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Welt-Hypertonie-Tag: Blutdruck im Fokus

Am 17. Mai 2015 ist heuer der Welt-Hypertonie-Tag, an dem speziell auf die Gefahren von Bluthochdruck hingewiesen wird. Gerade durch Lebensstiländerungen wie mehr Bewegung, gesunde Ernährung aber auch Entspannung kann man viel zur Vorsorge tun.

1,5 Milliarden Menschen haben einen zu hohen Blutdruck. Fast 10 Millionen Todesfälle verursacht Bluthochdruck jährlich, so die WHO. Fast jeder Dritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat Bluthochdruck, bei den 70 bis 79-Jährigen leiden drei von vier Personen unter Hypertonie.

Vermutet wird, dass 1,5 Millionen Österreicherinnen und Österreich davon betroffen sind. doch viele wissen nichts von ihren erhöhten Blutdruckwerten.

Doch schon eine milde Hypertonie steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Betroffene sollten informiert sein, dass verschiedene nichtmedikamentöse Behandlungsschritte – Lebensstiländerungen wie mehr Bewegung, Entspannung und bewusste Ernährung –zu einem gesunden Blutdruck beitragen können.

Welt-Hypertonie-Tag – eine Initative der Welt-Hypertonie-Liga

Vorsorgen & Gesund bleiben – Bewegung, Entspannung und bewusste Ernährung für einen gesunden Blutdruck“ ist deswegen das Motto am 17. Mai 2015, dem Welt-Hypertonie-Tag. Der Aktionstag rückt in den Fokus, wie wichtig Vorsorge ist und welche Möglichkeiten jeder Einzelne hat, um zu seiner Gesundheit beizutragen. In Deutschland erklären Vertreter der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention am Welt-Hypertonie-Tag 2015 bundesweit, welche Vorsorgemaßnahmen sich gut eignen.

30-50-80 in Deutschland

30–50–80: lautet die Vision der DHL®. „Alle Menschen ab 30 Jahren sollten den eigenen Blutdruck kennen. Spätestens ab 50 sollten von Bluthochdruck Betroffene richtig eingestellt sein“, sagt Professor Dr. med. Martin Hausberg, Vorstandsvorsitzender der DHL® und Direktor der Medizinischen Klinik I für Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie und Pneumologie des Städtischen Klinikums Karlsruhe. Ziel für die 80-jährigen Patienten sei es, Behinderungen durch Folgekrankheiten des Bluthochdrucks – wie Schlaganfall oder Herzinfarkt – zu vermeiden.

Lebensstiländerungen sind bei Bluthochdruck am wichtigsten

Ein gesunder Lebensstil ist wichtige Voraussetzung für Patienten, um einen gut eingestellten Blutdruck zu erreichen. Sollte das nicht ausreichen, so sollte zusätzlich durch eine medikamentöse Therapie durchgeführt werden. „Grundsätzlich sind Lebensstiländerungen das Mittel der ersten Wahl bei ansonsten gesunden Patienten, allein durch sie kann etwa eine milde Hypertonie verschwinden“, sagt Hausberg.

Regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Dauerstress, der Abbau von Übergewicht und ein Verzicht auf Nikotin gelten dabei als wichtigste Faktoren. Ebenso wichtig ist eine gesunde Ernährung mit möglichst wenig Salz und tierischen Fetten. Stattdessen sollte viel Obst und Gemüse, kaltgepresste Öle sowie fettarme Milchprodukte gegessen werden. „Oft sinkt der Blutdruck in den ersten drei Monaten nach einer entsprechenden Umstellung des Lebensstils so stark, dass Medikamente nicht notwendig sind“, sagt der Experte und betont aber: „Werden in dieser Zeit jedoch keine unbedenklichen Werte erreicht, darf mit einer medikamentösen Therapie nicht gewartet werden.“ Doch in jedem Falle hilft eine Lebensstiländerung Bluthochdruck vorzubeugen oder wirkt sich positiv auf eine bereits bestehende Erkrankung aus.

Welt-Hypertonie-Tag in Deutschland

Am 17. Mai 2015, dem Welt-Hypertonie-Tag, klären Experten deutschlandweit darüber auf und bieten kostenlose Blutdruckmessungen an. MEDMIX bringt in den kommenden Tagen verschiedene Experten-Beiträge, um das Thema Bluthochdruck/Hypertonie in Fokus zu rücken.

Quelle und weitere Informationen:

Deutsche Hochdruckliga e.V. (DHL)® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention; www.hochdruckliga.de

Weltgesundheitsorganisation WHO

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