Donnerstag, April 3, 2025

Niere und Hypertonie – Bluthochdruck und Niereninsuffizienz

Der starke Zusammenhang von Niere und Hypertonie wird vor allem bei einer durch Bluthochdruck begünstigten Niereninsuffizienz deutlich.

Hypertonie, Bluthochdruck, kann schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Schlaganfälle, Versagen von Herz und Nieren verursachen und zählt in den Industrieländern zu den Haupttodesursachen.

Besonders bei Personen mit Erkrankungen der Nieren ist der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck (Hypertonie) und der Nierenfunktion offensichtlich, da etwa 90 % der sekundären Bluthochdruckfälle auf Nierenerkrankungen zurückzuführen sind.

Fast 80 % der Patienten mit fortgeschrittenem Nierenversagen leiden unter hohem Blutdruck, der wiederum die Nierenfunktion weiter verschlechtern kann.

 

Niereninsuffizienz und Bluthochdruck

Die Nieren spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Bluthochdruck (Hypertonie), besonders wenn eine Niereninsuffizienz vorliegt. Bluthochdruck trägt zur Verschlechterung der Nierenfunktion bei und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Patienten mit Nierenversagen erheblich.

 

Wichtige Faktoren zu Niere und Hypertonie – Niereninsuffizienz und Bluthochdruck

Natrium und Volumenstatus

Eine zu hohe Natriumaufnahme kann zu Blutdruckerhöhungen führen, da sie das Blutvolumen und den Druck im Gefäßsystem erhöht. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist die Fähigkeit zur Natriumausscheidung beeinträchtigt, was den Blutdruck weiter erhöht.

Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS)

Dieses System spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Blutdrucks. Veränderungen im RAAS können bei Nierenerkrankungen zu erhöhtem Blutdruck und weiteren Schäden an den Nieren führen.

Aldosteron

Die von Angiotensin II stimulierte Freisetzung von Aldosteron fördert die Natrium- und Wasserretention, was den Blutdruck weiter erhöht und zur Schädigung der Blutgefäße beitragen kann.

Sympathisches Nervensystem (SNS)

Eine erhöhte Aktivität des SNS ist ein Kennzeichen von Nierenerkrankungen und trägt zur Entwicklung von Bluthochdruck bei.

 

Zusammenfassung

Die enge Verbindung zwischen Niere und Hypertonie – Bluthochdruck und Nierenfunktion – zeigt, dass eine Kontrolle des Blutdrucks für die Vorbeugung und Behandlung von Nierenerkrankungen entscheidend ist.

Eine effektive Blutdruckkontrolle kann nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren, sondern auch die Progression der Niereninsuffizienz verlangsamen.

Für Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz wird empfohlen, den Blutdruck auf Werte unter 130/80 mmHg, und in einigen Fällen sogar unter 125/75 mmHg, zu senken, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Organfunktion zu schützen.


Literatur:

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Mennuni S, Rubattu S, Pierelli G, Tocci G, Fofi C, Volpe M. Hypertension and kidneys: unraveling complex molecular mechanisms underlying hypertensive renal damage. J Hum Hypertens. 2014 Feb;28(2):74-9. doi: 10.1038/jhh.2013.55. Epub 2013 Jun 27. PMID: 23803592.

Shimosawa T, Mu S, Shibata S, Fujita T. The kidney and hypertension: pathogenesis of salt-sensitive hypertension. Curr Hypertens Rep. 2012 Oct;14(5):468-72. doi: 10.1007/s11906-012-0284-5. PMID: 22752520.


Quelle: Niere und Hypertonie. Dr. Gabriele Schratzberger. MEDMIX 3/2007.

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