Selbstmedikation mit Homöopathie, Schüßler Salze sowie Phytopharmaka

Die Selbstmedikation mit Homöopathie, Schüßler Salze sowie Phytopharmakaerfährt aufgrund der Wünsche der Konsumenten einen fortfahrenden Aufschwung und wird auch in Zukunft weiter ansteigen.

Im Grunde genommen kommt die Selbstmedikation immer häufiger vor. Wobei die Tendenz sogar steigend ist. Dies hat verschiedene Gründe. Jedenfalls bringt die Selbstmedikation auch unbestreitbare Vorteile. Man kann einerseits sofort etwas ­gegen die Beschwerden tun, ohne lange Anmelde- oder Wartezeiten beim Arzt. Und man kann sich andererseits auch Zeit ­nehmen, um für sich das geeignetste Mittel für seine Selbstmedikation aus der Homöopathie, Schüßler Salze sowie Phytopharmaka auswählen.

 

Was in der Selbstmedikation Wirkung zeigt

Als Arzneimittel gelten Wirkstoffe, deren Wirksamkeit und Sicherheit in umfassenden, auch klinischen Studien nachgewiesen wurden. Wenn sie alle Tests zur Zufriedenheit »absolviert« haben, so erhalten sie die Zulassung. Das heißt, dass man sie nun bei genau definierten Erkrankungen anwenden darf. Übrigens werden viele Arzneimittel aus Pflanzen hergestellt.

Homöopathika und viele Phytopharmaka – die pflanzlichen Heilmittel – bedürfen zwar keiner Zulassung, sie sind aber apothekenpflichtig. Das heißt der Apotheker garantiert für ihre Qualität. Apothekenqualität beispielsweise bei Pflanzen wie dem Kamillentee bedeutet übrigens, dass die Produkte ein ganz bestimmtes Mindestmaß an heilenden Wirkstoffen enthalten muss. Diese Qualität wird laufend überprüft.

Verzehrprodukte, Nahrungsergänzungs­­mittel wie bestimmte Vitaminpräparate und Ähnliches, diätetische Lebensmittel sowie viele natürliche Produkte sind ebenfalls nicht zulassungspflichtig.

 

Mittel der Homöopathie, Schüßler Salze sowie Phytopharmaka in der Selbstmedikation

Homöopathika – und in gewissem Maße auch Schüßler Salze – sind etwas Beson­deres. Sie werden zwar zu 70 Prozent aus Pflanzen hergestellt, unterscheiden sich aber von den Phytopharmaka in zwei wesentlichen Punkten. Erstens gilt bei ihrer Anwendung das Ähnlichkeitsprinzip. Das heißt, dass der Stoff jene Beschwerden, die er beim Gesunden auslöst, beim Kranken auch zu heilen vermag.

Ein gutes Beispiel dazu ist Allium cepa, die Küchenzwiebel. Denn einerseits ist sie beim Verarbeiten in der Küche doch auch unbeliebt. Man bekommt tränende Augen und manchmal auch eine rinnende Nase. Doch als Mittel der Homöopathie kann es hingegen im Verlauf eines Schnupfens als Selbstmedikation diesen sanft kurieren.

Der zweite Unterschied liegt in der Dosierung. So stellt man natürliche Mittel der Homöopathie in höchsten Verdünnungen her­. Wobei ihre Wirkung nicht auf die Anzahl der im Lösungsmittel vorhandenen Moleküle zurückzuführen ist. Sondern auf dessen ­Eigenschaft als Informationsträger.

 

Homöopathie als »sanfte Heilkunst« für die Selbstmedikation

Das, was Menschen bei der Homöopathie als »sanfte Heilkunst« aber besonders anspricht, ist auch für die Selbstmedikation der Grundsatz, dass nicht die Krankheit als solche bekämpft wird. Sondern man will den kranken Menschen als Ganzes heilen. Allerdings ist die Evidenz klinischer Untersuchungen doch gering.


Literatur:

Hawke K, van Driel ML, Buffington BJ, McGuire TM, King D. Homeopathic medicinal products for preventing and treating acute respiratory tract infections in children. Cochrane Database Syst Rev. 2018 Sep 9;9(9):CD005974. doi: 10.1002/14651858.CD005974.pub5. PMID: 30196554; PMCID: PMC6513540.

Mathie RT, Ramparsad N, Legg LA, Clausen J, Moss S, Davidson JR, Messow CM, McConnachie A. Randomised, double-blind, placebo-controlled trials of non-individualised homeopathic treatment. Systematic review and meta-analysis. Syst Rev. 2017 Mar 24;6(1):63. doi: 10.1186/s13643-017-0445-3. PMID: 28340607; PMCID: PMC5366148.

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