Freitag, Januar 16, 2026

Innovative Diagnose bei Schleudertrauma durch Upright-MRT

Häufig sind Schleudertrauma-Beschwerden wegen der ungenauen Diagnose schwer zu therapieren, das Upright-MRT im offenen Kernspintomographen soll das verbessern.

Die Diagnose von Verletzungen, die durch ein Schleudertrauma verursacht werden, ist oft komplex, da Symptome wie Nackensteifheit, Schwierigkeiten beim Drehen des Kopfes, migräneähnliche Kopfschmerzen und Schwindelgefühle klinisch schwer nachweisbar sind. Diese Beschwerden können langanhaltend sein und lassen sich aufgrund der unpräzisen Diagnose oft nur schwierig behandeln. Eine vielversprechende Lösung bei Schleudertrauma bietet das Upright-MRT, ein offener Kernspintomograph. Dies ermöglicht es, Schäden in der Kopfgelenksregion und an den Weichteilen der Halswirbelsäule unter natürlicher Belastung detailgenau darzustellen. Diese Technik unterstützt Spezialisten dabei, Instabilitäten zu identifizieren und eine gezielte Therapie zu empfehlen.

Schleudertrauma, häufig ausgelöst durch hohe Kräfte bei Verkehrsunfällen, Fahrradstürzen oder Haushaltsunfällen, kann zu vielfältigen und unterschiedlichen Symptomen führen. Die daraus resultierenden Nackenschmerzen, Knackgeräusche oder ausstrahlende Schmerzen in die Schultern sind oft Anzeichen für Verletzungen in der Kopfgelenksregion.

 

Die Grenzen traditioneller Röntgenaufnahmen

Die herkömmlichen Diagnose-Methoden wie Röntgen und liegende MRT-Untersuchungen stoßen bei Schleudertrauma häufig an ihre Grenzen, da sie die feinen Strukturen der Kopfgelenke und die Weichteilverletzungen nicht ausreichend darstellen können. Insbesondere zeigen konventionelle Röntgenbilder selten Auffälligkeiten. Denn die Verschiebungen und Instabilitäten sind oft minimal und Weichteile kann man so nicht abbilden.

 

Vorteile des Upright-MRT zur Diagnose bei Schleudertrauma

Das Upright-MRT ermöglicht eine Untersuchung im Sitzen oder Stehen, wodurch ein realistischer Gewichtsdruck auf Wirbel, Bänder und Nerven wirkt. Damit kann man Beschwerden unter natürlichen Belastungen sichtbar machen. Diese offene Bauweise erlaubt zudem die Untersuchung in verschiedenen Kopfhaltungen, was eine detaillierte Beurteilung der komplexen Kopfgelenks- und Halswirbelsäulenregion ermöglicht.

 

Upright-MRT als Zukunft der Diagnose, Diagnostik, bei Schleudertrauma

Dank spezieller Spulen und der Fähigkeit, Patienten in unterschiedlichen Positionen zu untersuchen, können mit dem Upright-MRT auch Weichteile wie Kapseln und Bänder präzise dargestellt werden. Diese Fortschritte in der Bildgebung können entscheidend dazu beitragen, die genauen Ursachen der Beschwerden zu identifizieren und somit eine passende Behandlung einzuleiten. Das Upright-MRT stellt somit einen bedeutenden Fortschritt in der Diagnostik von Schleudertraumata dar und ermöglicht eine genauere und patientenorientierte Therapieplanung.

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