Freitag, Januar 16, 2026

Das Immunsystem natürlich stärken und Infektionen vermeiden

Bei Infektionen sind starke Abwehrkräfte entscheidend, ein gesunder Lebensstil und natürliche Mittel helfen, unser Immunsystem zu stärken.

Das Immunsystem kann man insbesondere durch einen gesunden Lebensstil, aber auch durch gewisse Nahrungsergänzungsmittel und Pflanzeninhaltsstoffe stärken. Somit gibt es zahlreiche Möglichkeiten, unsere Abwehrkräfte zu stärken und den Körper deutlich widerstandsfähiger gegenüber Krankheitserregern zu machen. Schließlich kann so auch der Bedarf an Antibiotika maßgeblich reduziert wird.

 

Immunsystem stärken gegen Bakterien, Viren und Infektionen

Unser Immunsystem besteht unter anderem aus verschiedenen Typen von immunkompetenten Zellen. Dazu zählen vor allem weiße Blutkörperchen wie beispielsweise die Helfer- und Killerzellen. Schließlich unterstützen uns die Abwehreinheiten des Immunsystems Tag für Tag bei der Abwehr von Krankheitserregern.

Somit schützt uns ein gut funktionierendes Immunsystem vor Infektionen. Zusätzlich senkt es aber auch das Risiko, an Krebs zu erkranken. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei das Fieber. Dieses soll allerdings auch nicht zu hoch steigen. Vor allem chronisch Kranke sollten dies vermeiden.



 

Höhere Körpertemperatur gegen Infektionen

Gesunden Menschen sollten eine frühzeitige Fiebersenkung bei „banalen“ Infektionen vermeiden. Die Aussagen „ Fieber senken und Immunsystem stärken “ ist im Grunde genommen falsch. Denn Fieber kann bekanntlich das Immunsystem stärken.

Menschen, die bei Infekten kein oder nur geringes Fieber entwickeln, können ihre Körpertemperatur auch durch ein heißes Bad, Sauna oder Dampfbad erhöhen und sich damit ins Schwitzen bringen. Wichtig ist auch, den körpereigenen Biorhythmus zu unterstützen, indem man eine gewisse Regelmäßigkeit in die Tagesabläufe bringt. Beispielsweise was Mahlzeiten oder Schlafverhalten betrifft.

 

Lebensstil optimieren

Jeder Mensch kann durch entsprechende Immunhygiene und Lebensstil-Maßnahmen maßgeblich dazu beitragen, sein Immunsystem fit zu machen. Positiv wirken unter anderem:

  • gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und Spurenelementen (v.a. Zink), am besten mit einem stärkenden Frühstück und einer warmen Mahlzeit pro Tag,
  • regelmäßige Bewegung im Freien an der frischen Luft,
  • Stressabbau durch regelmäßige Entspannung und Erholung,
  • ausreichend Schlaf möglichst auch vor Mitternacht, insbesondere im Herbst (u.a. zur Stressverarbeitung sowie generell zur Stärkung der immunologischen Kompetenz).

 

Was das Immunsystem schwächt, und wie man es wieder stärken kann

Insbesondere Menschen, die häufig unter Infektionen leiden, sollten sich bewusst mit ihrem Lebensstil auseinandersetzen. Häufig ergeben sich daraus konkrete Hinweise, warum das Immunsystem geschwächt ist.

Neben den bereits genannten Lebensstil-Faktoren können dies im Herbst auch Entschlackungs- oder Fastenkuren sein. Diese sollten ausschließlich in Frühjahr und Sommer durchgeführt werden.

Es gilt, sich immer wieder bewusst zu machen, wie das Verhältnis zwischen Virulenz der Keime und dem persönlichen Immunsystem aussieht. Denn meistens sind es nicht die „bösen Keime“, welche die „böse Grippe“ verursachen, sondern es liegt an einem schwachen Immunsystem, das es zulässt, überhaupt zu erkranken.



 

Vorbeugung und Behandlung

Grundsätzlich können zur Prophylaxe verschiedene Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, die unsere Abwehrkäfte unterstützen. Allerdings sollten Menschen, die zu chronischen Krankheiten oder Infektanfälligkeit neigen, einen Arzt konsultieren. Schließlich hat dieser profunde Kenntnisse zum Thema Immunsystem. Darüber hinaus ist der Arzt natürlich auch bei schwereren Symptomen, die über einen „banalen“ grippalen Infekt hinausgehen, der richtige Ansprechpartner. Dazu gehören etwa die Influenza, eine Angina, die Bronchitis oder eine Lungenentzündung.

 

Antibiotika sparen

Durch die Stärkung von Selbstregulation und Immunsystem wird der Körper bei den meisten Menschen so widerstandsfähig, dass ein Einsatz von Antibiotika nur noch in Ausnahmefällen – etwa bei extrem hohem Fieber, eitrigen Erkrankungen oder Gefahr einer Sepsis – erforderlich ist. Dies ist nicht nur für jeden Einzelnen, sondern auch global gesehen ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.


Quelle:

Statement »Stellenwert der Salutogenese und Verbündete im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen«. Dr. Gerhard Hubmann, Vizepräsident der GAMED – Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin. Pressegespräch »Gegen Antibiotikaresistenzen: Infektabwehr aus der Natur«, November 2018

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