Wie Rauchen Herz und Kreislauf beeinflussen

Zum heurigen Weltnichtrauchertag wird der Einfluss des Rauchens auf Herz und Kreislauf in den Fokus gestellt, Rauchende Diabetiker sind besonders gefährdet.

Zum diesjährigen Weltnichtrauchertag am 31. Mai wird der Einfluss des Rauchens auf das Herz und Kreislauf in den Mittelpunkt gerückt. Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche, Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt oder Schlaganfall gehören zu den häufigsten Todesursachen hierzulande. Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 haben bereits durch ihre Stoffwechselerkrankung ein höheres kardiovaskuläres Risiko: Drei Viertel aller Betroffenen sterben letztlich an einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall. Rauchen ist für sie daher noch gesundheitsschädlicher als für bislang Stoffwechselgesunde.

Hohes Gesundheitsrisiko für Herz und Kreislauf bei Diabetes

Männer mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 haben ein zwei- bis vierfach höheres kardiovaskuläres Risiko, bei betroffenen Frauen ist es sogar bis zu sechsmal so hoch als bei Menschen ohne Diabetes. „Dieses im Vergleich sehr hohe Risiko lässt sich auf den bei Diabetes häufig erhöhten Blutzuckerspiegel zurückführen“, sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim. „Zigarettenkonsum steigert dies zusätzlich und fördert eine Arterienverkalkung“, erklärt der Diabetologe. Die Folge können Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Die Überlebensrate von Herzkranken mit Diabetes nach einem Infarkt sei deutlich schlechter als bei Stoffwechselgesunden. Und die Prognose hinsichtlich neurologischer und körperlicher Behinderungen nach einem aufgetretenen Schlaganfall sei bei Menschen mit Diabetes gravierender als bei Patienten ohne die Zuckerkrankheit.

Umgekehrt erkranken bislang stoffwechselgesunde Raucher doppelt so häufig an Typ-2-Diabetes als Nichtraucher. Ein nach wie vor unterschätztes Risiko, so Haak: „Rauchen senkt die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin und begünstigt somit die Entstehung einer Insulinresistenz.“ Auch Passivrauchen sei schädlich, besonders für Kinder und Jugendliche.

„Egal in welchem Alter, wer mit dem Rauchen aufhört, trägt deutlich zur Stoffwechselverbesserung und Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei“, betont der Experte. Wer mit dem Tabakkonsum aufhören möchte, findet professionelle Hilfe in Raucherentwöhnungskursen. Unter anderem Arztpraxen, Volkshochschulen oder Krankenkassen bieten diese an. Der Weltnichtrauchertag wurde am 31. Mai 1987 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen. Er steht dieses Jahr unter dem Motto „Pass auf, an wen du dein Herz verlierst!“

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