In Regionen mit vielen Fast-Food-Restaurants ist Herzinfarkt häufiger

In Regionen mit einer höheren Anzahl von Fast-Food-Restaurants kommt es häufiger zu einem Herzinfarkt beziehungsweise zu ischämischen Herzerkrankungen.

Eine rezente Studie zu Fast-Food, Herzinfarkt beziehungsweise Ischämischen Herzerkrankungen ergab unlängst, dass eine höhere Rate dieser kardiovaskulären Erkrankungen besteht, wenn es dementsprechend mehrere Angebote in gewissen Orten gibt. Dabei brachte jedes weitere Fast-Food-Lokal vier zusätzliche Herzinfarkte pro 100.000 Einwohner pro Jahr.

 

Australische Studie untersuchte den Zusammenhang von Fast-Food-Restaurants und Herzinfarkt-Fällen

Es ist schon länger bekannt, dass der Verzehr von Fast-Food zu mehr tödlichen und nicht tödlichen Herzinfarkt-Fällen führt. Dennoch konsumieren immer mehr Menschen Fast-Food. Das zeigt auch, wie notwendig es ist, die Rolle der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln zu untersuchen. Im Grunde genommen sind Ischämische Herzerkrankungen, einschließlich Herzinfarkt, die häufigsten Todesursachen weltweit.

Die Ergebnisse der australischen Studie waren in ländlichen Gebieten und Ballungsgebieten konsistent. Sie erfolgten nach Einberechnung von Alter, Fettleibigkeit, hohen Blutfetten, hohem Blutdruck, Raucherstatus sowie Diabetes. Die Ergebnisse unterstreichen auch allgemein die Bedeutung der Nahrung für die Gesundheit.

Übrigens gehörten in einer 2018 durchgeführten australischen Bevölkerungsumfrage Fast-Food-Restaurants zu den zehn beliebtesten Einzelhändlern.

 

Schlechte Nährwerte, hoher Salzgehalt und gesättigte Fettsäuren

Schon ältere Studien konnten zeigen, dass der schlechte Nährwert, der hohe Salzgehalt und die gesättigten Fettsäuren in Fast-Food verschiedene Herzkrankheiten wie Herzinfarkt und Ischämische Herzerkrankungen begünstigen. Dass auch allgemein ein Zusammenhang zu größeren Fast-Food-Angeboten besteht, ist eine neue Erkenntnis.

Bereits vor einigen Jahren hatte eine US-Studie die Verfügbarkeit von Fast-Food-Lokalen mit Übergewicht und Fettleibigkeit untersucht. Wobei die Forscher damals keinen Zusammenhang feststellen konnten.

 

Suchtpotenzial

In einer älteren Studie zeigten Wissenschaftler wiederum eine gewisse Art von Suchtfaktor der Fast-Food-Ernährung. Denn die Restaurantketten konzentrieren sich natürlich auf sehr schmackhafte Nahrungsmittel. Weiter ist dabei problematisch, dass die Menschen die meisten Fast-Food-Gerichte gemeinsam mit Limonade konsumieren. Damit vervielfachen sie den persönlichen Zuckerverbrauch bis um das Zehnfache. Allerdings fördert laut Forschung auch der hohe Fett- und Salzgehalt von Fast-Food das Suchtpotenzial.


Quelle: EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR KARDIOLOGIE

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