Samstag, Juni 15, 2024

Stillen in der Öffentlichkeit – Weltstillwoche 2015

Deutschlands Nationale Stillkommission am BfR empfiehlt anlässlich der Weltstillwoche Maßnahmen, um Müttern das Stillen in der Öffentlichkeit zu erleichtern.

 

Muttermilch ist gut verdaulich, enthält Abwehrstoffe, ist immer verfügbar, hygienisch einwandfrei, richtig temperiert und muss nicht zubereitet werden. Sie ist die beste Nahrung für Säuglinge!

Stillende Mütter könnten ihre Säuglinge jederzeit und an jedem Ort bei Bedarf stillen. Dies wird aber nach wie vor vielerorts nicht so gerne gesehen. Deutschlands Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt anlässlich der Weltstillwoche Maßnahmen, um die Akzeptanz des Stillens in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Das Stillen sollte sowohl im beruflichen Umfeld als auch im täglichen Leben möglich sein.

Das diesjährige Motto der Weltstillwoche lautete „Stillen und Beruf – gemeinsam geht’s!“. Stillen sollte für berufstätige Mütter kein Hindernis sein, ihrem Beruf nachzugehen. Auch sollte die Rückkehr in den Beruf kein Grund zum Abstillen sein.

Die praktische Umsetzung ist allerdings nicht immer leicht. Das deutsche Mutterschutzgesetz gibt den rechtlichen Rahmen für den Schutz der stillenden Mütter am Arbeitsplatz vor.

Der Gesetzgeber erkennt damit die besondere Schutzbedürftigkeit der berufstätigen stillenden Mutter und gleichzeitig auch die besondere Schutzwürdigkeit des Stillens an. Die Nationale Stillkommission hat praktische Hinweise zusammengefasst, wie Berufstätigkeit und Stillen miteinander vereinbart werden können.

 

Stillen in der Öffentlichkeit für die Gesundheit der Babys

Mütter sollten grundsätzlich ihre Säuglinge zu jeder Zeit an jedem Ort stillen können. Damit dies möglich ist, empfiehlt die Nationale Stillkommission, den Schutz des Stillens in der Öffentlichkeit zu verbessern und die öffentliche Akzeptanz durch Aufklärung und weitere Initiativen, wie zum Beispiel öffentliche Stillräume, zu fördern.

Denn Muttermilch ist die natürliche Nahrung für Säuglinge. Sie ist gut verdaulich und so zusammengesetzt, dass sie im ersten Lebenshalbjahr alleine und später zusammen mit Beikost den Bedarf an Nährstoffen und Flüssigkeit deckt. Darüber hinaus schützen Abwehrstoffe in der Muttermilch vor vielen Infektionskrankheiten – gestillte Kinder sind seltener krank als nicht gestillte Kinder.

Bei der Mutter fördert Stillen die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt und kann langfristig zur Verringerung des Risikos von Brust- und Eierstockkrebs beitragen. Durch das Stillen wird auch das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung gedeckt und die Mutter-Kind-Bindung gefördert. Es sollte daher normal sein, gesunde Säuglinge zu stillen und ihnen dadurch die Nahrung zukommen zu lassen, die in ihrer Zusammensetzung am besten auf die Nährstoffbedürfnisse in den ersten Monaten des Lebens abgestimmt ist.

 

Weitere Informationen:

http://waba.org.my/

http://www.who.int/topics/breastfeeding/en/

http://www.unicef.org/nutrition/index_24824.html

 

http://www.bfr.bund.de/cm/343/stillen_und_berufstaetigkeit.pdf

http://www.bfr.bund.de/cm/343/stillen-in-der-oeffentlichkeit-sollte-ungestoert-moeglich-sein.pdf

http://www.bfr.bund.de/de/nationale_stillkommission-2404.html

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