Donnerstag, Januar 22, 2026

Corona Accelerated R&D in Europe: Care für die Covid-19-Erforschung

Das Konsortium CARE, Corona Accelerated R&D in Europe, fördert die Erforschung und Entwicklung dringend benötigter Medikamente gegen COVID 19.

CARE – Corona Accelerated R&D in Europe – wird unterstützt durch die europäische „Innovative Medicines Initiative“ (IMI) und ist das größte Projekt dieser Art zur Erforschung und Entwicklung dringend benötigter neuer Behandlungsmöglichkeiten für COVID-19.

Neben der Entwicklung schnell verfügbarer Lösungen durch die Neupositionierung existierender Therapien fokussiert sich die Initiative auf ein langfristiges Verständnis der Krankheit und die Entwicklung von Therapien für COVID 19 und künftige Coronavirus-Erkrankungen.

Durch den Zusammenschluss der Kompetenzen und der Projekte von 37 führenden Teams aus akademischen und gemeinnützigen Forschungseinrichtungen und Pharmaunternehmen beschleunigt CARE die Forschung und Entwicklung zu COVID-19.

 

CARE, Corona Accelerated R&D in Europe

Das Konsortium CARE, Corona Accelerated R&D in Europe, das von der öffentlich-privaten „Innovative Medicines Initiative“ (IMI) hat das Ziel der Beschleunigung der Erforschung und Entwicklung dringend benötigter Medikamente zur Behandlung von SARS-CoV-2, dem Coronavirus, das COVID 19 auslöst.

Unter dem Strich ist Corona Accelerated R&D in Europe CARE ist auf fünf Jahre ausgelegt und bündelt die Arbeit von 37 Partnern aus Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, der Schweiz, aus Spanien und den USA.

„Die COVID-19-Pandemie ist die größte globale Bedrohung für die Gesundheit der Menschheit in diesem Jahrhundert, zu deren Lösung die globale wissenschaftliche Gemeinschaft auf nie da gewesene Weise zusammenarbeiten muss“, so Professor Yves Lévy, Executive Director von VRI-Inserm und CARE-Koordinator.

„Dieses ambitionierte Projekt zeichnet sich durch die wissenschaftliche Exzellenz der teilnehmenden Teams aus. CARE vereint 37 Partner in einem Bündnis, in dem sie ihr Fachwissen und ihr Know-how im Rahmen eines ambitionierten 5-Jahres-Arbeitsplans zur Entwicklung von Therapeutika für die aktuelle COVID-19-Pandemie bündeln. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung der Innovative Medicines Initiative mit der wir dieses Vorhaben umsetzen können.“

 

Suche nach Lösungen für die aktuelle COVID-19 Pandemie und künftige Coronavirus-Ausbrüche

Ohne einen zugelassenen Impfstoff und angesichts bisher begrenzter Therapiemöglichkeiten für COVID-19 bringt jeder weitere Tag der Pandemie mehr Neuinfektionen und Todesfälle. In CARE schließen sich die innovativsten und erfahrensten Wissenschaftler aus allen relevanten Bereichen mit einem einzigartigen Teamgeist zusammen und maximieren darüber hinaus Synergien und Komplementaritäten mit anderen Initiativen. Dazu gehören der von der Gates Foundation unterstützte COVID-19 Therapeutics Accelerator, MANCO1, SCORE2 und das ECRAID3-Netzwerk. So soll die Suche nach Lösungen für die aktuelle COVID-19 Pandemie und künftige Coronavirus-Ausbrüche beschleunigt werden. Nach Labortests wird das Projekt die vielversprechendsten Arzneimittelkandidaten in klinischen Studien testen.

Clive R. Wood, Ph.D., Corporate Senior Vice President und Global Head of Discovery Research bei Boehringer Ingelheim: „Das CARE Konsortium setzt es sich zum Ziel, die enormen Möglichkeiten, die offener Austausch und enge Zusammenarbeit in der Wissenschaft eröffnen, in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Wir werden in einem noch nie da gewesenen Geist der Zusammenarbeit schnell und entschlossen mit unseren Partnern aus akademischen Institutionen und der Industrie voranschreiten, um die beispiellose Bedrohung durch COVID-19 und andere ernste Coronavirus-Erkrankungen zu meistern.“

„Wir sind begeistert über den Start des CARE Konsortiums und die Zusammenarbeit mit anderen führenden Experten zur beschleunigten Entwicklung neuer Medikamente gegen SARS-CoV-2 und weitere Coronaviren, die potenziell Epidemien auslösen können“, fügt CARE-Projektleiter Marnix Van Loock, Senior Scientific Director und R&D Lead of Emerging Pathogens, Global Public Health bei Janssen Pharmaceutica NV, hinzu. „Im Rahmen dieser Initiative werden wir die Erkenntnisse aus einer laufenden Zusammenarbeit zu COVID-19 mit dem zur KU Leuven gehörenden Rega-Institut für medizinische Forschung anzuwenden, um eine Bibliothek mit tausenden bestehenden Wirkstoffen auf eine mögliche Wirkung gegen das Coronavirus zu screenen.“

Kumar Saikatendu, Ph.D., Director, Global Research Externalization bei Takeda: „Zu sehen, wie die besten Wissenschaftler Europas gemeinsam und mit solcher Dringlichkeit an der Lösung dieses komplexen Problems arbeiten, erfüllt uns mit Demut. COVID-19 ist eine einmalige wissenschaftliche Herausforderung für unsere Generation. Das Ziel von CARE ist die Entwicklung wirksamer Therapien mit einem positiven Sicherheitsprofil für aktuelle und künftige Coronavirus-Ausbrüche. Wir hoffen, dass wir in kurzer Zeit relevante Ergebnisse erzielen können.“

 

Umfassende kurz- und langfristige Reaktion auf COVID-19

CARE zielt darauf ab, wirksame Therapien mit einem positiven Sicherheitsprofil für die COVID-19-Pandemie zu entwickeln (Neupositionierung von Arzneimitteln) und neue Arzneimittel und Antikörper zu entwickeln, die speziell auf die Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus ausgerichtet sind.

Das Konsortium basiert auf drei Säulen:

Neupositionierung von Arzneimitteln durch Screening und Profilierung der von Partnern bereitgestellten Substanzbibliotheken mit dem Ziel, Moleküle schnell in fortgeschrittene Phasen der klinischen Testung zu bringen.
Neuentwicklung kleinmolekularer Arzneimittel auf Basis von in silico Screening und Profilierung von Kandidatensubstanzen für den Einsatz gegen SARS-CoV-2 und künftige Coronaviren.
Neuentwicklung virusneutralisierender Antikörper unter Einbeziehung vollständig menschlicher Phagen- und Hefe-Display-Bibliotheken sowie Immunisierung humanisierter Tiermodelle, Patienten-B-Zellen und in silico Design.

Verschiedene Projektmodule sind mit diesen Säulen eng vernetzt und konzentrieren sich auf die Optimierung von Kandidatensubstanzen durch ein umfassendes medizinisches Chemieprogramm, systembiologische Forschung und präklinische und klinische Evaluierung von Molekülen aus allen drei Säulen. Im Rahmen des systembiologischen Moduls wird die virale Pathophysiologie untersucht, um das Zusammenspiel des Ablaufs der Virusinfektion und der menschlichen Immunreaktion besser verstehen zu können. Dabei werden Krankheitsmarker identifiziert, um die Therapieentwicklung zu unterstützen und das Design und Monitoring von Studien der Phasen 1 und 2, die neue, von CARE entwickelte Therapeutika untersuchen, zu verbessern.


1 Monoclonal Antibodies against 2019-New Coronavirus

2 Swift Coronavirus therapeutics Response

3 European Clinical Research Alliance on Infectious Diseases


Quelle: Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG

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