Samstag, Juni 15, 2024

Angst vor Corona-Virus: trotz Herzinfarkt seltener ins Krankenhaus

In der Corona-Pandemie gibt es einen Rückgang um 25% an Patienten mit Herzinfarkt-Symptomen, die aus Angst vor dem Coronavirus nicht ins Krankenhaus gehen.

Im März sind 25 Prozent weniger Menschen mit Herzinfarkt-Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden als im März 2018 und 2019, wie eine deutsche Analyse der DAK-Gesundheit zeigte. Ärzte haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass zu Beginn der Corona-Pandemie viele Patienten mit Herzinfarkt-Symptomen nicht ins Krankenhaus kamen, die DAK-Gesundheit warnt davor, aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bei Herzinfarkt-Symptomen nicht den Notruf zu wählen. Häufige Herzinfarkt-Symptome sind unter anderem Atemnot, Schmerzen in der Brust, die oft ausstrahlen, sowie Übelkeit und Kreislaufprobleme.

 

Aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus: Rückgang um etwa Viertel bei Einweisungen mit Herzinfarkt-Symptomen zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2018 im Vergleich zum Jahr 2019!

Unter dem Strich wurden im März 2018 rund 1200 beziehungsweise 1100 DAK-Versicherte mit Herzinfarkt-Symptomen stationär aufgenommen. In diesem Jahr waren es lediglich rund 800 – ein Rückgang von circa 25 Prozent.

„Dieser große Unterschied ist besonders vor dem Hintergrund der Corona-Virus-Pandemie besorgniserregend“, erklärt DAK-Vorstand Andreas Storm.  „Es kann immer mal Abweichungen vom Durchschnitt geben. Dieser deutliche Rückgang ist aber sehr auffällig.“

Die DAK-Gesundheit rät daher jedem, der Herzinfarkt-Symptome bei sich bemerkt, diese sehr ernst zu nehmen und sofort den Notarzt zu rufen. Ein Herzinfarkt ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die so schnell wie möglich behandelt werden muss.

 

Anzeichen, Symptome, bei Herzinfarkt

Rund 300.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Herzinfarkt. Etwa 50.000 sterben daran. Damit der Infarkt nicht lebensbedrohlich wird, sollten Symptome erkannt und es sollte schnell gehandelt werden. Ein Herzinfarkt kann bei Frauen und Männern unterschiedliche Anzeichen haben.

Bei Männern kommt es zu Atemnot und stechenden, brennenden, manchmal drückenden Schmerzen in der Brust. Manchmal strahlen diese in Arme, Hals oder Bauch aus und es treten Taubheits-, Druck- und Engegefühle im Oberkörper auf.

Frauen haben meist andere Symptome, wenn sie einen Herzinfarkt erleiden. Zwar haben auch sie Atemnot, Übelkeit und Erbrechen, allerdings können die ansonsten typischen Brustschmerzen ausbleiben. Frauen leiden dafür eher unter einem Druck- und Engegefühl sowie Schmerzen im Oberbauch. Weitere Anzeichen sind Schweißausbrüche und Blässe.

Möglich sind auch Symptome wie starke Rückenschmerzen und Schmerzen in den Beinen. Anders als bei Männern kann bei Frauen der Kreislauf zusammenbrechen und Bewusstlosigkeit auftreten.


Weitere Informationen zu Herzinfarkt-Symptomen, Behandlung und Vorbeugung gibt es auf www.dak.de/Herzinfarkt

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