Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten: Gefahr Übergewicht

Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten sind vor allem Übergewicht, schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen, Alkohol sowie Drogen.

Nichtübertragbare Krankheiten werden vor allem durch krankmachenden Lebensstil verursacht. Für einen solchen können ungesunde Ernährung, zu wenig körperliche Bewegung, Rauchen und zu viel Alkohol und Übergewicht als wichtigste Risikofaktoren verantwortlich sein. Zu den nichtübertragbaren Krankheiten zählen die chronischen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Herzinfarkt und Schlaganfall, Krebs, Diabetes und chronische Lungenerkrankungen.

Nichtübertragbare Krankheiten sind verantwortlich für 60 % der Todesfälle weltweit und stellen die Gesundheitssysteme aller Länder weltweit vor große Herausforderungen. Andererseits wären die nichtübertragbaren Krankheiten größtenteils durch empfehlenswerte Lifestyle-Mdifikationen nachhaltig und kosteneffektiv vermeidbar.

 

Übergewicht in Europa

Rund die Hälfte der europäischen Bevölkerung ist bereits übergewichtig oder adipös. Teilweise zeigen Nationale Daten, dass als Folge des ungesunden Lebensstils zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen an Übergewicht – Trendwende nicht in Sicht.

Da Übergewicht ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung nichtübertragbarer Erkrankungen ist, werden die zitierten Lebensstilkrankheiten weiter zunehmen werden. Diese Entwicklung wird durch die deutlichen Zunahmen des Diabetes Typ 2 unterstrichen.

Übergewicht ist also nicht das Schicksal einer Minderheit, sondern stellt auch ein gesellschaftliches Problem dar, das eine Lösung auf politischer Ebene braucht. Doch vorbeugende Maßnahmen sind nicht zum Nulltarif zu bekommen. Faktum ist aber, dass dadurch die nichtübertragbaren Krankheiten zum Großteil vermeidbar und zu verzögern sind.

Experten fordern unter anderem ein Werbeverbot für an Kinder gerichtete Werbung, die dickmachende Lebensmittel mit zu hohen Fett- und Zuckergehalten den Konsumenten schmackhaft machen will. Weiter wird ein Verbot des Verkaufs von zuckergesüßten Erfrischungsgetränken und die Förderung des Trinkwasserkonsums an Schulen gefordert. Wünschenswert wären auch verständliche Nährwertkennzeichnung für verpackte Lebensmittel und eine Ausweisung der Nährwerte direkt am Verkaufspunkt in der Theke oder am Verkaufstresen für Fast Food, Snacks und Getränke in der Kettengastronomie.


Quellen:

Europäischer Tag zur Bekämpfung der Adipositas:
http://www.obesityday.eu/de/home-de

(Internationale Allianz für nichtübertragbare Erkrankungen (NCD Alliance) http://www.ncdalliance.org

Weltgesundheitsorganisation (WHO): Weltgesundheitsbericht zu nichtübertragbaren Krankheiten

Deutsche Adipositas-Gesellschaft

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