Laktovegetabile Ernährung und andere alternative Maßnahmen gegen Krebs

Ausgewogene, kalorien- und fettarme aber ballaststoffreiche laktovegetabile Ernährung mit viel Antioxidantien gegen Krebs empfehlenswert.

Für viele Krebsarten gilt bis heute bereits als gesichert, dass der Lebensstil einen Einfluss auf die Tumorinitiation und -promotion hat. Eine ausgewogene Ernährung ist im Verlauf von Krebserkrankungen wichtig, um bei Patienten den guten Allgemeinzustand und die Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Eine gesunde Ernährung unterstützt aber nicht nur optimal die Standardtherapien und verbessert
damit auch die Chancen auf Heilung, sondern hilft auch bei der Vorbeugung gegen Krebs. Aus allen diesen Grüßnden sollte die Ernährungsoptimierung bei Krebspatienten und auch Patienten mit höherem Risiko auf Krebs zentraler Bestandteil in Vorbeugung und
Therapie sein. Eine nicht einseitige, gesunde Ernährung wie eine laktovegetabile ist jedenfalls bei allen Therapien von Krebs aber auch für die Vorbeugung sehr wichtig.

im Grunde genommen spielen jedenfalls die Nahrung, fern­östliche Therapien wie Akupressur/Akupunktur sowie Bewegung, Entspannungstechniken und psychologische beziehungsweise psychotherapeutische Methoden in der Vorbeugung und der Begleitung in der Behandlung onko­logischer Patienten eine ­wichtige Rolle.

 

Laktovegetabile Ernährung gegen Krebs

Im Grunde genommen empfiehlt die Wissenschaft eine laktovegetabile Ernährung gegen Krebs. Diese Kostform belastet den Stoffwechsel nicht und ist reich an Antioxidantien. Dabei sollte man tierisches Fett, Zucker und Salz möglichst vermeiden. Diese laktovegetabile Ernährung soll ausgewogen, relativ kalorien- und fettarm aber ballaststoffreich sein.

Zudem sollte man Reiz- und Genussgifte, wie beispielsweise Alkohol, vermeiden. Es gilt als wissenschaftlich gesichert, dass Hungerdiäten oder stark einseitige Ernährung prinzipiell ihr Ziel nicht erreichen und auch für die Patientinnen als schädlich und gefährlich abzulehnen sind.

 

Fettsäuren gegen Krebs

Omega-3-Fettsäuren werden beim Krebsgeschehen als Immunstimulanz eine schützende Funktion zugeschrieben. Sie sind jedoch in pflanzlichen Produkten (Öle) nur in geringer Menge enthalten. Hohe Konzentrationen finden sich in Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering, Lachs, Kabeljau. Bei Krebserkrankungen gilt, dass generell auf zuviel Fett in der Nahrung verzichtet werden sollte.

 

Fernöstliche Therapien

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) geht mit unseren Diagnose- und Behandlungskonzepten nicht konform. Krebs und andere Krankheiten werden als Störungen der Körperenergie (vereinfacht ausgedrückt) betrachtet, und mit Kombinationen aus Kräuter-Mineralien- und Pflanzenextrakten behandelt. In China werden über 3000 verschiedene Kräuterarten, 300 Mineral- und Tierextrakte und über 400 Präparate verwendet. Die Präparate werden in Form von Tee, Pulver, Pillen, Tinkturen oder Sirup nach individueller Diagnosestellung (Puls-, Zungendiagnostik, u.a) verabreicht.

Bei Krebspatienten können sie als Begleittherapie bei Chemo- und Strahlentherapie, zur Verhinderung der Übelkeit oder Erbrechen und zur Stärkung des Wohlbefindens eingesetzt werden.

Akupressur / Akupunktur Akupressur (Druckpunktmassage) und Akupunktur (Reizung der Energiepunkte an der Körperoberfläche durch Nadelung) entwickelten sich aus der chinesischen Heilmassage und der chinesischen Energielehre. Grundlage der chinesischen Heilkunde ist das freie und ungehinderte Fließen der Lebensenergie (Chi), diese fließt in Energiebahnen (Meridiane). Die Behandlung sollte nur in eingerichteten TCM-Zentren oder bei speziell ausgebildeten Ärzten erfolgen.

 

Bewegung

Der positive Einfluss von regelmäß­iger Bewegung und moderatem Sport zur Prävention und Begleittherapie von Krebserkrankungen ist wissenschaftlich belegt. 3 x wöchentlich 40 Minuten körperliche Betätigung auch während der Zeit der ­Chemotherapie werden von den Patientinnen gut vertragen und erhöhen die Lebensqualität ­signifikant.

 

Entspannungstechniken, psychologische Begleitung

Krebs als Diagnose hat für den Betroffenen nicht nur körperliche Symptome sondern auch psychische wie Angst, Depression und Einsamkeitsgefühle zur Folge. Heilerfolge hängen durchaus auch mit der positiven Einstellung des Patienten (Zuversicht, generelles Wohlbefinden, Hoffnung) zusammen. Entspannungstechniken (wie Yoga, Qi Gong, autogenes Training, Meditation, …) werden insbesondere zur Angstreduktion eingesetzt.

Psychoonkologie beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von Krebserkrankung und Psyche und auch mit psychosozialen Belastungen die Angehörige, Freunde des Krebskranken zu bewältigen haben. Das Ziel ist die Aktivierung zur Selbsthilfe und Bewältigung der Krisensituation – als Begleitung bei Krebserkrankungen sehr sinnvoll.


Literatur:

Bail J, Meneses K, Demark-Wahnefried W. Nutritional Status and Diet in Cancer Prevention. Semin Oncol Nurs. 2016 Aug;32(3):206-14. doi: 10.1016/j.soncn.2016.05.004. Epub 2016 Jul 29. PMID: 27539277.


Quelle: Gesunder Lebensstil und Naturheilkunde gegen Krebs. MEDMIX 06/2007.

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