Freitag, Juli 12, 2024

Fingerarthrose: Methoden zur Therapie bei Arthrose der kleinen Gelenke

Die Therapie bei Arthrose der kleinen Gelenke der Finger läuft grundsätzlich auf mehreren Ebenen ab. Idealerweise kombiniert man mehrere Methoden.

Von Arthrosen können neben den mechanisch beanspruchten Gelenken auch die Fingergelenke betroffen sein. Die ersten Verschleißerscheinungen treten oft schon in der Jugend auf. Deshalb kommt der rechtzeitigen Diagnose und frühen Therapie der Arthrose eine große ­Bedeutung zukommt. ­

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Arthrosen weit verbreitet

Arthrosen sind die mit Abstand häufigsten Gelenkerkrankungen und Ursache, dass die Gelenke schmerzen. Die Arthrose, auch Osteoarthrose oder Osteoarthritis genannt, gehört zum Formenkreis des degenerativen Rheumatismus. Inzidenz und Symptomatik nehmen zwar mit steigendem Lebensalter rapide zu, die ersten Verschleiß­erscheinungen an den Gelenken treten aber bereits in der Jugend auf, weshalb der Frühbehandlung zunehmend größere Bedeutung zukommt.

Das rechtzeitige Erkennen sowie die Entwicklung neuer Therapien nehmen deshalb einen zentralen Stellenwert in der Rheumatologie ein. Grundsätzlich können alle ­Gelenke betroffen sein, am meisten aber diejenigen, die wir mechanisch sehr beanspruchen:

  • Die durch das Körpergewicht belasteten Gelenke der Beine wie Knie-, Hüft- und Sprunggelenke.
  • Zur zweiten großen Gruppe zählen Hand-, Finger- und Zehengelenke, wobei hier erbliche familiäre Belastungen besonders häufig gesehen werden.
  • Auch die kleinen Wirbelgelenke sind oft betroffen.

Arthrose und Übergewicht: Ernährung gegen die Belastung der Gelenke

Problematisch im Zusammenhang mit Arthrose: Übergewicht und Adipositas belastet ganz besonders die Knie. © SciePro / shutterstock.com
Problematisch im Zusammenhang mit Arthrose: Übergewicht und Adipositas belastet ganz besonders die Knie. © SciePro / shutterstock.com

Um bei Arthrose die Gelenke fit und schmerzfrei zu halten, sollte man mit Bewegung und gesunder Ernährung die Belastung durch Übergewicht möglichst vermeiden. Mehr dazu unter https://medmix.at/arthrose-und-uebergewicht-2/


Fingerpolyarthrose

Diese meistens polyartikuläre und primäre Arthrose tritt oftmals nach dem 45. Lebensjahr auf und nimmt mit steigendem Lebensalter rasch zu. Sie wird bei 20 bis 30 % aller Frauen und nur bei 3 bis 4 % aller Männer gesehen, womit sich ein Geschlechtsverhältnis Frauen: Männer von circa 10 : 1 ergibt. Je nachdem, welche Finger­gelenke befallen sind, unterscheidet man:

Heberden-Arthrose (distale In­ter­phalangealgelenke)

Die Heberden-Arthrose beginnt meist mit dem Auftreten von zwei oder mehreren dorsolateral gelegenen Knötchen über dem Fingerendgelenk, die von prall-elastischer bis derber Konsistenz sein können. Schmerzen, Morgensteifigkeit, Kraftverlust und Kälte­empfindlich­keit treten anfänglich häufig auf. Manche Patienten verspüren allerdings trotz ausgeprägter optischer Veränderungen keine Beschwerden. Mit Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu Fehlstellungen mit radialer Deviation und Fixierung der Gelenke in Beugestellung.

 

Bouchard-Arthrose (proximale Interphalangealgelenke)

Knotenbildungen sind selten, dagegen kommt es zu derben, oft erheblichen Verdickungen der Gelenke mit teils prall-elastischer Konsistenz. Bei ­jedem 3. Patienten tritt sie gemeinsam mit der Heberden-Arthrose auf und verursacht Schmerzen, Steifigkeit, Kraftverlust, Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen.

 

Fingergrundgelenkarthrose (Metakarpophalangealarthrose)

Eine Fingergrundgelenkarthrose tritt wesentlich seltener als die anderen Arthrosen auf und löst ähnliche Beschwerden aus. Ein kräftiger Händedruck oder der »Squeeze Test« verursachen starke Schmerzen.

 

Rhizarthrose (Daumensattelgelenk)

Die Rhizarthrose tritt vorwiegend in Kombination mit den anderen Fingerarthrosen auf, kann aber auch isoliert vorkommen. Meist treten erhebliche Schmerzen bei manuellen Tätigkeiten wie Öffnen von Gläsern und Flaschen, Wäscheauswringen und generell beim Greifen auf. Über dem Gelenk besteht eine starke Druck­dolenz, Krepitationen und oft sichtbare Gelenkfehlstellungen mit Stufenbildung, Subluxation und Thenaratrophie. Da das Daumensattelgelenk für die Handfunktion wichtiger als die peripheren Fingergelenke ist, werden Veränderungen vom Patienten oft dramatisch empfunden.

 

Trapezio-Skaphoid-Arthrose

Diese isoliert oder mit anderen Arthrosen in Kombination auftretende und oft durch Traumen verursachte Arthrose im Handwurzelbereich verläuft häufig klinisch stumm und wird lediglich radiologisch diagnostiziert.

 

Radiokarpalarthrose

Diese Abnützung zwischen Radius und Handwurzel wird gerne sekundär nach Traumata, chronischen Überbeanspruchungen und Entzündungen wie einer rheumatoiden Arthritis gesehen und kann zu erheblichen Funktions- und Bewegungseinschränkungen führen.

 

Erosive destruierende Finger­polyarthrose

Diese Fingerpolyarthrose ist eine besonders aggressive Form mit stärkerer entzündlicher Aktivierung, Verdickung und Deformierung als bei der banalen Arthrose.

PIP-Gelenke sind bevorzugt mit oft langdauernden entzündlichen Schüben mit erheblicher Beeinträchtigung der Gelenkfunktion. Hier werden auch knöcherne Ankylosen als Folge der Entzündung gesehen.


Fingerpolyarthrose – Schmerzen und Morgensteifigkeit

Auch viele jüngere Menschen leiden oft an Schmerzen und Morgensteifigkeit in den Fingern. © Yurii Yarema / shutterstock.com
Auch viele jüngere Menschen leiden oft an Schmerzen und Morgensteifigkeit in den Fingern. © Yurii Yarema / shutterstock.com

Bei der Fingerpolyarthrose sind Schmerzen und die Morgensteifigkeit der Finger die schlimmsten Symptome, die Therapie ist herausfordernd. Mehr dazu unter https://medmix.at/fingerpolyarthrose/


Diagnosekriterien im Überblick

Entsprechend den Vorschlägen des American College of Rheumatology müssen folgende Kriterien vorliegen:

  • Schmerzen und Steifigkeit in den Finger- und Handgelenken
  • Harte Schwellung oder Auftreibung von zwei der folgenden Gelenke: Daumensattel- gelenk beidseits, PIP II und III bds., DIP II und III bds. n Deformierung von mindes­tens einem dieser Gelenke
  • Weniger als drei geschwollene MCP-Gelenke

Die Verläufe der Fingerarthrosen sind variabel von chronisch fortschreitenden bis schubweise verlaufendem Charakter. Bei manchen Patienten kommt es nur zu schmerzlosen Verdickungen, andere leiden unter Dauerschmerzen. Klassische Anzeichen sind eine Morgensteifigkeit von weniger als 30 Minuten, Krepitationen, Wetterfühligkeit, Kraftverlust, Bewegungsschmerzen und eine Bewegungseinschränkung.

Im Spätstadium treten Deformierungen der Gelenke mit nächtlichen Schmerzen und schließlich Dauerschmerzen auf. Röntgenologisch sieht man asymmetrische Gelenksspaltverschmälerungen, subchondrale Sklerosierungen, Osteophytenbildungen, Fehlstellungen und Weichteilschwellungen sowie Ossikelbildungen im Bereich der Gelenkkapsel.

Zur Diagnose von Arthrosen werden neben den klinischen Symptomen und konventionellen Röntgenaufnahmen zunehmend die Sonographie und Magnetresonanztomographie eingesetzt. Diese Methode erlaubt neben dem Erkennen von Frühzeichen der Abnützung auch die graduelle Abstufung des Knorpelschadens. Laborbefunde sind bei Arthrosen der Gelenke in der Regel unauffällig. Lediglich bei stark aktivierten Arthosen sind die Entzündungsmarker im Serum wie Blutsenkung und CRP mäßig erhöht.

 

Punktion der Gelenke bei Arthrose

Ein wichtiges diagnostisches Instrument zur Unterscheidung von primär entzündlichen Gelenkerkrankungen ist die Synovialanalyse mittels Gelenkpunktion. Differenzialdiagnostisch müssen eine rheumatoide Arthritis, eine Psoriasisarthritis und Arthropathien bei Hämochromatose und Hypothyreose ausgeschlossen werden.

Schwierigkeiten stellt oft die Abgrenzung einer Propfpolyarthritis dar, bei der sich zu bestehenden Arthrosen eine chronische Polyarthritis dazugesellt. Das Gelenkmuster, erhöhte humorale Entzündungsaktvität und typische Beschwerden lassen aber auch hier eine Unterscheidung zu. Eine Arthritis urica in den Fingergelenken ist eher selten.

Als Ursachen für Arthrosen der Gelenke werden neben genetischen und hormonellen Faktoren chronische mechanische Überlastungen, rezidivierende Mikrotraumata, Instabilitäten, Hypermobilität und chronische Kälteeinflüsse diskutiert. Auch entzündliche Prozesse und Stoffwechselstörungen begünstigen das frühe Auftreten von Arthrosen.

Frühzeitige Therapie von Arthrosen sinnvoll

Die Behandlung der Fingerarthrosen läuft grundsätzlich auf mehreren Ebenen ab, die idealerweise miteinander kombiniert werden. Da Schmerzen meist im Vordergrund stehen, kommen in erster Linie auch Schmerzmittel zum Einsatz.


Wirksamkeit von Hagebuttenpulver bei Arthrose

Hagebuttenpulver ist eine gut untersuchte Nahrungsergänzung bei schmerzhafter Gelenkarthrose.
Hagebuttenpulver ist eine gut untersuchte Nahrungsergänzung bei schmerzhafter Gelenkarthrose.

Mehrere Studien konnten die moderate Wirksamkeit von Hagebuttenpulver als ­natürliche Alternative bei Arthrose-Beschwerden zeigen. Mehr dazu unter https://medmix.at/hagebuttenpulver-bei-arthrose/


Bei der nicht aktivierten, blanden Arthrose sind rein analgetisch wirksame Substanzen wie Paracetamol, Mefenaminsäure, schwache und starke Opioide die Mittel der Wahl.

Zu den schwachen Opioiden zählen Tramadol und Dihydrocodein. Zu den starken Opioiden zählt man Morphin und Hydromorphon. In letzter Zeit haben sich die transdermalen Präparate (Fentanyl und Buprenorphin) aufgrund der einfachen Handhabung und guten Verträglichkeit durchgesetzt. Die häufigste Nebenwirkung ist bei Opioiden die Obstipation, die von Beginn an prophylaktisch durch diätetische Maßnahmen behandelt werden sollte. Gegen die zeitweise am Anfang der Behandlung auftretende Übelkeit wird Metoclopramid erfolgreich eingesetzt.

Bei chronischen Schmerzen bewähren sich als Zusatzmittel Antidepressiva, die Schmerzschwelle und -wahrnehmung günstig beeinflussen.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sollten vorwiegend bei entzündlicher Aktivierung einer Arthrose mit Gelenkschwellungen und -ergüssen zum Einsatz kommen. Dabei muss den eventuell möglichen Nebenwirkungen und vor allem bei älteren Patienten den möglichen Interaktionen mit anderen Pharmaka Rechnung getragen werden. NSAR sollten immer so niedrig wie möglich dosiert werden. Bei vorbestehenden Problemen am Gastrointestinaltrakt ist der sofortige Einsatz von Magenschutzmitteln indiziert. Hier können alternativ auch die COX-2-Hemmer verwendet werden.

Die topische Applikation von NSAR als Salbe, Gel oder Creme bietet ebenfalls eine brauchbare Alternative. Um eine Wirkung zu erzielen, sollte die lokale Anwendung zweimal täglich in ausreichender Menge über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. All diese Maßnahmen zielen nur auf eine Schmerzbekämpfung ab und sind eine rein symptomatische Therapie.

 

Knorpelaufbau, wenn man an Arthrose der Gelenke leidet

Im Gegensatz dazu gibt es auch Substanzen, die in den Krankheitsprozess eingreifen und den Knorpelabbau verzögern können. Sie werden unter dem Begriff SYSADOA (Symptomatic Slow Acting Drugs of Osteoarthritis) zusammengefasst. Chondroitin- und Glucosaminsulfat, Diacerin und Hyaluronsäurepräparate zählen zu diesen Medikamenten.

Als orale Therapieform haben sich Chondroitin- und Glucosaminsulfat bewährt. Denn für beide Substanzen gibt es im Grunde genommen sehr gute Studienergebnisse. Dabei weisen Untersuchungen nach, dass Chondroitin- und Glucosaminsulfat doch große Effekte auf Schmerz und Funktionsfähigkeit besitzen. Und zugleich sind sie äußerst nebenwirkungsarm.

Ein anderes Therapiekonzept verfolgt beispielsweise der IL-1 Inhibitor Diacerin. Bei Arthrosen spielen wie auch bei echten Entzündungen der Gelenke verschiedene Botenstoffe unseres Immunsystems, allen voran Interleukin-1, eine große Rolle bei der weiteren Gelenkzerstörung. Diacerein hemmt diesen Entzündungsmediator, vermindert die Schmerzen und schützt den Knorpel.

Die Entwicklung neuer, effektiver Behandlungen von Arthrosen nehmen einen zentralen Stellenwert in der Rheumatologie ein.

Für die drei genannten Präparate gilt, dass die volle Wirkung erst nach mindestens sechs bis acht Wochen regelmäßiger Einnahme zu merken ist, dafür aber nach Absetzten des Medikamentes noch längere Zeit anhält.

Als Standard wird die Einnahme jedes dieser Medikamente über drei Monate empfohlen, danach wird für drei Monate pausiert. In den letzten Jahren hat man mit Hyaluronsäure auch kleinere Gelenke wie das Daumensattelgelenk und das Großzehengrundgelenk erfolgreich behandelt.

Zwei Zyklen einer Therapieserie im Jahresabstand sind von der Wirkung auf Schmerz und Funktionsfähigkeit bei diesen Gelenken jeder anderen medikamentösen Therapie überlegen. Diese Technik verbessert die ­Viskosität der vorhandenen Knorpelschmiere, bildet einen Schutzfilm über dem Knorpel und vermindert dadurch das Reiben der Gelenkflächen. Die Zellen der Gelenkkapsel werden außerdem zu einer vermehrten Produktion von natürlicher Hya­luronsäure für die Gelenke aktiviert.


Pflanzliche Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen

Die Teufelskralle bringt bei Muskel- und Gelenkschmerzen eine moderate Schmerzlinderung. © Sergey Peterman / shutterstock.com
Die Teufelskralle bringt bei Muskel- und Gelenkschmerzen eine moderate Schmerzlinderung. © Sergey Peterman / shutterstock.com

Pflanzliche Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen können dabei helfen, vorhandene Schmerzen wie bei Rheuma zu lindern. Mehr dazu unter https://medmix.at/pflanzliches-bei-muskel-und-gelenkschmerzen/


Bedeutung des Molekulargewichts

Unterschieden werden die verschiedenen Produkte nach ihrem Molekulargewicht. Präparate mit hohem Molekulargewicht fungieren eher nur als reine Schmiermittel und kommen bei hochgradigen Arthrosen zum Einsatz. Präparate mit niedrigerem Molekulargewicht haben dagegen eine zusätzlich knorpelstimulierende Wirkung. Die Voraussetzung ist hier aber das Vorhandensein von noch genügend funktionsfähigen Knorpelzellen, wie das bei gering- und mittelgradigen Arthrosen der Fall ist.

Gestörte Balance des Cytokin bei Arthrosen.
Gestörte Balance des Cytokin bei Arthrosen.

Bei aktivierten Arthrosen mit Entzündungszeichen und Ergussbildung bewährt sich die Therapie mit Injektionen mit langwirksamen Kortikosteroiden. Wobei die allerdings auf einige Male beschränkt bleiben sollten. Für ausgeprägte Arthrosen sind orthopädisch-rekonstruierende Eingriffe zu überlegen.

Unter dem Strich ist aber eine kausale Therapie derzeit noch nicht möglich, und zwar im Sinne einer Verhinderung der Arthrose­-Entstehung. Zudem kann man auch eine bestehende Arthrose nicht vollständig reparieren.

 

Nichtpharmakologische Maßnahmen

Physikalische und balneologische Therapien versuchen ebenfalls, die Symptome zu verbessern und sind eine wichtige Säule in jeder Behandlung von Arthrosen.

Bei nichtaktivierten Arthrosen stehen zur Therapie jedenfalls Wärmeanwendungen im Sinne von Paraffinpackungen, Wärmelampen, Wärmewickeln oder warmen Heublumen-, Moor- und Kräuterbädern zur Verfügung.

Zellbäder und Ultraschallanwendungen wirken weiters schmerzlindernd. Bei der Balneotherapie ist schwefelhaltiges Heilwasser sicherlich das am stärksten wirksame Instrument.

Einen guten Schutz vor der Kälte bei niedrigen Temperaturen im Winter bietet das Tragen von Handschuhen. Zudem sollte man den Kontakt mit kaltem Wasser vermeiden. Die beiden Maßnahmen sind beispielsweise sehr einfache, und dennoch effiziente Maßnahmen.

Auch eine regelmäßig angewandte Magnetfeldtherapie unterstützt erfolgreich das Therapiekonzept. Über eine verbesserte Sauerstoffversorgung des Gewebes und Abtransport von Stoffwechselschlacken ergibt sich oft eine erstaunliche entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung.

Da auch die Gelenkkapsel besser durchblutet wird, kommt es zu einer vermehrten Produktion von Gelenkschmiere. Denn das nährt einerseits den Knorpel und verhindert andererseits bestimmte Reibungsphänomene.

Bei akuten Entzündungen sollte man dagegen nur Kälte verwenden. Und zwar wenn die Gelenke geschwollen, überwärmt, gerötet oder stark druckschmerzhaft sind. Beispielsweise kann man kalte Topfenumschläge oder Eisbeutel mehrmals täglich für jeweils 15 bis 20 Minuten aufgelegen.

 

Vorbeugende Maßnahmen bei Arthrose der Gelenke

Natürlich spielen auch vorbeugende Maßnahmen bei Arthrosen der Gelenke eine große Rolle. Belastende, einseitige und stereotype Bewegungen sollten vermieden, kleine Verletzungen immer adäquat behandelt werden.

Gesunde Ernährung und Lebensstilveränderungen (kein Nikotin, wenig Alkohol) wirken ebenfalls positiv auf das Fortschreiten der Arthrose. Fischöle und diverse Vitamine (Provitamin A, Vitamin C und E) haben antioxidative Eigenschaften und verlangsamen Entzündungsprozesse.

Obwohl die Medizin bei Arthrosen bis heute keine Heilung anbieten kann, gibt es dennoch einige gute Möglichkeiten der Behandlungen. Damit kann man nämlich den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Wobei natürlich jeder Patient ein individuell maßgeschneidertes Therapieprogramm braucht.

Ein rezente Studie zeigte übrigens, dass die Messung einzelner Fingerkräfte genauere biomechanische Modelle der Hand liefern kann. Damit lässt sich auch vorbeugend die Auswirkung von beginnenden Krankheiten wie Arthose auf die kleinen Gelenke und die Handfunktionen bestimmen.


Gesunde Wirkungen der Katzenkralle: gegen Rheumatoide Arthritis, Entzündung & Co

Die Dornen der Katzenkralle, Uncaria tomentosa, sind meist leicht sichelförmig gekrümmt und an der Basis der paarweise angeordneten Blätter gelegen.
Die Dornen der Katzenkralle, Uncaria tomentosa, sind meist leicht sichelförmig gekrümmt und an der Basis der paarweise angeordneten Blätter gelegen.

Die südamerikanische Heilpflanze Katzenkralle, Uncaria tomentosa, zeigt Wirkung bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und verbessert die eingeschränkte Beweglichkeit. Mehr dazu unter https://medmix.at/wirkungen-der-katzenkralle/


Literatur:

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Marshall M, Watt FE, Vincent TL, Dziedzic K. Hand osteoarthritis: clinical phenotypes, molecular mechanisms and disease management. Nat Rev Rheumatol. 2018 Nov;14(11):641-656. doi: 10.1038/s41584-018-0095-4.

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Quelle: Arthrose der kleinen Gelenke. Dr. Thomas Schwingenschlögl. MEDMIX 6/2006

 

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