Montag, Juli 15, 2024

Teufelskralle: Schmerzmittel mit natürlicher Wirkung gegen Entzündungen und Schmerzen

Teufelskralle zeigt als Schmerzmittel gute Wirkung, als unterstützende Therapie hilft es gegen Schmerzen und Entzündung bei Rheuma-Erkrankungen.

Unter dem Strich sind Heilpflanzen, pflanzliche Mittel oder Arzneipflanzen gegen Rheuma und Schmerzen sehr beliebt. Dementsprechend kommen pflanzliche Mittel durchaus als sinnvolle Zusatztherapie gegen rheumatische Beschwerden zur Anwendung. Neuere Studien belegen hier positive Wirkung für zahlreiche traditionell eingeführte Arzneipflanzen. In den letzten Jahren gelang hierzu die südafrikanische Teufelskralle – das Schmerzmittel Harpagophytum procumbens – in den Blickpunkt der wissenschaftlichen Forschung. Beispielsweise sollen Anwendungen mit Teufelskralle eine gute Wirkung gegen Entzündungen sowie auch gegen Schmerzen entfalten.

 

Harpagophytum procumbens: Wüstenpflanze mit Heilkraft

Die südafrikanische Teufelskralle ist eine krautige Pflanze, die lange, bodennahe Triebe von bis zu 1,5 Metern Länge entwickelt. Die Heilpflanze stammt aus dem Südwesten Afrikas und enthält Wirkstoffe, die man traditionell zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen im Bewegungsapparat einsetzt.

Besonders auffällig sind ihre großen, hellrosa bis roten Blüten und ihre fruchtartigen Strukturen, die mit Widerhaken versehen sind und ihr den exotischen Namen verleihen.

Insbesondere bei rheumatischen Beschwerden, Morgensteifigkeit sowie Rücken-, Nacken- und Muskelschmerzen empfiehlt sich die Anwendung der Teufelskralle. Inzwischen gibt es dazu zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die der Teufelskralle ihre Wirkung als unterstützende Therapie bei degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates bestätigen. Hierzu gehören Entzündungen und Schmerzen in der Lendenwirbelsäule sowie aber auch Beschwerden mit der Verdauung und Appetitlosigkeit.

Weitere naturheilkundliche Anwendungsgebiete sind Gelenkschmerzen bei Patienten mit Morbus Crohn, bei Hexenschuss, Kopfschmerzen, Kreuzschmerzen bei Spondylose, Polyarthritis und andere chronisch entzündliche, chronisch-rheumatische Erkrankungen, Sehnenentzündungen, Weichteilrheumatismus sowie bei Wunden.

Für die Arzneimittel-Herstellung werden ausschließlich­ die Speicherwurzeln der Teufelskralle verwendet, die in rund anderthalb Meter Tiefe gedeihen. Für die Heilwirkung verantwortlich sind die sogenannten Iridoidglykoside.

 

Teufelskralle als Schmerzmittel zur natürlichen Zusatztherapie bei Schmerzen

Die Teufelskralle zeigt positive Effekte aufgrund ihrer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Darüber hinaus ist dieses pflanzliche Schmerzmittel sehr gut verträglich.

Durch die zusätzliche Einnahme von Teufelskralle in Tablettenform kann man häufig die Dosierung von synthetischen Schmerzmitteln reduzieren. Aufgrund der hohen Wirksamkeit und guten Verträglichkeit, sollte man die Teufelskralle über einen Zeitraum von 2 bis 3 Monaten einzunehmen.

Beispielsweise bewiesen die Naturstoffe der Teufelskralle, dass sie eine effektive und sichere kurzfristige Behandlung der Schmerzen für Patienten mit leichter Knie-Arthrose sein können. Ihre Verwendung war im Vergleich mit einem NSAR ähnlich wirksam.

Für Personen, die keine nichtsteroidalen Antirheumatika einnehmen können oder wollen, können jedenfalls Anwendungen mit Teufelskralle eine gute Alternative sein.

 

Sichere Anwendung

Eine der häufigsten Nebenwirkungen bei der Anwendung von Teufelskralle ist Durchfall. Etwa 8 % der Probanden, die in klinischen Studien eingeschlossen waren, litten unter dieser Nebenwirkung. Weitere unerwünschte Wirkungen können Übelkeit, Bauch- und Kopfschmerzen sowie allergische Hautreaktionen sein.

Aufgrund zu geringer Sicherheitsdaten ist in Schwangerschaft und Stillzeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck sowie Diabetes Vorsicht geboten. Weiter gilt das bei Gallensteinen sowie Magengeschwüren. Schließlich sollten in all diesen Fällen die betroffenen Patienten den Einsatz der Teufelskralle mit ihrem behandelnden Arzt erörtern.


Literatur:

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