Mittwoch, Juni 7, 2023

CBD: ein hilfreiches Mittel bei Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Neben Infektionen der Atemwege zählen Durchfallerkrankungen, Herpes sowie Hautpilze zu den gängigsten Krankheitsbildern. Erkrankungen der Atemwege wie etwa Lungenentzündungen, Durchfallerkrankungen, Aids, Malaria und Tuberkulose sind die Krankheiten mit den meisten Todesfällen. Da die Forschung sowie die Medizin immer weiter fortschreitet, wächst die Zahl der Medikamente, um Infektionen zu bekämpfen. Darunter fallen auch Cannabidiol-Tropfen und ihre Wirkung auf den menschlichen Körper.

 

Infektionskrankheiten einfach erklärt

Infektionskrankheiten werden durch Parasiten, Bakterien, Pilze oder Viren verursacht und vermehrt durch Anhusten, Berühren oder durch Geschlechtsverkehr übertragen. Je nach Krankheit kann der Übertragungsweg sehr unterschiedlich sein. Darüber hinaus kann es auch vorkommen, dass man sich durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln ansteckt oder durch Stechmücken mit einer Krankheit infiziert wird.

Je nach Art der Infektion kann die Dauer und Schwere der Erkrankung sehr unterschiedlich sein. Zudem hängt die Schwere der Erkrankung von der körperlichen Verfassung des Betroffenen und des eigenen Immunsystems ab. Dabei ist zu beachten, dass auch Personen, die Erreger in sich tragen, aber keine Symptome haben, die Krankheit trotzdem weitergeben und somit andere Menschen infizieren können.

 

Welche Infektionen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an Infektionen, die die unterschiedlichsten Organe und Systeme in unserem Körper betreffen können. Während Atemwegsinfektionen wie Grippe, Erkältungen, Bronchitis oder Lungenentzündung die häufigste Art sind, gibt es zudem Harnwegsinfektionen wie zum Beispiel Nierenbecken- oder Blasenentzündungen. Auch sexuell übertragbare Krankheiten wie Chlamydien, Syphilis, Herpes genitalis sowie HIV sind Infektionskrankheiten. Des Weiteren fallen Magen-Darm-Infektionen, Salmonellen, Hepatitis A, B und C sowie Colitis unter gastrointestinalen Infektionen. Zudem gibt es Haut- und Wundinfektionen, ZNS-Infektionen wie Meningitis und Enzephalitis und systemische Infektionen wie Sepsis oder septischer Schock.

Die Medizin unterscheidet die Art der Infektionen wie folgt:

  • Bakterielle Infektionen wie Sepsis
  • Virusinfektionen wie Erkältungen, Herpes simplex, Covid-19
  • Pilzinfektionen wie Hautpilze oder Genitalpilze
  • Parasitäre Infektionen wie Borreliose

 

Wie kann Cannabidiol bei Infektionen helfen?

Es gibt mittlerweile unzählige Studien zu dem Wirkstoff der Hanfpflanze, Cannabidiol. Dabei ist die Substanz, belegt durch die WHO, nicht psychoaktiv

In zahlreichen Studien und Untersuchungen wurde unter anderem festgestellt, dass Cannabidiol ein wichtiger Helfer bei Infektionskrankheiten sein kann. Dabei ist es gleich, ob es sich um CBD Öl oder andere CBD Produkte handelt.

 

CBD bei einer Borreliose-Infektion

Eine Borreliose Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird, kann mit Cannabidiol gelindert werden. Eine Borreliose-Infektion wird meist durch den Biss einer Zecke verursacht und kann sehr langwierig sein, wenn sie nicht behandelt wird. Dabei kann es sogar zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen.

Wie in Studien belegt wurde, können Schlafstörungen, die häufig mit der Krankheit einhergehen, durch CBD reduziert werden. [1] Des Weiteren treten bei dieser Infektion schwere und sehr schmerzhafte Gelenkentzündungen auf. CBD Öl ist dafür bekannt, dass es gegen Entzündungen und Schmerzen effektiv vorgehen kann. [2] Dies zeigt, dass die Therapie einer Borreliose Erkrankung mit CBD Öl durchaus unterstützt werden kann, um die Symptome zu bekämpfen.

Rund 10 % der Patienten, die als geheilt gelten, haben weiterhin Symptome. Dieser Zustand wird als Post-Treatment Lyme Disease Syndrom (PTLD) bezeichnet. Auch hier kann CBD Öl ein wichtiger Helfer sein, da zu den Symptomen unter anderem Schlafstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Nervenschmerzen und Nervenentzündungen zählen. Um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen, hat sich gezeigt, dass CBD Öl als Unterstützung eingesetzt werden kann.

 

CBD Öl bei Harnwegsinfektionen

Infektionen der Harnwege können äußerst schmerzhaft sein. Doch auch hier kann CBD Öl seine Wirkung zeigen. Wie eine Studie der Westminster University zeigt, kann der Wirkstoff Cannabidiol die Wirksamkeit von Antibiotika erhöhen und dabei helfen, die Infektion effektiver zu behandeln. [3]

Gleichzeitig hat CBD den Vorteil, dass es mitunter eine Antibiotikaresistenz verringern kann. Darüber hinaus hat Cannabidiol den Effekt, dass es entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt und so die Symptome einer Harnwegsinfektion deutlich reduzieren kann.

 

CBD bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten

Natürlich wissen wir alle, dass Medikamente den grippalen Infekt nicht unbedingt verkürzen. Sie können in der Regel die Symptome deutlich lindern und so dazu beitragen, dass wir uns im Allgemeinen besser fühlen. Cannabidiol kann eine gute Alternative zu den üblichen Erkältungsmitteln sein, da es zum einen dafür sorgt, dass sich das Viren- und Bakterien-Wachstum verlangsamt [4] und zum anderen einen guten, erholsamen Schlaf fördert. [5] Des Weiteren werden Schmerzen und Unwohlsein gelindert und der Allgemeinzustand verbessert sich.

Cannabidiol-Tropfen sind zudem dafür bekannt, dass sie das Immunsystem und somit die Abwehrkräfte stärken, damit der Körper selbst besser gegen die Erkrankung vorgehen kann.

 

CBD bei Herpes

Auch bei Herpes simplex kann CBD Öl gute Dienste leisten, wie viele Betroffene berichten. In unterschiedlichen Foren ist zu lesen, dass durch das Cannabidiol Öl erst gar kein Ausbruch stattfindet und die Lippenbläschen so schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Wichtig ist dabei, dass direkt bei den ersten Anzeichen das Öl mit Cannabidiol mehrmals am Tag auf die betroffene Stelle getupft wird. Nach etwa zwei bis drei Tagen ist der schmerzhafte Herpes simplex verschwunden.

Gleiches gilt auch für Herpes genitalis. Dabei können beide Herpesviren getrennt voneinander auftreten und insbesondere bei Stress, ungesunder Lebensweise oder falscher Ernährung immer wieder zum Ausbruch kommen. Mit CBD Tropfen kann man die schmerzhaften Bläschen glücklicherweise sehr gut und effektiv bekämpfen. Dies liegt daran, dass Cannabidiol einen entzündungshemmenden Effekt hat und gleichzeitig auch das Wachstum von Viren und Bakterien hemmt. Überdies wirkt CBD schmerzlindernd und ist somit ideal für die Behandlung von Herpes.

 

CBD bei Corona Infektionen

Sogar bei einer Infektion mit Covid-19 kann CBD ein Helfer sein, um die Entzündungen im Körper einzudämmen. Dies wurde ebenfalls in einigen weltweiten Studien belegt. In einer Studie aus dem Jahr 2021 zeigte sich, dass Cannabidiol die Corona-Infektion im Anfangsstadium eindämmen konnte. [6] Allerdings muss man hier sagen, dass die Untersuchungen und Studien vordergründig mit den ersten Corona-Varianten getestet wurden. Diese lösten noch einen Zytokinsturm aus, der dann dafür sorgte, dass sich der Körper praktisch selbst zerstörte. Bei allen weiteren Varianten war dies eher selten der Fall. Dennoch konnte nachgewiesen werden, dass CBD das Virenwachstum hemmen kann und so möglicherweise auch eine Ansteckung verhindern kann.

In einigen Fällen konnte überdies belegt werden, dass Personen, die regelmäßig CBD konsumieren, deutlich seltener an Corona erkrankten. Doch nicht nur das, auch der Schweregrad könnte mit CBD reduziert werden, wie italienische Forscher bereits im Jahr 2020 herausgefunden haben. Der Grund hierfür ist, dass CBD zwei wichtige Rezeptoren hemmt, in die das Coronavirus eindringt. Doch auch die entzündungshemmenden Eigenschaften spielen hier eine große Rolle, da sie so einen Zytokinsturm verhindern und die Schwere der Erkrankung beeinflussen können.

Der Wirkstoff Cannabidiol hat obendrein eine antivirale Wirkung und kann daher ebenfalls einschreiten und auf die Schwere der Erkrankung Einfluss nehmen. Da CBD ein sogenannter PPARg-Agonist ist, kann der Wirkstoff die Aktivierung von Fibroblasten und Myofibroblasten regulieren, was dann dazu führt, dass die Heilung des Lungengewebes unterstützt wird und sich der Patient schneller erholen kann.

 

CBD bei Hepatitis C

Hepatitis gibt es in verschiedenen Formen. Dabei sind die Varianten Hepatitis C, D und E am gefährlichsten, da sie zu chronischen Erkrankungen führen können und langfristig für Leberzirrhose und Lungenkrebs verantwortlich sind. Dabei greift der Hepatitis Virus die Leberzellen an und es kann zu chronischen Infektionen kommen. Doch gerade Hepatitis C ist heilbar und kann mitunter innerhalb von nur drei Monaten behandelt werden.

Lange Zeit gab es nur eine Therapieform, die sehr starke Nebenwirkungen aufwies. Mittlerweile hat sich dies verbessert und es gibt Medikamente, die nur noch wenige Nebenwirkungen haben. Zudem kann CBD Öl in der Therapie gegen Hepatitis C unterstützend eingesetzt werden. Wie Forscher der University of Sydney herausgefunden haben, hängt der Fettstoffwechsel sehr eng mit der Replikation des Hepatitis Virus zusammen. Dabei zeigte sich, dass die vom Körper selbst hergestellten Endocannabinoide wichtige Regulatoren sind, um den Fettstoffwechsel im Gleichgewicht zu halten. [7]

In verschiedenen Untersuchungen zeigt sich, dass die Cannabinoid-Rezeptoren 1 die Replikation des Virus hemmen können. Im Ergebnis der Untersuchungen sank die Infektiosität deutlich. Allerdings müssen noch weitere Untersuchungen und Studien erfolgen, um die Wirksamkeit zu untermauern.

Wie man sieht, hat der Wirkstoff der Hanfpflanze viele Vorteile für unseren Körper. Dieser kann bei zahlreichen Infektionen, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder auch Parasiten ausgelöst werden, Symptome und Beschwerden lindern und bei der Heilung unterstützen. Wissenschaftler erforschen zum jetzigen Zeitpunkt eingehend die Wirksamkeit, damit Cannabidiol bald als Medikament zugelassen werden kann.


Literatur:

[1] Shannon, S., Lewis, N., Lee, H., & Hughes, S. (2019). Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. The Permanente Journal, 23, 18-041.

[2] Hammell, D. C., Zhang, L. P., Ma, F., Abshire, S. M., McIlwrath, S. L., Stinchcomb, A. L., & Westlund, K. N. (2016). Transdermales Cannabidiol reduziert Entzündungen und schmerzbezogene Verhaltensweisen in einem Rattenmodell für Arthritis. European journal of pain (London, England), 20(6), 936-948.

[3] Front. Cell. Infect. Microbiol., 10 September 2019 Sec. Molecular Bacterial Pathogenesis
Volume 9 – 2019 | Frontiers | Cannabidiol Is a Novel Modulator of Bacterial Membrane Vesicles | Cellular and Infection Microbiology (frontiersin.org)

[4] Babson KA, Sottile J, Morabito D. Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature. Curr Psychiatry Rep. 2017 Apr;19(4):23. doi: 10.1007/s11920-017-0775-9. PMID: 28349316.

[5] Pleyer, I., Hlatky, M, Hlatky, P. (2019). Cannabidiol. Ein natürliches Heilmittel des Hanfs. Verlagshaus der Ärzte: Wien.

[6] Nguyen LC, Yang D, Nicolaescu V, Best TJ, Ohtsuki T, Chen SN, Friesen JB, Drayman N, Mohamed A, Dann C, Silva D, Gula H, Jones KA, Millis JM, Dickinson BC, Tay S, Oakes SA, Pauli GF, Meltzer DO, Randall G, Rosner MR. Cannabidiol Inhibits SARS-CoV-2 Replication and Promotes the Host Innate Immune Response. bioRxiv [Preprint]. 2021 Mar 10:2021.03.10.432967. doi: 10.1101/2021.03.10.432967. Update in: Sci Adv. 2022 Feb 25;8(8):eabi6110. PMID: 33758843; PMCID: PMC7987002.

(7) Shahidi M, Tay ESE, Read SA, Ramezani-Moghadam M, Chayama K, George J, Douglas MW. Endocannabinoid CB1 antagonists inhibit hepatitis C virus production, providing a novel class of antiviral host-targeting agents. J Gen Virol. 2014 Nov;95(Pt 11):2468-2479. doi: 10.1099/vir.0.067231-0. Epub 2014 Jul 22. PMID: 25053565.

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