Donnerstag, Juni 13, 2024

Knochenbruch bei Kindern behandeln und Spätschäden vermeiden

Knochenbruch bei Kindern heilt zwar schneller, aber die Gefahr von Spätschäden bei falscher Therapie ist groß. Hier ist die Kinderorthopädie gefragt.

Wenn Kinder sich Beine oder Arme brechen, reicht ein einfacher Gips oft nicht aus. Kinderknochen brechen zwar leichter, heilen normalerweise aber auch schneller zusammen als etwa Arm- und Beinknochen von Erwachsenen. Doch falsch behandelter Knochenbruch bei Kindern kann dauerhafte Schäden hervorrufen. Wenn sich ein Kind einen Knochen gebrochen hat, sollten die Eltern ihr Kind deshalb sofort von einem versierten Kinderorthopäden untersuchen lassen.

Unter dem Strich kommt es in unseren Breiten jährlich hunderttausende Male zu einem Knochenbruch bei Kindern. Und zwar an den Händen, Armen, Gelenken, Schultern oder Beine. Weit über 40.000 Kinder müssen wegen Knochenbrüchen stationär im Krankenhaus behandelt werden. Im Normalfall sorgt das enorme knochenbildende Potential der Kinder für eine schnelle und gute Frakturheilung.

Bei Kindern unter fünf Jahren fügen sich die zerbrochenen Teile meist binnen zwei bis drei Wochen zusammen, bei Kindern zwischen fünf und zehn dauert es dann schon drei bis vier Wochen.

Und bei über Zehnjährigen bedarf es etwa vier Wochen. Erwachsene haben mit Brüchen mitunter sechs Wochen und länger zu tun. Jeder Knochenbruch bei Kindern kann kritisch werden mit Einfluss auf das Wachstum.

 

Kritischer Bereich: die Wachstumsfuge

Besonders problematisch und folgenschwer können Knochenbrüche bei Kindern werden, wenn die sogenannte Wachstumsfuge betroffen ist. Diese Fuge liegt zwischen den jeweiligen Knochenenden (Gelenke) und dem Knochenschaft etwa an Armen oder Beinen.

Diese Wachstumsfuge hat für die Ausbildung der Gelenke und das Wachsen von Armen und Beinen sowie die symmetrische Entwicklung des Knochengerüsts große Bedeutung. Wobei Verletzungen dieser empfindlichen Bereiche ein schweres Fehlwachstum des Knochens bewirken können.

In 25 Prozent der Fälle wird jedenfalls die Wachstumsfuge bei einem Bruch in Mitleidenschaft gezogen. Besonders häufig bei Frakturen im Umkreis des Handgelenks.

 

Die richtige Diagnose – ein Fall für den Kinderorthopäden

Verletzt der Bruch die Fuge, kann dies das Wachstum des Knochens beeinflussen. Entsprechende Verletzungen zu entdecken, ist nicht einfach, weil die kleinen Patienten oft nicht genau sagen können, wo´s wehtut.

Die Erfahrung zeigt, das Erkennen von Haarrissen, Drehfehler und Verschiebungen und die Einschätzung der Verletzung vom Kinderorthopäden viel Erfahrung und Spezialwissen erfordert.

Experten raten deshalb Eltern dringend, Kinder mit gebrochenen Knochen von einem erfahrenen Kinderorthopäden untersuchen zu lassen. Dieser wählt dann in jedem Fall die beste Therapie zur Vermeidung von Wachstumsproblemen.


Das Klinikum Bad Abbach hat für Verletzungen bei Kindern eine Versorgung rund-um-die-Uhr, wenn nötig mit schneller operativer Behandlung. In einer eigenen kinderorthopädischen Sprechstunde können sich Eltern auch in allen anderen Fragen rund um das Knochen- und Gelenkwachstum ihrer Kinder beraten lassen. Dazu zählen:

  • Die Behandlung von Sportverletzungen und Sportschäden bei Kindern
  • Die Ganganalyse im eigenen Ganglabor
  • Die Behandlung von Bewegungsstörungen oder Muskelerkrankungen
  • Die Behandlung von Wachstumsstörungen im Bereich von Knochen und Gelenken u.a. Knochenkorrekturen auch durch mitwachsende Nagelungstechniken
  • Die Anpassung von Bewegungs- und Gehhilfen
  • Die Behandlung von Fuß-, Hüft- und Wirbelsäulendeformitäten

Weitere Infos: https://www.asklepios.com/bad-abbach/klinik/experten/orthopaedie/kinderorthopaedie/

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