Bei einer Kompressionstherapie Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe)

Anziehhilfen können die Kompressionstherapie mit medizinischen Kompressionsstrümpfen (Stützstrümpfen) sehr gut unterstützen.

Unter dem Strich sind heute Venenleiden eine Volkskrankheit. Wobei ohne Behandlung das Risiko für eine Thrombose erhöht ist – und infolgedessen sogar für ein offenes Bein. Als Basistherapie gelten medizinische Kompressionsstrümpfe. In Grunde genommen setzen die Menschen seit Jahrtausenden die Kompressionstherapie zur Therapie von Beschwerden der Venen, bei Veneninsuffizienz beziehungsweise von Venenleiden und Beingeschwüren ein. Erste Überlieferungen dazu gibt es bereits um 400 vor Christus. Durch den genau definierten Druckverlauf der speziellen Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe) werden die Venen und die Muskelpumpe beim Rücktransport des Blutes zum Herzen unterstützt. Schwellungen klingen ab, die Beine fühlen sich wieder entspannter an. Wichtig für die Therapietreue bei Venenleiden sind beispielsweise Anziehhilfen für die Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe), das gilt vor allem für Senioren und Menschen mit Adipositas beziehungsweise starkem Übergewicht. Die Hilfsmittel werden einer rezenten Studie zufolge allerdings zu selten verordnet.

 

Anziehhilfen für die Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe) für adipöse Patienten

In der mediven-Beobachtungsstudie wurden die Versorgung und das Trageverhalten von medizinischen Kompressionsstrümpfen an 531 Patienten untersucht. Zu Beginn der Therapie erhielten gerade einmal 8,1 Prozent eine Anziehhilfe. Bei 25 Prozent wäre diese Hilfe aufgrund von Body-Mass-Index (BMI), Alter und Begleiterkrankungen angebracht gewesen.



Jedenfalls erleichtern Anziehhilfen für die Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe) vor allem Patienten mit Wirbelsäulenproblemen oder Gelenkverschleiß (Arthrose) sowie adipösen Patienten.

Unter dem Strich hängt die Wirksamkeit der konservativen Therapie mittels Kompressionstherapie bei Veneninsuffizienz vor allem vom ausgeübten Druck und von der Elastizität des verwendeten Materials ab. Wobei die Kompressionstherapie auch eine entscheidende positive Wirkung auf die Insuffizienz der großen Venen bringt.

 

Verordnung von für die Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe) verbessert die Tragefrequenz

Zum Beginn der Behandlung erhielten in der zitierten Untersuchung jeweils etwa zehn Prozent der adipösen Patienten, der Patienten mit Wirbelsäulenproblemen sowie der Arthrose-Patienten eine Anziehhilfe für ihre Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe).

Bei den älteren Patienten mit Kompressionsstrümpfen war die Versorgungssituation etwas besser. Denn von den über 71-Jährigen bekamen zwei von zehn eine Anziehhilfen für die Kompressionsstrümpfe.

Dadurch trugen diese Betroffenen ihre Kompressionsstrümpfe regelmäßiger als Patienten der gleichen Altersgruppe ohne Anziehhilfe. Bei den Adipösen gab es ebenfalls mehr regelmäßige Anwender, wenn man ihnen eine Anziehhilfe verordnete.

„Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass erkrankungs- und patientenindividuelle Faktoren oft zu wenig berücksichtigt wurden. Bei bestimmten Patientengruppen sind Anziehhilfen aber notwendig, um eine bessere Therapietreue zu erzielen“, betont auch Dr. med. Christine Schwahn-Schreiber, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Studie und der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie.

 

Perfekter Sitz dank Passformkontrolle

Außer Anziehhilfen können weitere Faktoren die Therapie mit medizinischen Kompressionsstrümpfen (Stützstrümpfen) positiv beeinflussen. Damit der Patient den Strumpf gerne und regelmäßig trägt, muss dieser auf seine Indikation abgestimmt und genau angepasst sein.

Bei der Passformkontrolle überzeugt sich der Arzt davon, dass er optimal gewählt ist, perfekt sitzt und nicht einschneidet. Zudem solle das An- und Ausziehen des Strumpfes geübt und darauf geachtet werden, dass das Strumpfgewebe gleichmäßig übers Bein verteilt werde. Außerdem kann man mit konsequenter Hautpflege Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder trockener Haut besser vermeiden.




Quelle: medi

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