Biologika bei Psoriasis effektiver gegen psychische Leiden und Depression

Die Anwendung von Biologika bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis ist effektiver gegen gleichzeitig auftrretende psychische Leiden und Depressionen.

Biologika, die bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis zum Einsatz kommen, beeinflussen auch den Verlauf von psychischen Leiden und Depression besser als orale Therapien. Das zeigte eine aktuelle Studie. Die Wirkung der Biologika könnte daher durch auch einen positiven Einfluss auf die psychische Belastung von Patienten mit Psoriasis haben.



 

Biologika bei Psoriasis als Spritze oder Infusion

Schon früher zeigte sich, dass Biologika positiv auf Depression und psychische Erkrankungen wirken können, die gleichzeitig mit der Psoriasis auftreten. Eine Studie aus den USA verglich jetzt die Wirkung der Biologika mit einer oralen Therapie auf Depression und psychischen Leiden.

Biologika sind gentechnisch hergestellte Wirkstoffe zu denen Adalimumab, Infliximab, Etanercept, Ustekinumab, Guselkumab, Secukinumab, Ixekizumab und Brodalumab gehören. Diese werden als Spritze oder als Tropf verabreicht. Sie richten sich im Körper gegen entzündungsfördernde Signalstoffe und sollen so die Entzündungen unterdrücken. Mehrere Studien zeigten beispielsweise den positiven Effekt von Ustekinumab, Adalimumab sowie Guselkumab.

Im Gegensatz dazu gibt es auch orale Wirkstoffe, die als Tablette eingenommen werden, wie zum Beispiel Apremilast. Auch diese Wirkstoffe sollen Entzündungen unterdrücken, folgen aber einem anderen Wirkmechanismus.

 

Psoriasis und Depressionen oder psychischen Leiden

Im Grunde genommen leiden viele Patienten mit Psoriasis auch an Depressionen oder psychischen Leiden. Die US-Forscher untersuchten jetzt die Daten von über 2 Millionen Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Psoriasis. Diese erhielten als Behandlung entweder Biologika oder oralen Wirkstoffe.

Die psychischen Belastungen wurden mit zwei Fragebögen bestimmt. Der PHQ-2 (Patient Health Questionnaire 2) wird genutzt um eine Depression zu erkennen. Dafür werden zwei Fragen zu Interessensverlust und Gefühlen der Niedergeschlagenheit gestellt.

Es zeigte sich, dass Patienten, die Biologika einnahmen, eine geringere Belastung durch psychische Beschwerden erlebten. Dementsprechend hatten die Biologika-Patienten daher auch eine geringere Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Depression.




Literatur:

Salame N, Ehsani-Chimeh N, Armstrong AW. Comparison of Mental Health Outcomes Among Adults with Psoriasis on Biologic versus Oral Therapies. A Population-Based Study. J Dermatolog Treat. May 2018:1-22. doi:10.1080/09546634.2018.1476654


Quelle: DeutschesGesundheitsPortal.de

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