Dienstag, Juni 25, 2024

Seit jeher bewährt: Heilpflanzen und Homöopathie bei Frauenleiden

Heilpflanzen verschaffen Frauen bei leichten Beschwerden Linderung, sofern man die jeweiligen Naturstoffe bei Frauenleiden richtig und regelmäßig angewendet.

Als Frauenleiden bezeichnet man all jene gesundheitlichen Probleme und Krankheiten, die vor allem Frauen betreffen. Dazu gehören Menstruationsbeschwerden, schmerzhafte Regelblutungen und Krämpfe, Zwischenblutungen, Reizdarm und Bauchschmerzen sowie Kopfschmerzen und Migräne. Weiter sind für Frauen in den Wechseljahren Symptome wie Hitzewallungen und Menopause, un­ruhiger Schlaf, innere Unruhe und Herzklopfen bewährte Anwendungsgebiete für Heilpflanzen. Weitere Einsatzgebiete sind Osteoporose, verschiedene rheumatische Erkrankungen und Asthma. Bei vielen dieser Frauenleiden kommen jedenfalls seit jeher pflanzliche Arzneien, Heilpflanzen sowie auch die Homöopathie erfolgreich zum Einsatz.

 

Frauen setzen seit jeher Heilpflanzen gegen verschiedene Frauenleiden erfolgreich ein

Speziell bei Frauenleiden mit relativ leichten Beschwerden verschaffen Heilpflanzen den betroffenen Frauen Linderung – vor allem, wenn sie richtig und regelmäßig angewendet werden.

Bei Menstruationsbeschwerden werden viele Heilpflanzen empfohlen, wobei nicht alle ihre Versprechungen halten. Die krampflösende Wirkung der sehr giftigen Tollkirsche ist seit Jahrtausenden bekannt. Doch nur ein Experte mit Erfahrung kann die Tollkirsche richtig einsetzen.

Auch Hirtentäschel, Raue, Ruprechtskraut und Taubnessel werden von kräuterkundigen Experten als Heilpflanzen-Tees gegen Regelschmerzen empfohlen. Es zeigte sich aber, dass Kamille und Schafgarbe als Teezubereitung und Mönchs­pfeffer in Extraktform besser Linderung bieten können.

Extrakte des Wanzenkrautes werden gegen Wechselbeschwerden empfohlen. Ohne ärztliche Kontrolle sollten die im Handel erhältlichen Extrakte aber nicht verwendet werden, auch wenn sie die Beschwerden aus Erfahrung bessern. Bei Wechselbeschwerden wird gerne eine Mischung aus Frauenmantel, Melisse, Schafgarbe und Mistel als Gesundheitstee getrunken.

Im Grunde genommen kommen oft Soja und Rotklee, Mönchspfeffer, die Traubensilberkerze und die Passionsblume, Baldrian, Melisse, Johanniskraut, Kürbis und Cranberry, Preiselbeere, Mutterkraut und Bärentrauben zum Einsatz.

Der Frauenmantel wirkt als Tee harntreibend. Deswegen verwendet man den Tee auch als Diuretikum. Außerdem ist der Tee als Mittel gegen innere und äußere Wunden bekannt.

Frauenmantel ist für Frauen als Heilpflanze in Form von Tee, Sitz­bädern oder Spülungen bei Unterleibs­entzündungen, Ausfluss und regelmäßigen Perioden hilfreich. Die Heilpflanze soll für eine gute Entbindung und vollständige Ausstoßung der Nach­geburt sorgen, wenn schwangere Frauen 4 Wochen vor der Geburt 3-mal täglich eine Tasse Frauenmantel-Tee trinkt.

 

Homöopathie bei Frauenleiden

In der Homöopathie werden unter anderem Alpenveilchen, Küchenschelle und Tigerlilie zur Behandlung von Frauenkrankheiten eingesetzt. Frauenmantel setzt man wie erwähnt ein, um eine gute Entbindung zu fördern, wobei die Pflanze als homöopathisches Mittel (Urtinktur bis D2) bei Unter­leibsentzündungen 3-mal täglich 10 Tropfen eingenommen wird.


Literatur:

Abdollahi F, Yazdani Chareti J. The relationship between women’s characteristics and herbal medicines use during pregnancy. Women Health. 2019 Jul;59(6):579-590. doi: 10.1080/03630242.2017.1421285. Epub 2019 Mar 27. PMID: 29336734.

Lloyd KB, Hornsby LB. Complementary and alternative medications for women’s health issues. Nutr Clin Pract. 2009 Oct-Nov;24(5):589-608. doi: 10.1177/0884533609343001. PMID: 19841247.

Steinberg D, Beal MW. Homeopathy and women’s health care. J Obstet Gynecol Neonatal Nurs. 2003 Mar-Apr;32(2):207-14. doi: 10.1177/0884217503252125. PMID: 12685672.

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