Sonntag, April 21, 2024

Wirkung von Hibiskustee mit seiner großen Menge Vitamin C unterschätzt

Die medizinische Wirkung von Hibiskustee wird oft unterschätzt, denn Hibiskus ist reich an Vitamin C, hilft gegen Erkältung, Bluthochdruck, Cholesterin und vieles mehr.

In Japan wird der Hibiskus „sanfte Blüte“ genannt, in China symbolisieren die Hibiskusblüten Ruhm, Reichtum und Pracht. In Hawaii ist sie die offizielle Staatsblume, die man bei wichtigen Empfängen mit Staatsgästen bei der Begrüßung überreicht. Mehrere hundert Arten des Hibiskus wachsen in tropischen und subtropischen Gebieten auf der ganzen Erde. Dabei schätzt man vor allem in Asien die medizinische Wirkung von Hibiskus und seine bevorzugte Anwendung als Hibiskustee.


Chinesische Heilkräuter: Baizhu und Cangzhu und ihre Wirkung

Chine­sische Heilkräuter und ihre zahlreichen Wirkungen werden auch bei uns immer beliebter. © marilyn barbone / shutterstock.com
Chine­sische Heilkräuter und ihre zahlreichen Wirkungen werden auch bei uns immer beliebter. © marilyn barbone / shutterstock.com

Auch in Europa sind Chine­sische Heilkräuter und ihre Wirkung in den letzten Jahren immer stärker in den Blickpunkt gerückt, Baizhu und Cangzhu sind zwei interessante Vertreter. Mehr dazu siehe https://medmix.at/chine%c2%adsischen-heilkraeuter/


 

Hibiskus: Chinarose oder Chinesischer Roseneibisch

Der Hibiskus stammt ursprünglich aus Asien. Dann gelangte er über die Seidenstraße von den Gärten Chinas in den Vorderen Orient. Schließlich von dort in türkische sowie arabische Gärten. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts fand der Hibiskus den Weg nach Mittel- und Westeuropa. Daher trägt er auch im Volksmund die Beinamen Chinarose oder Chinesischer Roseneibisch.

Diese Namen haben durchaus Berechtigung, da die Hibiskusblüten mit den Rosen locker mithalten können. Je nach Sorte gibt es einfache oder gefüllte Blüten, ein- oder mehrfarbig. Botanisch gesehen zählt die Hibiskuspflanze zu den Malvengewächsen (Malvaceae). Die Blüte- und Sammelzeit ist im August und im September. Im Grunde genommen verwendet man die Kelche der Hibiskusblüten.

 

Hibiskustee verwenden

Die Hibiskusblüten werden als Hibiskustee eingesetzt. Hauptsächlich werden hier die zur Fruchtzeit geernteten, getrockneten Kelche und Außenkelche von Hibiscus sabdariffa verwendet. Die enthaltenen Säuren wie beispielsweise Zitronensäure, Apfelsäure, Weinsäure sowie Hibiskussäure (Allohydroxyzitronensäurelacton) ergeben den säuerlichen Geschmack.

Die enthaltenen Anthocyane wie beispielsweise Delphinidin und Cyanidin färben den Teeaufguss dunkelrot. Der Tee ist ein beliebtes Getränk sowohl in Ägypten und im Sudan als auch in Mexiko. Der tiefrote Hibiskustee wird heiß oder kalt getrunken. In der vegetarischen Küche Südasiens kommen die Hibiskusblüten in Currygerichten vor.

Allgemein schreibt man die therapeutischen Eigenschaften den bioaktiven Verbindungen der Pflanze zu. Hauptsächlich Phenolsäuren, Flavonoide, Anthocyane sowie organische Säuren (Zitronensäure, Hydroxycitric, Hibiskus, Weinsäure, Äpfelsäure und Ascorbinsäure).


Polyphenole: sekundäre Pflanzenstoffe halten jung, schlank und gesund

Äpfel enthalten viele Polyphenole, wobei der Naturanbau die sekundären Pflanzenstoffe in ihrer Qualität begünstigt. © Sergii Kuchugurnyi / shutterstock.com
Äpfel enthalten viele Polyphenole, wobei der Naturanbau die sekundären Pflanzenstoffe in ihrer Qualität begünstigt. © Sergii Kuchugurnyi / shutterstock.com

Für Zellen und Immunsystem: Polyphenole wie Flavonoide sind sekundären Pflanzenstoffe, die uns dabei unterstützen, gesund, jung und schlank zu bleiben. Mehr dazu siehe https://medmix.at/polyphenole-bioaktive-substanzen/


 

Gesundheitliche Wirkung von Hibiskustee

Jedenfalls haben sich Wissenschaftler weltweit mit Hibiskus als Heilkraut beschäftigt. Dabei sind die Ergebnisse bezüglich medizinische Wirkung von Hibiskus beziehungsweise Hibiskustee doch erstaunlich. Denn die Pflanze hat die Fähigkeit, den Blutdruck zu regulieren.

Dementsprechend können drei Tassen Hibiskustee pro Tag den Blutdruck auf natürliche Weise um 7,2 mmHg senken. Weiter fungiert Hibiskus als natürlicher Cholesterin-Senker, dies ist auf die vorhandenen Antioxidantien zurückzuführen.

Außerdem ist Hibiskus eine Vitamin C Bombe, dessen Wirkung für ein funktionierendes Immunsystem wichtig ist. Die Pflanze unterstützt den Körper auch gegen Bakterien und hilft dabei, Entzündungen zu hemmen.

Im Grunde genommen empfiehlt die Volksmedizin Hibiskus als Heilkraut bei Erkältungen, Kreislaufbeschwerden, Ekzemen sowie zur Appetitanregung.

Hibiskus kann aber auch den Östrogenlevel steigern und dadurch den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Deswegen sollten Frauen Hibiskustee mit Bedacht trinken und in der Schwangerschaft gar nicht anwenden.

Unter dem Strich vermutet man mögliche medizinische Anwendungen von Hibiskus wegen seiner vielfältigen Wirkung. Und zwar bestehen harntreibende, choleretische, analgetische, antitussiven, immunmodulatorischen sowie antimikrobielle Effekte. Weiter soll Hibiskustee auch gute blutdrucksenkende, antioxidative sowie krebsbekämpfende Wirkung sein. Sowie gut für die Leber (hepatoprotektive) sein.


Hustenzucker als bewährtes altes Hausmittel gegen Husten aus den Alpen

Verschiedene Heilpflanzen lassen sich sehr gut mit Zucker vermischen und einsetzen. Als Hausmittel gegen Husten ist der Hustenzucker seit vielen Jahre im Einsatz. © Malivan Iuliia / shutterstock.com
Verschiedene Heilpflanzen lassen sich sehr gut mit Zucker vermischen und einsetzen. Als Hausmittel gegen Husten ist der Hustenzucker seit vielen Jahre im Einsatz. © Malivan Iuliia / shutterstock.com

Selbst gemachter Hustenzucker ist ein bewährtes altes Hausmittel gegen Husten aus der Alpenregion – mit vielen Heilkräutern und völlig naturbelassen. Mehr dazu siehe https://medmix.at/hustenzucker-als-hausmittel-gegen-husten/


Literatur:

Nogueira Silva Lima MT, Boulanger E, Tessier FJ, Takahashi JA. Hibiscus, Rooibos, and Yerba Mate for Healthy Aging. A Review on the Attenuation of In Vitro and In Vivo Markers Related to Oxidative Stress, Glycoxidation, and Neurodegeneration. Foods. 2022 Jun 7;11(12):1676. doi: 10.3390/foods11121676. PMID: 35741873; PMCID: PMC9222775.

Cortes-López H, Castro-Rosas J, García-Contreras R, Rodríguez-Zavala JS, González-Pedrajo B, Díaz-Guerrero M, Hernández-Morales J, Muñoz-Cazares N, Soto-Hernández M, Ruíz-Posadas LDM, Castillo-Juárez I. Antivirulence Activity of a Dietary Phytochemical: Hibiscus Acid Isolated from Hibiscus sabdariffa L. Reduces the Virulence of Pseudomonas aeruginosa in a Mouse Infection Model. J Med Food. 2021 Mar 22. doi: 10.1089/jmf.2020.0135. Epub ahead of print. PMID: 33751918.

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Barajas-Ramírez JA, Gutiérrez-Salomón AL, Sáyago-Ayerdi SG. Concentration of roselle (Hibiscus sabdariffa L) and sucrose in beverages. Effects on physicochemical characteristics and acceptance. Food Sci Technol Int. 2020 Nov 25:1082013220973796. doi: 10.1177/1082013220973796. Epub ahead of print. PMID: 33236642.

Riaz G, Chopra R. A review on phytochemistry and therapeutic uses of Hibiscus sabdariffa L. Biomed Pharmacother. 2018 Jun;102:575-586. doi: 10.1016/j.biopha.2018.03.023. Epub 2018 Apr 5.

Izquierdo-Vega JA, Arteaga-Badillo DA, Sánchez-Gutiérrez M, et al. Organic Acids from Roselle (Hibiscus sabdariffa L.)-A Brief Review of Its Pharmacological Effects. Biomedicines. 2020;8(5):E100. Published 2020 Apr 28. doi:10.3390/biomedicines8050100

S. HIRSCH, F. GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya- Verlag

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