Mittwoch, Juli 3, 2024

Tipps bei Lebensmittelunverträglichkeiten

Eine Lebensmittelunverträglichkeit entsteht in den meisten Fällen, weil der Körper nicht in der Lage ist, die Bestandteile der Nahrung zu verstoffwechseln. Bei Menschen, die an einer Unverträglichkeit leiden, fehlt es an wichtigen Enzymen, die unter anderem Nährstoffe in ihre Bestandteile auflösen, die dann verdaut werden. Ein stressiger Lebensstil in der modernen Gesellschaft, schlechte Ernährungsgewohnheiten und andere Faktoren können die Entstehung einer Lebensmittelunverträglichkeit begünstigen. Im Folgenden beleuchten wir das Thema „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ von allen Seiten und geben wichtige Tipps für den Umgang mit diesen Lebensmittelunverträglichkeiten.

 

Tipps bei Laktose- / Milchzuckerintoleranz

Eine Laktoseintoleranz tritt dann auf, wenn der Körper nicht in der Lage ist, Milchzucker (Laktose) zu verdauen. Wie es bereits am Namen erkennbar ist, ist Milchzucker ein wichtiger Bestandteil aller Milchprodukte, wie zum Beispiel Joghurt, Käse, Milch und Frischkäse. Darüber hinaus kommt Laktose auch oft in Fertigprodukten und in Proteinsupplementen zum Einsatz. Als Faustregel gilt, je flüssiger ein Milchprodukt ist, umso mehr Milchzucker ist enthalten.

So handelt es sich Beispielsweise bei Milch um eine wahre Laktosebombe, während in Hartkäse Laktose nur minimal enthalten ist. Personen, bei denen eine Laktoseunverträglichkeit festgestellt wurde, sollten den Konsum von Milchprodukten stark einschränken und auf milchzuckerfreie Produkte umsteigen. Des Weiteren ist die Symptomatik in vielen Fällen von der Dosis abhängig. Beispielsweise kann es sein, dass manche Menschen Milch im Kaffee vertragen. Es ist auch oft hilfreich nach der Diagnosestellung ganz auf milchzuckerhaltige Produkte zu verzichten und diese dann zu einem späteren Zeitpunkt nach und nach wieder in den Speiseplan einzubinden. In Apotheken ist außerdem das Enzym Laktase erhältlich, das die Symptome einer Milchzuckerintoleranz lindern kann.

 

Tipps bei Fruktose- / Fruchtzuckerintoleranz

Bei der Fruchtzuckerintoleranz wird im Gegensatz zur Laktoseintoleranz Fruchtzucker nicht vertragen. Es kommt zu Verdauungsbeschwerden, die sich ähnlich wie bei der Milchzuckerintoleranz äußern. Folgende Lebensmittel enthalten Fruchtzucker:

  • Süßigkeiten
  • Fruchtsäfte
  • Früchte, wie Weintrauben, Äpfel und Kirschen
  • Honig

Auch einige Gemüsesorten, wie zum Beispiel Kohl oder Lauch, werden schlecht vertragen. Personen, bei denen eine Fruchtzuckerintoleranz festgestellt wurde sollten auf fruktosehaltige Nahrungsmittel eine Zeit lang völlig verzichten. Danach können sie nach und nach in kleineren Mengen wieder in den Ernährungsplan eingebunden werden. So können betroffene Personen erkennen, welche Nahrungsmittel die Beschwerden auslösen und welche ohne Probleme verzehrt werden können.

 

Tipps bei Histaminintoleranz

Bei Histamin handelt es sich um ein biogenes Amin, das in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist. Der Verzehr von Histamin ist normalerweise unbedenklich. Bei einer Histaminunverträglichkeit kann das Histamin im Körper jedoch nicht abgebaut werden, sodass es sich im Blut ansammelt. Der erhöhte Histaminspiegel kann zu unterschiedlichen allergischen Reaktionen führen, wie beispielsweise Atembeschwerden, Schnupfen, Magen-Darm-Beschwerden und Hautrötungen. Zu den Lebensmitteln, die reich an Histamin sind, gehören:

  • Alkohol
  • Sauerkraut
  • Dosenfisch
  • Rohwurst
  • Käsesorten, die lang gereift sind

Personen, bei denen eine Histaminintoleranz diagnostiziert wurde, sollten den Verzehr von histaminreichen Nahrungsmitteln und Speisen stark einschränken. Kleine Mengen an Histamin bereiten in vielen Fällen keine Probleme, das muss jedoch jeder für sich selbst ausprobieren. Zudem ist es auch oft so, dass es auf den aktuellen Gesundheitszustand ankommt, wie gut histaminreiche Nahrungsmittel vom Körper vertragen werden.

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