kelleher C, Strohmaier S, Nagel G, Concin H, Ruttmann E, Hochleitner M, Ulmer H. Mediation analysis of the relationship between sex, cardiovascular risk factors and mortality from coronary heart disease: Findings from the population-based VHM&PP cohort. Atherosclerosis. 2015 Nov;243(1):86-92. doi: 10.1016/j.atherosclerosis.2015.08.048. Epub 2015 Sep 4. PMID: 26363437.

J. Fritz, M. Edlinger, CC. Kelleher, S. Strohmaier, G. Nagel, H. Concin, M. Hochleitner, E. Ruttmann, H. Ulmer. Do risk factors explain the sex/gender gap in mortality from coronary heart disease?  Eur Heart J, At London, Volume: 36 suppl 1:168.

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