Sonntag, März 1, 2026

ÖGDV: COVID-19-Impfung auch bei Allergien sicher

Kein erhöhtes Risiko für AllergikerInnen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung, Allergien sind zudem kein Risikofaktor bei Infektion.

Bekannte Allergien stellen kein Problem für die COVID-19-Impfung dar. Eine umfassende PatientInneninformation, die zum Thema „Allergie und COVID-19-Impfung“ aufklärt, bietet die AG Allergologie der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie und anderen Verbänden und Gesellschaften in Deutschland und Österreich.

 

COVID-19-Impfungen sind bei Allergien sicherer als die meisten Medikamente

„Die bereits zugelassenen COVID-19-Impfstoffe sind sehr viel sicherer als die meisten anderen Medikamente“, erklärt Priv.-Doz. Mag. Dr. Stefan Wöhrl, stellvertretender Vorsitzender der AG Allergologie. „Zusätzlich erhöht die Tatsache, dass Impfungen in Anwesenheit von Ärztinnen und Ärzten stattfinden, die Sicherheit im Falle von seltenen Nebenwirkungen wesentlich“, sagt Wöhrl. Bis Ende Jänner wurden global bereits mehr als 60 Millionen Menschen geimpft.

 

Anaphylaktische Reaktionen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:100.000 bis 1:1.000.000

Vereinzelte schwere Allgemeinreaktionen kurz nach der Impfung haben zu einer zeitlich befristeten Empfehlung seitens der britischen Gesundheitsbehörde geführt, PatientInnen mit „schweren Allergien“ oder „Anaphylaxie“ von der Impfung auszuschließen. Dies hat international zu Unklarheiten geführt. „Prinzipiell kann es bei jeder Impfung – nicht nur gegen COVID-19 – in sehr seltenen Fällen zu allergischen beziehungsweise anaphylaktischen Reaktionen kommen“, erklärt Wöhrl. Dies kann entweder durch den Impfstoff selbst oder auch durch Hilfsstoffe/Zusatzstoffe im Impfstoff­ bedingt sein. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt zwischen 1:100.000 bis 1:1.000.000.

 

Kein erhöhtes Risiko bei PatientInnen mit Neurodermitis, Nesselsucht, Kontaktallergie und anderen bekannten Allergien

„Es gibt keine Hinweise dafür, dass PatientInnen mit bekannten Allergien ein erhöhtes Risiko im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung haben“, bekräftigt Wöhrl. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderem Neurodermitis, Nesselsucht, Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Nasenpolypen, Nahrungsmittelallergie, Insektengiftallergie, Schmerzmittelunverträglichkeit, Antibiotikaallergie und Kontaktallergie. Eine besondere Untersuchung vor der Impfung ist für die hier aufgeführten PatientInnengruppen nicht erforderlich. Nur Personen, die auf die erste COVID-19-Teilimpfung mit einem anaphylaktischen Schock reagieren, benötigen vor einer zweiten Teilimpfung eine allergologische Begutachtung.


Quelle:

Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie: www.oegdv.at

 

Latest Articles

Folgt uns auf Facebook!

Fokus Kinder

- Advertisement -

Related Articles

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten und führen zu begrenzten, sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen. Unter dem Strich umfassen Autismus-Spektrum-Störungen eine Gruppe von neuronalen Entwicklungsstörungen mit Beeinträchtigungen...

Warum manche Kinder seltener eine Neurodermitis bekommen

Forscher konnten in aktuellen Studien eindrucksvoll nachweisen, dass Kinder seltener Neurodermitis bekommen, wenn im häuslichen Umfeld auch Haustiere wie Katzen leben. Unter dem Strich bekommen...

Depressionen bei Kindern und im Jugendalter erkennen

Traurigkeit ist häufig ein Anzeichen für Depressionen bei Kindern: Bis zu 2,5 Prozent der Kinder und bis zu 8,3 Prozent im Jugendalter leiden daran,...