Grüner Star bei Neugeborenen – bei bestimmten Hinweisen zum Augenarzt

Grüner Star bei Neugeborenen kann unbehandelt Sehstörungen und Erblindung verursachen. Deswegen sollten die Eltern bei Anzeichen sofort zum Augenarzt.

Unter dem Strich kann angeborener Grüner Star bei Neugeborenen unbehandelt schnell zu Sehstörungen und Erblindung führen. Deswegen sollten bei bestimmten Anzeichen schnellstmöglich einen Augenarzt aufsuchen. Dazu zählen ungewöhnlich große Augen des Neugeborenen, ein blau-grünlicher Schimmern der Iris, Lichtscheu sowie häufiges Augenreiben. In acht von zehn Fällen kann eine frühe Operation die Erkrankung stoppen.

Ursache eines kindlichen Glaukoms, wie der Grüne Star auch genannt wird, ist eine embryonale Fehlentwicklung der Abflusskanäle des Augeninnenwassers. Durch die Fehlentwicklung kann kann das Augeninnenwasser nicht mehr richtig abfließen. Das führt dann zu einem chronisch erhöhten Augeninnendruck.

 

Grüner Star bei Neugeborenen: Kindliche Glaukome erkennen

Grüner Star bei Neugeborenen tritt selten auf. Man schätzt, dass eins von 10.000 Babies mit einem angeborenen Glaukom geboren wird. Eine schnelle und sichere Diagnose ist entscheidend. Damit kann man einen Schaden der Netzhaut-Sehnervenfasern abwenden. Denn der könnte zur Blindheit führen.

Jedenfalls sollten Eltern bei ersten Anzeichen einen Augenarzt konsultieren. Ein wichtiger Hinweis sind oft die außergewöhnlich großen Augen, die aufgrund der Hornhautschwellung und zu hohem Augeninnendruck grau und trüb erscheinen. Wobei nicht beide Augen betroffen sein müssen. Schließlich sind die betroffenen Kinder sehr lichtscheu und reiben sich ständig die Augen.

Grunde genommen muss der Augenarzt bei den betroffenen Säuglingen und Kleinkindern eine Kurznarkose machen. Nur so kann er die exakte Diagnose Glaukom zuverlässig erstellen. Dann erfolgt die Augeninnendruckmessung und auch die Messung des Hornhautdurchmessers. Weiter ermittelt man die Achsenlänge und macht eine Ultraschalluntersuchung des Augapfels. Wichtig ist auch die Beurteilung des Sehnervenkopfs sowie das Auffinden spezieller Risse in der inneren Hornhautschicht.

 

Behandlung

Im Gegensatz zu erwachsenen Glaukom-Patienten kann man bei Kindern den Einsatz von Medikamenten zur Drucksenkung immer nur zur Überbrückung bis zum OP-Termin machen. Mit der Operation soll der Abfluss des Augeninnenwassers verbessert werden. Spezialisten setzen hierzu verschiedene Techniken der Trabekulotomie ein, mit einer Erfolgsquote bei 80 Prozent. Im Grunde genommen kann man die Operation nötigenfalls auch wiederholen.


Quelle: Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)

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