Erektile Dysfunktion häufig bei Schlafapnoe, CPAP-Geräte haben keinen negativen Einfluss

Eine Erektile Dysfunktion, Erektionsstörung, ist bei Schlafapnoe häufig zu beobachten, wobei CPAP-Geräte aber keinen negativen Einfluss haben.

Schlafapnoe-Patienten, die „Continous positive airway pressure“ (CPAP)-Geräte gegen die obstruktive Schlafapnoe (OSA) einsetzen, denken, sie seien sexuell weniger attraktiv als Patienten ohne diese Behandlung. Dies ergaben die Antworten auf einen Fragebogen im Zusammenhang mit einer Studie der Rosalind-Franklin Universität. Das entspricht aber nicht der Realität. Denn wenngleich Erektionsstörungen, Erektile Dysfunktion, auch bei Schlafapnoe häufig auftritt, üben CPAP-Geräte darauf aber keinen negativen Einfluss aus. Als Schlafappnoe bezeichnet man häufige Atemaussetzer von mehr als zehn Sekunden Dauer während des Schlafes, die lebensbedrohlich werden können.

 

Erektile Dysfunktion: bei Schlafapnoe häufig Erektionsstörungen

Die erektile Dysfunktion (ED) ist ein häufig anzutreffendes Problem bei Patienten mit obstruktive Schlafapnoe. Im Grunde genommen kann schlechter Schlaf Ursache für zahlreiche Krankheiten und Beschwerden sein. Besonders ist das eben bei der Schlafapnoe vor.

In einer umfangreichen Studie haben erst kürzlich Wissenschaftler aus München und Regensburg bestätigt, dass diese schwere Form der Schlafstörung auch weit stärker als bisher angenommen zur Entwicklung einer erektilen Dysfunktion bei Männern beiträgt.

 

CPAP-Geräte und erektile Dysfunktion

Unter dem Strich konnten verschiedene Studien zeigen, dass die regelmäßige Anwendung der CPAP-Geräte für die Schlafapnoe-Patienten keine negativen Auswirkungen brachte.

Im Gegenteil dazu befürchteten einige Schlafapnoe-Patienten allerdings, dass die Benutzung der CPAP-Geräte negative Auswirkungen auf die Qualität ihres Sexuallebens haben könnte. Dies wiederum führt zu einer herabgesetzten Compliance solcher Betroffenen in Bezug auf die Verwendung des CPAP-Gerätes.

Den Forschern war es ein Anliegen heraus zu finden, ob Patienten mit regelmäßiger Anwendung der CPAP-Geräte und CPAP-Nicht-Anwender Patienten sich unterscheiden. Und zwar wenn sie nach ihrer „Sexual Quality of Life“ (SQOL) befragt wurden.

Als CPAP-Anwender definierten die Studieninitiatoren Personen, welche das CPAP-Gerät mehr als 4 Stunden/Nacht in mehr als 70% der Nächte anwendeten.

 

Verwendung der CPAP-Geräte hat keine Auswirkungen auf die sexuelle Zufriedenheit der Schlafapnoe-Patienten

In der zitierten Studie wurden 52 Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe und CPAP-Geräten gebeten, 10 Fragen bezüglich physischer als auch emotionaler Aspekte beim Sexualakt, zu beantworten. Von diesen Patienten waren 27 als CPAP-Anwender und 25 als CPAP-Nicht-Anwender anzusehen.

Die Schlafapnoe-Gruppen waren homogen. Und zwar in Bezug auf Alter, Body Mass Index, Erektile Dysfunktion sowie auch deren Medikation. Außerdem litten alle an einer Depression.

Die Resultate haben gezeigt, sofern alle Störfaktoren auf ein Minimum reduziert waren, dass die Verwendung der CPAP-Geräte keine Auswirkungen auf die Erektile Dysfunktion beziehungsweise der sexuellen Zufriedenheit der Anwender darstellt.

Mark J. Rosen, Arzt und Medizinischer Leiter am American College of Chest Physicians kommt in der Studie zu dem Schluss, dass die Ergebnisse in Bezug auf die SQOL der Patienten sich nicht wesentlich unterscheiden in der Gruppe der CPAP-anwendenden und jener der CPAP-nicht-anwendenden Personen.

Diese Studie legt jedenfalls nahe, dass CPAP-Geräte keinen negativen Einfluss auf die Sexuelle Zufriedenheit der Anwender hat.


Quellen:

http://journal.publications.chestnet.org/; American College of Chest Physicians http://www.chestnet.org/

https://www.urologenportal.de/

Bildtext: Schlafappnoe-Patient, der mit einer kontinuierliche nasale Atemwegs-Überdruckbeatmung – der so genannten CPAP-Therapie – behandelt wird. Brian Chase / shutterstock.com

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