Samstag, Mai 18, 2024

Koriander: Gesundheitliche Wirkung und Nährwertangaben

Verschiedene Inhaltsstoffe von Koriander sind für die gesundheitliche Wirkung des beliebten asiatischen Gewürzes verantwortlich.

Im Grunde genommen bezeichnet man als Koriander die getrockneten Samen der Koriander-Pflanze. Die Samenkörner sehen aus wie kleine Kugeln, die häufig zu Pulver gemahlen werden. Dieses verwendet man dann in der Küche zum Würzen von Speisen. Das Gewürz ist übrigens am häufigsten in der indischen Küche zu finden. Allerdings passt es aber auch zu vielen anderen Gerichten. Dementsprechend vom Salat-Dressing bis zur Marinade zum Grillen. Die nachstehenden Erkenntnisse zur Ernährung mit Koriander zeigt jedenfalls den möglichen Nutzen seiner gesundheitlichen Wirkung. Weiter bieten wir Vorschläge, wie man mehr Koriander in die Ernährung integrieren kann. Schließlich werden auch mögliche gesundheitlichen Risiken beleuchtet.


Schwarzkümmelöl gegen Coronaviren: Thymoquinon bei Covid 19

Schwarzkümmelöl biete vielle effektive Möglichkeiten zur Anwwednung für die Gesundheit. © geo-grafika / shutterstock.com
Schwarzkümmelöl biete vielle effektive Möglichkeiten zur Anwwednung für die Gesundheit. © geo-grafika / shutterstock.com

Hoffnung in der Corona-Pandemie: die natürliche Verbindung Thymoquinon in Schwarzkümmelöl könnte uns im Kampf gegen die Coronavirus-Erkrankung Covid 19 helfen. Mehr dazu siehe https://medmix.at/thymoquinon-schwarzkuemmel-gegen-coronaviren-covid-19/.


Inhaltsstoffe von Koriander

Nach Angaben des US Department of Agriculture (USDA) National Nutrient Database enthalten zwei Esslöffel gemahlener Samen von Koriander 30 Kalorien, 1,2 Gramm Proteine, 1,8 Gramm Fett und 5,6 Gramm Kohlehydrate (davon 4 Gramm Ballaststoffe und 0 Gramm Zucker). Diese 2 Esslöffel liefern 68% der täglichen Vitamin-K-Anforderungen, 10% Eisen, 8% Kalzium, und 4% Vitamin C.

 

Gesundheitliche Wirkung von Koriander gegen Krebs

Eine Studie, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, wies nach, dass herkömmliche Gewürze – darunter auch Koriander – die Bildung von heterozyklischen Aminen (HCA) im Fleisch während des Kochens hemmen kann. Nach der Definition des National Cancer Institute, bilden sich diese Chemikalien (HCAs). Und zwar wenn das Fleisch bei hohen Temperaturen gekocht oder gebraten wird. Der vermehrte Konsum von Lebensmitteln, die HCAs enthalten, wird mit einem höheren Krebsrisiko assoziiert. Die gesundheitliche Wirkung von Koriander gegen Krebs wurde in einer anderen Studie (veröffentlicht im Journal of Food Science) nachgewiesen: fünf asiatische Gewürzen, darunter Koriander, wurden bei der Fleischzubereitung verwendet. Die Fleischspeisen, die mit diesen Gewürzen zubereitet wurden, hatten einen signifikant geringeren HCA-Level.

 

Karotinoide in Koriander

Karotinoide können als Radikalenfänger – Antioxidantien – das Risiko von zahlreichen Erkrankungen, darunter mehrere Krebsarten und Augenerkrankungen, mindern. Eine Studie (veröffentlicht im Plant Foods for Human Nutrition) zeigte auf, dass Basilikum und Koriander den höchsten Karotinoide-Anteil von beta-Karotin und beta-Cryptoxanthin sowie Lutein und Zeaxanthin enthalten. Alle diese Karotinoide sind für ihre antioxidative Wirkung bekannt.


Echter Kümmel – Gewürz und altbewährte Pflanze mit vielfacher Heilwirkung

Echter Kümmel enthält sehr viele Balaststoffe (fast ein Drittel seines Gewichts), Omega 3-Fettsäuren (sowieOmega-6) und reichlich Proteine. © MRS.Siwaporn / shutterstock.com
Echter Kümmel enthält sehr viele Balaststoffe (fast ein Drittel seines Gewichts), Omega 3-Fettsäuren (sowieOmega-6) und reichlich Proteine. © MRS.Siwaporn / shutterstock.com

Echter Kümmel gehört zu den Carminativa, die Pflanze, auch als Gewürz zu Speisen sehr beliebt, bringt entkrampfende und entzündungshemmende Heilwirkung. Mehr dazu unter https://medmix.at/echter-kuemmel-ist-2016-arzneipflanze-des-jahres/.


Wie man mehr Koriander mit seiner gesundheitliche Wirkung in die Ernährung integrieren kann

Koriander kann man als Suppengewürz verwenden und schmeckt besonders gut mit Karotten. Das Gewürz hat ein vielschichtiges Geschmacksprofil und kann bei vielen Rezepten verwendet werden. Er passt zu vielen Gerichten – vom Salat-Dressing über Saucen bis zur Grillmarinade und sogar zu Süßspeisen.

Ganze Koriandersamen können in luftdichten Behältern für 1-2 Jahre und gemahlener Koriandersamen in luftdichten Behältern für 6 Monate gelagert werden.


Tipps zu Koriander

  • Geben Sie erstens Koriander zu Gewürzmischungen wie Curry oder Grillgewürz
  • Machen Sie zweitens ihr eigenes Dressing mit einem Teil Öl, einem Teil Essig und Gewürzen,
  • drittens verfeinern Sie damit Ihre Fertigmarinaden durch Zugabe.

Hierzu können Sie aber auch diese gesunden und leckeren Rezepte versuchen, die registrierte Ernährungsberater entwickelten:

  • Super-Gewürz Quinoa mit Erbsen und Cashew-Kernen
  • Karotten, Tahini und Kichererbsensuppe
  • Sommersalat mit Avocado und Koriander
  • Birnen, Koriander und Limettensorbet.

Sehr gut eignet sich Koriander jedenfalls für eine Mischkultur mit anderen Kräutern und Gemüsepflanzen. Und zwar insbesondere mit Kohlgewächsen. Denn der intensive Geruch vertreibt Schädlinge wie Läuse oder Kohlweißlinge. Zudem lockt er nützliche Insekten wie Bienen an.


Knoblauch effektiv gegen Erkältung, aber auch gegen Covid-19 und Coronaviren

Was ist nun so toll am Knoblauch? Die Forscher haben zwar noch nicht die spezifischen virenbekämpfenden Komponenten lokalisiert, aber sie meinen, dass bestimmte Nährstoffe im Knoblauch damit etwas zu tun haben könnten. © jurek d. / flickr Creative Commons
Was ist nun so toll am Knoblauch? Die Forscher haben zwar noch nicht die spezifischen virenbekämpfenden Komponenten lokalisiert, aber sie meinen, dass bestimmte Nährstoffe im Knoblauch damit etwas zu tun haben könnten. © jurek d. / flickr Creative Commons

Corona-Pandemie: Knoblauch hilft gegen Covid 19, 2 rohe Knoblauchzehen am Tag sollen zudem allgemein gegen Erkältung und Viren (Corona-Viren) helfen. Mehr dazu siehe https://medmix.at/knoblauch-gegen-erkaeltung-einsetzen/.


Potenzielle Gesundheitsrisiken der Wirkung von Koriander

Unter dem Strich sind Salmonellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko beim Verzehr von Koriander. Dementsprechend konnte eine Studie mit mehr als 20.000 Lebensmittellieferungen der US Food and Drug Administration (FDA) hinweise. Und zwar dass 15% der Importe mit Salmonellen kontaminiert waren. Bei den Endkunden ist allerdings das Risiko aber geringer. Denn das Erwärmen der Nahrungsmittel für mindestens 10 Minuten auf mehr als 70° C tötet die Bakterien wie Salmonellen ab.

Zudem kann der Koriander auch ein Allergen sein. Wobei das oft schwer zu erkennen ist, da der Koriander in Kombination mit Gewürzen verwendet wird. Laut Ernährungsberater gehört jedenfalls der Koriander zu der Gewürzfamilie, die Gewürze wie Kümmel, Fenchel, sowie Sellerie umfasst. In diesem Sinne konnte man in den letzten Jahren bei allen allergische Reaktionen zeigen.

Der Name „Koriander“ hat übrigens im griechischen Wort „koris“ – Wanze – seinen Ursprung. Wobei das vermutlich vom wanzenähnlichen, aufdringlichen Geruch von frischer Pflanzenteilen wie Blätter und unreifen Früchten kommt. Hierzu nehmen auch die wenig schmeichelhaften deutschen Bezeichnungen Wanzendill, Wanzenkraut sowie Wanzenkümmel darauf Bezug. Die optische Ähnlichkeit zu Petersilie führte überdies zu Bezeichnungen wie indische beziehungsweise chinesische Petersilie. Hierzulande begegnet man schließlich mitunter auch dem spanischen Namen „cilantro“.


Eigenschaften und zahlreiche Wirkungen von Gewürzen auf den Körper

Die Bestandteile von Knoblauch und Zwiebel werden wegen verschiedener protektiver Wirkungen sehr intensiv erforscht. © timmary / shutterstock.com
Die Bestandteile von Knoblauch und Zwiebel werden wegen verschiedener protektiver Wirkungen sehr intensiv erforscht. © timmary / shutterstock.com

Appetitanregend, verdauungsfördernd, Immunsystem stärkend sind einige wichtige Eigenschaften und Wirkungen von Gewürzen auf den Körper. Mehr dazu unter https://medmix.at/eigenschaften-von-gewuerzen/.


Literatur:

Saleem MH, Wang X, Ali S, Zafar S, Nawaz M, Adnan M, Fahad S, Shah A, Alyemeni MN, Hefft DI, Ali S. Interactive effects of gibberellic acid and NPK on morpho-physio-biochemical traits and organic acid exudation pattern in coriander (Coriandrum sativum L.) grown in soil artificially spiked with boron. Plant Physiol Biochem. 2021 Oct;167:884-900. doi: 10.1016/j.plaphy.2021.09.015. Epub 2021 Sep 14. PMID: 34537578.

Hosseini M, Boskabady MH, Khazdair MR. Neuroprotective effects of Coriandrum sativum and its constituent, linalool: A review. Avicenna J Phytomed. 2021 Sep-Oct;11(5):436-450. doi: 10.22038/AJP.2021.55681.2786. PMID: 34745916; PMCID: PMC8554282.

Huang H, Nakamura T, Yasuzawa T, Ueshima S. Effects of Coriandrum sativum on Migration and Invasion Abilities of Cancer Cells. J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo). 2020;66(5):468-477. doi: 10.3177/jnsv.66.468. PMID: 33132351.

Palmieri S, Pellegrini M, Ricci A, Compagnone D, Lo Sterzo C. Chemical Composition and Antioxidant Activity of Thyme, Hemp and Coriander Extracts. A Comparison Study of Maceration, Soxhlet, UAE and RSLDE Techniques. Foods. 2020 Sep 2;9(9):1221. doi: 10.3390/foods9091221. PMID: 32887367; PMCID: PMC7555591.

Geck MS, Cristians S, Berger-González M, Casu L, Heinrich M, Leonti M. Traditional Herbal Medicine in Mesoamerica. Toward Its Evidence Base for Improving Universal Health Coverage. Front Pharmacol. 2020 Jul 31;11:1160. doi: 10.3389/fphar.2020.01160. PMID: 32848768; PMCID: PMC7411306.

Wei JN, Liu ZH, Zhao YP, Zhao LL, Xue TK, Lan QK. Phytochemical and bioactive profile of Coriandrum sativum L. Food Chem. 2019 Jul 15;286:260-267. doi: 10.1016/j.foodchem.2019.01.171. Epub 2019 Feb 1. PMID: 30827604.

Laribi B, Kouki K, M’Hamdi M, Bettaieb T. Coriander (Coriandrum sativum L.) and its bioactive constituents. Fitoterapia. 2015 Jun;103:9-26. doi: 10.1016/j.fitote.2015.03.012. Epub 2015 Mar 14. PMID: 25776008.


Quelle: Manfred Karner. Koriander: Gesundheitliche Wirkung und Nährwertangaben. MEDMIX online 2020

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