Donnerstag, April 18, 2024

Mit veganer Ernährung geringeres Herz- und Krebsrisiko

Vegane Ernährung senkt das Herz- und Krebsrisiko. Eine rezente Studie bestätigte die vermuteten positiven Effekte vegetarischer und veganer Ernährung.

Menschen mit vegetarischer oder veganer Ernährung sind tendenziell weiblich, jung, gebildet und städtisch. Viele Vegetarier kommen nach und nach über den Vegetarismus zum Veganismus. Weitere Gemeinsamkeiten der Zielgruppen sind Tierschutz, fernöstliche Philosophien sowie Lehren wie Yoga. Zur möglichen gesundheitsfördernden Wirkung von vegetarischer und veganer Ernährung wurden in den letzten Jahren zahlreiche Studien-Ergebnisse präsentiert. Beispielsweise kann Vegane Ernährung den Entzündungsmarker C-reaktives Protein (CRP) senken. Allgemein konnte sich ein seit längerer vermuteter Trend bestätigten. Und zwar, dass vegane Ernährung das Herz- und Krebsrisiko senkt.

 

Aus ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen achten

Bei einer rein pflanzlicher, veganer Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit einigen wichtigen Nährstoffen oft nur schwer möglich, beispielsweise Vitamin B12 sowie Riboflavin, Vitamin D und die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Jod, Zink und Selen. Daher sollte auf eine ausreichende Zufuhr solcher Nährstoffe geachtet und gegebenenfalls angereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden.

 

Menschen mit vegetarischer oder veganer Ernährung gut vor Krebs und Herzkrankheiten geschützt

Unter anderem zeigte sich in einer sehr großen Meta-Analyse zu veganer Ernährung, Herz- und Krebsrisiko, dass Menschen, die sich ohne Fleisch ernähren, gegenüber Fleischessern ein deutlich verringertes Herzrisiko haben. Menschen mit sowohl vegetarischer als auch veganer Ernährung haben meist einen geringeren Body-Mass-Index sowie günstigere Cholesterin- und Glukose-Werte als Menschen, die auch tierische Produkte auf dem Speiseplan haben. Die Meta-Analyse zeigte dabei einen protektiven Effekt einer vegetarischen Diät für die Häufigkeit von und Sterblichkeit aufgrund von ischämischen Herzerkrankungen (minus 25 Prozent) sowie Krebs (minus 8 Prozent).

Bei Menschen mit veganer Ernährung war vor allem auch das Krebsrisiko um signifikante 15 Prozent reduziert. Die Studienautoren machen allerdings gleichzeitig auch darauf aufmerksam, dass es gerade zum Lebensstil mit veganer Ernährung eine sehr begrenzte Zahl an Studien gibt.


Literatur:

Menzel J, Jabakhanji A, Biemann R, Mai K, Abraham K, Weikert C. Systematic review and meta-analysis of the associations of vegan and vegetarian diets with inflammatory biomarkers. Sci Rep. 2020 Dec 10;10(1):21736. doi: 10.1038/s41598-020-78426-8. PMID: 33303765; PMCID: PMC7730154.

Dinu M, Abbate R, Gensini GF, Casini A, Sofi F. Vegetarian, vegan diets and multiple health outcomes: A systematic review with meta-analysis of observational studies. Crit Rev Food Sci Nutr. 2017 Nov 22;57(17):3640-3649. doi: 10.1080/10408398.2016.1138447. PMID: 26853923.


Quelle: Presseaussendung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – www.dgk.org

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