Mittwoch, Januar 21, 2026

Weichteilsarkom: Stützgewebe, Bindegewebe und Tumore

Weichteilsarkom: nahezu überall im Körper – im Muskulatur-, Fett- und Bindegewebe – können Tumore entstehen, die vom Bindegewebe und Stützgewebe ausgehen.

Diese Tumoren, die unter dem Begriff Weichteilsarkom zusammengefasst werden, gehören zu den seltenen Erkrankungen: Pro Jahr trifft es im Schnitt vier von 100.000 Bürgern in Deutschland, in Österreich bekommen jährlich etwa 500 Personen Tumore im Bindegewebe beziehungsweise Stützgewebe. In der Schweiz soll der Prozentsatz noch geringer sein.



Experten gesucht

Die Zahl von Bindegewebe-Experten zu diesem Fachgebiet ist entsprechend überschaubar. Trotzdem wird aktiv geforscht, um die Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit Sarkomen zu verbessern. Die weltweite wissenschaftliche Vernetzung spielt dabei eine wichtige Rolle, etwa in Form von internationalen Therapiestudien, die von den Fachorganisationen koordiniert werden.

Die molekularen Mechanismen, die diesen seltenen Erkrankungen zugrunde liegen, sind daher relativ gut erforscht und es stehen gezielte, so genannt „Targeted“-Therapien zur Verfügung. Mehrere Untergruppen der Sarkome bildeten bereits Modellsysteme für den Einsatz neu entwickelter Medikamente mit spezifischen Angriffspunkten.

Alle zwei Jahre richtet die Connective Tissue Oncology Society (CTOS) ihre Jahrestagung in einem europäischen Land aus. Die Mitglieder der internationalen Fachgesellschaft, die sich mit Bindegewebe-Tumoren befassen, repräsentieren mehr als 30 Länder.

Bei der Erforschung seltener Erkrankungen sind Vernetzungen unter den Wissenschaftern besonders wichtig. In den letzten Jahren sind erhebliche Fortschritte in der Therapie und Diagnostik von Sarkomen erzielt worden, gerade in Europa. Dies ist auch auf die Erkenntnisse zurückzuführen, die in gemeinsamen Therapiestudien verschiedener europäischer Ländern gewonnen werden.

 

Bindegewebe im ganzen Körper zu finden

Das Bindegewebe umfasst eine Große Anzahl verschiedene Gewebe im menschlichen Organismus und durchzieht den ganzen Körper. Der Begriff bezeichnet verschiedene Bindegewebe-Typen, die in allen Teilen des Körpers vielfältige unterstützende Aufgaben verrichten. Auch Knorpel- und Knochengewebe werden dazugerechnet, weiters auch das Fettgewebe, seltener das Blut und die verschiedenen Typen des Muskelgewebes.

Das Bindegewebe hält Organformen aufrecht, schützt vor Beeinträchtigungen, speichert Flüssigkeiten bzw. Wasser und spielt für das Immunsystem eine zentrale Rolle, da dort viele Abwehrreaktionen gegen Krankheitserreger stattfinden.




Quelle: http://www.ctos.org/ – The Connective Tissue Oncology Society

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