Hüftfraktur-Operation bringt meist wieder volle Mobilität

In der Regel können betroffene Patienten nach einer Hüftfraktur-Operation wieder selbständig gehen. Dabei gilt das Alter als wichtigster Faktor für den Therapieerfolg.

Die meisten betroffenen Patienten können nach einer chirurgischen Behandlung einer Hüftfraktur innerhalb eines Jahres nach der Operation wieder unabhängig den Alltag bestreiten. Selbst jene Hüftfraktur-Patienten, die älter als 80 Jahre sind, können in der Regel wieder ein selbständiges Leben führen. Obwohl sie eigentlich eher dazu neigen, nach so einem Vorfall, Probleme damit zu haben, wieder selbständig Gehen zu können.

Dabei hilft laut den Experten die Identifizierung von Faktoren, die mit einem selbstständigen Alltagsleben und der notwendigen Mobilität nach einer Hüftfraktur zusammenhängen. Denn diese können dem Chirurgen dabei helfen, Risikopatienten besser im Vorfeld zu erkenn und die Behandlung dementsprechend zu optimieren.

 

Welche Faktoren den Erfolg einer Hüftfraktur-Operation vorhersagen können

Die Hüftfraktur-Studie – aktuell publiziert im Journal of Orthopaedic Trauma – umfasste über 600 Patienten im Alter von 50 Jahren oder älter. Die betroffenen Patienten erhielten eine Hüftfraktur-Operation nach einer dementsprechenden Verletzung.

Die Analyse zu Mobilität und Alltagsfähigkeit schloss Patienten aus der kürzlich abgeschlossenen randomisierten kontrollierten Studie FAITH ein. In der FAITH-Studie setzten die Operateure zwei Arten von Knochenschrauben ein: sogenannte Spongiosa-Schrauben sowie eine verschiebbare Hüftschraube. Die Studie verglich 1.079 Patienten aus den USA, Kanada, Australien, den Niederlanden, Norwegen, Deutschland, dem Vereinigten Königreich sowie Indien.

Die neue Analyse umfasste allerdings nur Patienten, die eigenständig lebten, bevor sie sich die Hüfte brachen. Ziel der Untersuchung war es, die Veränderung der Lebensumstände der Patienten und die Verwendung von Gehhilfen über ein Jahr nach der Hüftfraktur festzustellen. Weiters wollten die Forscher Faktoren identifizieren, die eine größere Chance auf ein selbständiges Alltagsleben und unabhängige Mobilität vorhersagen.

 

Starke Prädiktoren

Ein Lebensalter von 50 bis 80 Jahren war ein starker Prädiktor für die Rückkehr mit einem unabhängigen Alltag und vollständiger Mobilität. Außerdem konnten Patienten mit guter Fitness und Nichtraucher eher innerhalb eines Jahres eine voller Gehfähigkeit wiedererlangen.

Patienten, die vor der Hüftfraktur keine Gehhilfe benutzten, hatten ebenfalls eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein unabhängiges Leben bei vollständiger Mobilität. Wichtige positive Faktoren waren weiters ein unabhängiges Leben vor der Operation, eine nicht verschobene Fraktur sowie keine Revisionen.


Literatur:

Regaining independence after hip fracture – age is the most important predictor. Journal of Orthopaedic Trauma. https://journals.lww.com/jorthotrauma/pages/default.aspx

Latest Articles

Folgt uns auf Facebook!

Fokus Kinder

- Advertisement -

Related Articles

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten und führen zu begrenzten, sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen. Unter dem Strich umfassen Autismus-Spektrum-Störungen eine Gruppe von neuronalen Entwicklungsstörungen mit Beeinträchtigungen...

Warum manche Kinder seltener eine Neurodermitis bekommen

Forscher konnten in aktuellen Studien eindrucksvoll nachweisen, dass Kinder seltener Neurodermitis bekommen, wenn im häuslichen Umfeld auch Haustiere wie Katzen leben. Unter dem Strich bekommen...

Depressionen bei Kindern und im Jugendalter erkennen

Traurigkeit ist häufig ein Anzeichen für Depressionen bei Kindern: Bis zu 2,5 Prozent der Kinder und bis zu 8,3 Prozent im Jugendalter leiden daran,...