Mittwoch, Juli 3, 2024

Prämenstruelles Syndrom (PMS) mit neuen Strategien begegnen

Die Ursachen für das prämenstruelle Syndrom (PMS) kennt man nicht genau, aber man vermutet, dass hormonelle Veränderungen während der Menstruation die zahlreichen PMS-Symptome bewirken können.

Die Zeit der Pubertät bedeutet eine große Umstellung für den weiblichen Körper. Bei den meisten Mädchen laufen die hormonell bedingten Veränderungen ruhig und geordnet ab. In manchen Fällen kommt es jedoch zu belastenden Beschwerden. Nahezu jede vierte Frau hat das prämenstruelle Syndrom erfahren und leidet wegen zahlreicher PMS-Symptome. Mittlerweile gibt es zahlreiche in Studien erprobte Möglichkeiten zur Behandlung und dem richtigen Verhalten, um zahlreiche Symptome von PMS zu mildern.

Die genauen Ursachen von PMS sind nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus eine Rolle spielen. Insbesondere wird angenommen, dass ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron, den beiden wichtigsten weiblichen Hormonen, zu den Symptomen beitragen kann.

 

Das prämenstruelle Syndrom verursacht verschiedene PMS-Symptome

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) verursacht verschiedene körperliche und emotionale Symptome. Wobei bei einigen Frauen diese PMS-Symptome in den Tagen oder Wochen vor Beginn ihrer Menstruation auftreten. Die PMS-Symptome variieren von Frau zu Frau und können von Monat zu Monat unterschiedlich stark ausgeprägt sein.


Häufige körperliche PMS-Symptome

  • Brustschmerzen oder Schwellungen

  • Kopfschmerzen

  • Bauchschmerzen oder Krämpfe

  • Übelkeit

  • Aufgeblähter Bauch

  • Rückenschmerzen

  • Hautprobleme wie Akne oder Ausschlag

  • Muskelschmerzen

  • Müdigkeit

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) hängt mit dem Körpergewicht zusammen: Frauen mit mehr Gewicht leiden deutlich häufiger. © Andrey Popov / shutterstock.com
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) hängt mit dem Körpergewicht zusammen: Frauen mit mehr Gewicht leiden deutlich häufiger. © Andrey Popov / shutterstock.com

Zu den häufigsten emotionalen Symptomen gehören

  • Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen

  • Angstzustände

  • Depressionen

  • Erschöpfung

  • Schlafstörungen

  • Konzentrationsprobleme

Andere Faktoren, die PMS verschlimmern können, sind:

  • Stress

  • Schlafstörungen

  • Ernährung

  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch

  • Rauchen

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Frauen PMS-Symptome erleben und dass die Schwere der Symptome von Frau zu Frau unterschiedlich sein kann. Wenn PMS jedoch Ihre Fähigkeit beeinträchtigt, Ihren täglichen Aufgaben nachzukommen oder Ihre Lebensqualität zu beeinträchtigen scheint, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, um festzustellen, ob weitere Untersuchungen oder Behandlungen erforderlich sind.


CBD bei Menstruationsbeschwerden – was wir über die Wirkung wissen

Viele betroffene Frauen berichten von guten Erfahrungen in der Menstruation mit der positiven Wirkung der Cannabis-Substanz CBD, meist als Öl, bei Menstruationsbeschwerden. Mehr dazu unter https://medmix.at/cbd-bei-menstruationsbeschwerden-was-wir-ueber-die-wirkung-wissen/

Viele Frauen setzen in der Menstruation auf ein paar Tropfen CBD-Öl unter die Zunge gegen ihre Mentruationsbeschwerden. © elizabethmphl / shutterstock.com
Viele Frauen setzen während der Menstruation auf ein paar Tropfen CBD-Öl unter die Zunge gegen ihre Mentruationsbeschwerden. © elizabethmphl / shutterstock.com

Wie sich das prämenstruelle Syndrom präsentiert

Zum PMS-Komplex gehören Stimmungsschwankungen mit Depressivität und erniedrigter Reizschwelle, Rückenschmerzen, Verdauungs- und Appetitstörungen, Hautunreinheiten bis hin zur Akne, Spannen in der Brust und manchmal auch Wassereinlagerungen in Füßen, Händen und im Gesicht. Bis heute ist allerdings nicht geklärt, ob es tatsächlich nur die Hormone des Menstruationszyklus sind, deren Schwankungen das prämenstruelle Syndrom hervorrufen, oder ob der Symptomkomplex noch andere Ursachen hat.

 

Gesunde Ernährung und sportliche Betätigung

Einen wichtigen Stellenwert in der Pubertät haben ausgewogene, gesunde Ernährung und sportliche Betätigung. In erster Linie empfehlen Experten bei PMS deswegen regelmäßigen Sport – mindestens dreimal pro Woche. Weiter ist ausreichenden Schlaf wenn, wenn ein prämenstruelles Syndrom auftritt. Zudem sind ein Verzicht auf Kaffee, Cola-Getränken, Tee und Alkohol sinnvoll. Schließlich sollte man auch auf die Aufnahme von Salz und allgemein Flüssigkeiten achten.

Denn beispielsweise verstärkt Koffein die PMS-Symptome um ein Vielfaches. Und zwar verstärken vor allem eine hohe Flüssigkeitsaufnahme und Koffein das Spannen in der Brust. Auch zwischen Zigarettenrauchen und prämenstruellem Syndrom besteht ein deutlicher Zusammenhang.

 

Das prämenstruelle Syndrom hängt mit dem Körpergewicht zusammen

Das prämenstruelle Syndrom kommt bei Frauen mit höherem Körpergewicht deutlich häufiger vor. Wobei das daran liegen könnte, dass typische PMS-Symptome wie Depressivität, Gereiztheit, Angst sowie Erschöpfung sich häufig durch schnell resorbierbare Kohlenhydrate bessern lassen. Betroffene Frauen merken, dass ihnen der Konsum von Süßigkeiten und Keksen sowie Kuchen guttut. Das führt allerdings zur Zunahme von Körpergewicht und zu Übergewicht.


Die Sexualität der Frauen: ständiger Wandel und Veränderungen

Die Sexualität der Frauen unterliegt den allgemeinen körperlichen und ­geistigen Veränderungen jedes Lebensabschnittes von der sexuellen Reife bis ins Alter. Mehr dazu unter Die Sexualität der Frauen: ständiger Wandel und Veränderungen

Die Sexualität der Frau, ihre Wünsche, ist gleichwertig mit der Männer. Über Sexualität darf gesprochen werden, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern – was oft viel schwieriger ist – in der Partnerschaft.
Die Sexualität der Frau, ihre Wünsche, ist gleichwertig mit der Männer. Über Sexualität darf gesprochen werden, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern – was oft viel schwieriger ist – in der Partnerschaft.

Prämenstruelle Syndrom mit fettarmer und vitaminreicher Nahrung bekämpfen

Die guten Nachrichten: Auch eine fettarme und betont vitaminreiche Ernährung verbessert die PMS-Symptome deutlich. Vor allem für Kalzium und Vitamin D sowie Vitamin B6 sind diese Effekte in Studien nachgewiesen. Zudem hilft der regelmäßige Verzehr von fettreichem Fisch wegen seiner enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, PMS-Symptome zu verringern. In diesem Sinne könnten laut jüngsten Daten Omega-3-Fettsäuren den Schweregrad von PMS verringern. Die Verlängerung der Behandlung konnte laut einer Studie die Wirksamkeit der Therapie verstärken.

 

PMS mit Medikamenten und natürlichen pflanzlichen Mitteln behandeln

Wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichen, so können Medikamente eingesetzt werden. Am häufigsten werden die Pille und Antidepressiva eingesetzt.

Auch pflanzliche Mittel wie beispielsweise Mönchspfeffer in ausreichend hoher Dosierung kann hilfreich sein. Allerdings sind nicht alle Verhütungsmedikamente geeignet, sondern vor allem solche mit einer Kombination aus einem Östrogen- und einem Gestagen-Anteil.

Außerdem scheint es günstig zu sein, wenn die Pillenpause kürzer gehalten wird als üblich oder wenn das Arzneimittel über mehrere Wochen durchgängig genommen wird – ein sogenannter Langzyklus.


Seit jeher bewährt: Heilpflanzen und Homöopathie bei Frauenleiden

Heilpflanzen verschaffen Frauen bei leichten Beschwerden Linderung, Voraussetzung ist, dass sie bei Frauenleiden richtig und regelmäßig angewendet werden. Mehr unter https://medmix.at/heilpflanzen-bei-frauenleiden/


Literatur:

Eisenlohr-Moul T, Divine M, Schmalenberger K, Murphy L, Buchert B, Wagner-Schuman M, Kania A, Raja S, Miller AB, Barone J, Ross J. Prevalence of lifetime self-injurious thoughts and behaviors in a global sample of 599 patients reporting prospectively confirmed diagnosis with premenstrual dysphoric disorder. BMC Psychiatry. 2022 Mar 19;22(1):199. doi: 10.1186/s12888-022-03851-0. PMID: 35303811; PMCID: PMC8933886.

Mohammadi MM, Dehghan Nayeri N, Mashhadi M, Varaei S. Effect of omega-3 fatty acids on premenstrual syndrome. A systematic review and meta-analysis. J Obstet Gynaecol Res. 2022 Mar 9. doi: 10.1111/jog.15217. Epub ahead of print. PMID: 35266254.

Yonkers KA, O’Brien PM, Eriksson E. Premenstrual syndrome. Lancet. 2008 Apr 5;371(9619):1200-10. doi: 10.1016/S0140-6736(08)60527-9. PMID: 18395582; PMCID: PMC3118460.


Quellen: https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/001505.htm

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