Freitag, April 19, 2024

Infektionen, Hustenreiz & Co: Die altbekannte Heilwirkung von Honig nutzen

Honig schmeckt und bietet eine Heilwirkung gegen viele Beschwerden, seine Heilkraft hilft bei Hustenreiz, schlechtem Schlaf oder Infektionen.

Seit Jahrtausenden wird die Heilwirkung von Honig in den traditionellen Volks-Heilkunden gegen verschiedene gesundheitliche Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Heute wissen zwar viele, dass das süße Lebensmittel Honig in einem Glas warmer Milch gut schmeckt und gegen Halsschmerzen wirkt. Warum man eine Heilkraft von Honig beispielsweise bei Infektionen und Hustenreiz erwarten darf, ist aber nach wie vor weitgehend unerforscht.

 

Vielfältige Heilwirkung  der verschiedenen Produkte von Honig

Die Bienenprodukte – vom Honig bis zu den Blütenpollen, Propolis und Gelee Royale – haben Einfluss auf das Immunsys­tem, verbessern das Blutbild, helfen bei Wechselbeschwerden, gegen Migräne oder gegen Stress. Hochgelobt ist beispielsweise Manuka-Honig, der von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte (Manuka) erzeugt wird. Dieser besonders hochwertige Honig kommt wegen seiner antibakteriellen Heilwirkung traditionell als Naturheilmittel zum Einsatz.

Unter dem Strich ist der Honig mit seinen an die 180 Wirkstoffen eben nicht nur Lebensmittel, sondern seine Heilwirkung macht in auch zum Naturheilmittel der Volksmedizin in vielen Ländern der Erde. Die Wirkung der Bienenprodukte sind eigentlich seit jeher bekannt, doch wissenschaftlich erforscht wurden sie erst in den letzten Jahrzehnten.

Im Grunde genommen kann mit Honig Krankheiten nicht nur behandeln, sondern diesen auch vorbeugen. Die positiven Eigenschaften der Bienenprodukte machten sich verschiedene Imkereien zunutze und bieten auch Honig in Kapselform an.


Erkältungsmittel im Test: welche Hausmittel helfen, welche eher nichts nützen

Ein altes bewährtes Erkältungsmittel ist das Inhalieren von Salzwasser. © Piotr Marcinski / shutterstock.com
Ein altes bewährtes Erkältungsmittel ist das Inhalieren von Salzwasser. © Piotr Marcinski / shutterstock.com

Bevor man seine beliebten Erkältungsmittel einsetzt und anderen empfiehlt, sollte man schon wissen, was Hausmittel wie Honig, Zwiebel, Vitamin C etc. wirklich bringen. Mehr dazu unter https://medmix.at/erkaeltungsmittel/


Propolis

Die Propolis (oder Bienenkittharz, Kittwachs ,Stopfwachs, Bienenharz, Bienenleim, Kittharz) ist eine von den Bienen produzierte harzartige Masse. Wobei man ihr antibiotische, antivirale sowie antimykotische Wirkungen zuspricht. Propolis wird von den Bienen wegen seiner harzigen, klebrigen Konsistenz zum Stopfen von Löchern und Spalten im Bienenstock verwendet.

Kittharz wirkt dabei wie eine Desinfektionsschleuse. Wenn zum Beispiel ein unerwünschter Eindringling wie eine Maus oder eine Ringelnatter in den Bienenstock kommt, wird er, nachdem er totgestochen ist, mit einer Schicht Propolis als Schutz vor Keimen, Mikroben, Bakterien und Pilzen überzogen. Raustragen können die Bienen den Störenfried ja nicht.

Das Harz wird in apitherapeutischen Kliniken vor allem gegen Viren, Strahlenkrankheit und selbst bei der Behandlung von Krebs eingesetzt.

 

Heilkraft in der Nahrung: Honig schmeckt und zeigt gute Heilwirkung

Das Zusammenwirken der in Bienenprodukten enthaltenen Vitaminen, Spurenelemente und Mineralstoffe ­soll eine antibiotische und leistungssteigernde Wirkung in jedem Alter bieten. Die Abwehrkräfte werden aktiviert, besonders wichtig in Zeiten von Covid 19 und Grippe. Weiter bei Wechselbeschwerden sowie bei extremen Belastungen.

Die Anwendung von Honig mit Tee oder heißem Zitronenwasser lindert in der Tat den Husten bei Kindern und die Halsschmerzen bei Erwachsenen. Im Zuge einer Studie an der bekannten US-Klinik Mayo Clinic wurde Kindern ab 2 Jahren, die an Infektionen der Atemwege litten, vor dem Schlafengehen bis zu 2 Teelöffel – das sind 10 Milliliter Honig gegeben. Dadurch konnte der Hustenreiz während der Nacht reduziert und der Schlaf erleichtert werden.

Wegen der Gefahr von Säuglingsbotulismus sollten Eltern ihren Kindern, die jünger als ein Jahr sind, niemals Honig geben. Übrigens ist Säuglingsbotulismus zwar eine seltene, aber auch sehr schwere Form einer Vergiftung durch Lebensmittel.


Rosenhonig als ergänzende Migräneprophylaxe

Rosenhonig – altbewährt bei Migräne. © biDaala_studio / shutterstock.com
Rosenhonig – altbewährt bei Migräne. © biDaala_studio / shutterstock.com

Die Rosenhonig-Zubereitung Gol-e-ghand aus der traditionellen persischen Medizin reduziert als ergänzende Migräneprophylaxe die Häufigkeit von Migräneattacken. Mehr dazu unter https://medmix.at/rosenhonig-ergaenzende-migraeneprophylaxe/


Literatur:

Mandal MD, Mandal S. Honey: its medicinal property and antibacterial activity. Asian Pac J Trop Biomed. 2011 Apr;1(2):154-60. doi: 10.1016/S2221-1691(11)60016-6. PMID: 23569748; PMCID: PMC3609166.

Eteraf-Oskouei T, Najafi M. Traditional and modern uses of natural honey in human diseases: a review. Iran J Basic Med Sci. 2013 Jun;16(6):731-42. PMID: 23997898; PMCID: PMC3758027.

Carter DA, Blair SE, Cokcetin NN, Bouzo D, Brooks P, Schothauer R, Harry EJ. Therapeutic Manuka Honey: No Longer So Alternative. Front Microbiol. 2016 Apr 20;7:569. doi: 10.3389/fmicb.2016.00569. PMID: 27148246; PMCID: PMC4837971.

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