Impfungen sind wichtigste vorbeugende gesundheitliche Maßnahme

Impfungen gelten als wichtigste vorbeugende Maßnahme. Deswegen weisen Experten auf die Bedeutung ärztlicher Aufklärung – vor allem auch bei Impfskeptikern – hin.

Auf die Bedeutung von Impfungen als wichtigste vorbeugende Maßnahme, die in der Medizin zur Verfügung stehen, weisen vor allem auch in den letzten Wochen zahlreiche Mediziner, aber auch Politiker hin. Grund dafür waren sicherlich auch die dramatischen Masernerkrankungen in letzter Zeit. Deswegen sollten allen voran auch Ärzte ihre Patienten in diesem Sinne aktiv aufklären. Dabei sollten sie auch mögliche Impfreaktionen und die damit verbundenen Ängste der Patienten bestmöglich ansprechen.

 

Impfskeptiker und Impfverweigerer

Als totale Impfverweigerer gelten etwa 2 Prozent der Bevölkerung. Diese Impfgegner lassen sich weder durch einleuchtende, wissenschaftlich bestätigte Argumente noch durch belegte Zahlen überzeugen. Allerdings ist die Gruppe der sogenannten Impfskeptiker, die medizinischen Argumenten bei entsprechender Präsentation meist offen gegenüberstehen, deutlich größer. Speziell diese Menschen sollte man laut Experten besser aufklären. Dabei muss eine Impfaufklärung stets auf Fakten beruhen. Mit diesen kann man dann auch solche Menschen überzeugen, die Impfungen gegenüber eigentlich ängstlich eingestellt sind.

Jedoch sollte der Arzt im Gespräch mit Impfskeptiker Impfungen weder idealisieren noch bewerben. Besser ist es, wenn er mit dem Patienten dessen individuelles Risikoprofil bespricht und dann gegebenenfalls eine Impfempfehlung abgibt. Dazu gehört dann auch das Erheben möglicher Kontraindikationen für die Durchführung der Impfung.

Auch die Verträglichkeit für andere Impfungen sollte der Arzt in jedem Fall erfragen. Dadurch bekommt der Patient beziehungsweise im Falle von Kindern deren Eltern das Gefühl, ernst genommen und verstanden zu werden.

 

Angst vor der Impfung

Besonders groß ist oft auch die Skepsis bei neu eingeführten Impfungen, bei denen noch keine Langzeitdaten für den Impfstoff vorliegen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Angst vor der Durchführung einer Impfung unabhängig vom sozialen Status oder der Bildung der Eltern ist. Grundsätzlich sollten Ärzte ihren Patienten wesentliche Fakten über Impfstoff sowie Erkrankung in verständlicher Art und Weise erklären. Kontraproduktiv sind angstmachende Szenarien.

Im Grunde genommen gehört es zur ärztlichen Verantwortung, dass der Arzt seinen Patienten einen ausreichenden Impfschutz anbietet und idealerweise auch sicherstellt. Schließlich gilt das insbesondere auch bei Kindern.


Weitere Informationen der WHO: http://www.euro.who.int/de/health-topics/disease-prevention/vaccines-and-immunization/news/news/2017/04/vaccination-protects-health-at-every-stage-of-life

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