Dienstag, Juli 2, 2024

Pension: 3 Säulen für Ihre Altersvorsorge

Im Alter endlich kürzertreten und die neu gewonnenen Freiheiten genießen. Das wünschen sich viele Österreicher. Die wohl wichtigste Voraussetzung dafür ist natürlich die Gesundheit. Aber natürlich muss auch der finanzielle Spielraum ausreichend groß sein. Daher setzen Sie in Österreich am besten auf das bewährte „3-Säulen-Prinzip“, welches aus staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge besteht. Gerade die betriebliche Altersvorsorge hat erst in den vergangenen Jahren so richtig Fahrt aufgenommen. Das bedeutet, dass nicht mehr nur große Konzerne ihren Mitarbeitern dieses Modell anbieten, sondern auch immer mehr kleine und mittelständische Betriebe. Setzen Sie bei der privaten Vorsorge auf eine gute, fundierte und seriöse Beratung durch Experten. Und beachten sie dasselbe, was auch bei anderen Finanzfragen gilt: Finger weg von märchenhaft klingenden Produkten bzw. Versprechungen.

Es gibt einige Fragen, die zu stellen es beinahe nie zu früh ist. Dazu gehört auch die nach der Altersvorsorge. Denn so ungewiss die Zukunft auch sein mag, eines ist sicher: Wir alle werden älter. Und was ebenfalls „beschlossene Sache“ ist: Die Lebenshaltungskosten werden auch in Österreich höher. Um sich im Alter etwas leisten zu können, sollte man daher auf eine geschickte Mischung aus staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge sorgen. Oder anders ausgedrückt: Eine gute Pensionsvorsorge ist alles!

 

Die staatliche Altersvorsorge sichert Mindestversorgung

In unserem Nachbarland Deutschland prägte der damalige Arbeitsminister Norbert Blüm im Jahr 1986 den berühmten Satz „Denn eins ist sicher: Die Rente“. Und dieser Satz hat weder in Österreich noch in Deutschland an Wahrheit eingebüßt; sie werden definitiv eine staatliche Rente erhalten. Die Frage ist aber, wie hoch diese ausfällt. Niemand kann seriös vorhersagen, welche politischen und demografischen Veränderungen auf uns zukommen. Deswegen sollten Sie die staatliche Rente immer nur als Basis, aber keineswegs als ausreichend ansehen und weitergehend vorsorgen. Es kann nämlich auch passieren, dass ihnen eine berufsbedingte Erkrankung einen Strich durch die Rechnung macht und sie auf weniger Beitragsjahre kommen als ursprünglich geplant.

 

Die betriebliche Pensionsvorsorge: Es tut sich was!

Die betriebliche Pensionsvorsorge ist noch gar nicht so lange etabliert. Zu Beginn waren es zwischen Vorarlberg und Burgenland vor allem die großen Konzerne, die so etwas im Portfolio hatten. Erst in den letzten Jahren gesellen sich zunehmend kleine und mittelständische Betriebe hinzu. Generell bieten Unternehmen ihren Mitarbeitern flexible Vorsorgemodelle; besonders etabliert haben sich diesbezüglich aber:

  • betriebliche Kollektivversicherungen
  • Pensionskassen: Dieses Modell ist in vielen Länder bereits seit langer Zeit verbreitet
  • feste Pensionszusagen durch Bildung jährlicher Rücklagen in der Betriebskasse [1]

Wenn Sie einen neuen Job anfangen, sollte dieses Thema auf jeden Fall mit in die Vertragsverhandlungen.

 

Privat vorsorgen gewinnt an Bedeutung

Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie zusätzlich zu den ersten beiden Säulen privat vorsorgen. Möglich ist dies durch zahlreiche Angebote von Banken, Versicherungen oder ähnlichen Instituten. Gängige Modelle sind hierbei beispielsweise Lebensversicherungen, Banksparpläne oder ein Investment in Wertpapiere, über das Sie sich aber umfassend informieren sollten. Grundsätzlich sollte dieses Investment eine ausgewogene Mischung aus sicherem Ertrag und Spekulation beinhalten. Es lohnt sich, den Finanzberater Ihres Vertrauens aufzusuchen und sich umfassend beraten zu lassen. Immerhin geht es um Ihre Altersvorsorge. Und bedenken Sie: Märchenhafte Versprechungen sind in der Finanzwelt zumeist Schall und Rauch. Seriöse und solide Anlagen hingegen keineswegs!


Referenzen:

[1] Bundesministerium Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz https://www.sozialministerium.at/Themen/Soziales/Sozialversicherung/Pensionsversicherung/Pensionsvorsorge.html (Abrufdatum: 03.02.2022)

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