Samstag, Februar 28, 2026

Diabetes-Management mit Biosensoren und Apps

Modernes Diabetes-Management orientiert sich individuell und eng an Bedürfnissen und Besonderheiten des einzelnen Patienten. Das gilt für Diabetes Typ 1 und Typ 2.

Ein gutes Diabetes-Management ist – egal ob Diabetes Typ 1 oder Typ 2 – individuell und eng an den Bedürfnissen und Besonderheiten des einzelnen Patienten orientiert. Dazu benötigt der behandelnde Arzt regelmäßig eine Vielzahl von Daten über das Verhalten des Betroffenen im Umgang mit seinem Diabetes mellitus im Alltag.

Bis vor einigen Jahren dokumentierten Menschen mit Diabetes-Werte wie Datum und Uhrzeit der Insulininjektionen, die jeweilige Insulinart sowie Insulindosis, Blutzuckerwerte, zu essende Kohlehydratmenge und mögliche Begleitumstände wie Krankheit oder Sport akribisch auf Papier. Im Zeitalter des Smartphones helfen Diabetiker-Apps, die Daten elektronisch zu erfassen und auszuwerten.

 

Diabetiker-Apps statt Diabetestagebuch

Im Zeitalter der neuen Medien ist somit das alte Diabetestagebuch überholt. Heute helfen Diabetiker-Apps in Kombination mit Biosensoren, den Blutzucker kontinuierlich unter Kontrolle zu halten. Dabei sollen lustige Features und Animationen motivieren und Spaß machen. Außerdem werden die Daten statistisch und graphisch aufbereitet. Diese können dann als PDF gespeichert, ausgedruckt und per E-Mail verschickt werden. 

Diese moderne Datenerfassung bringt für die Patienten, aber auch für die Ärzte große Vorteile. Da intelligente Diabetiker-Apps es zulassen, die Therpie-Algorithmen in ihnen zu hinterlegen, machen die Betroffenen durch die ständige Interaktion mit der App weniger Fehler mit ihrer Therapie. Zudem kann der Arzt die Daten leichter analysieren und die Therapie damit noch schneller und gezielter individuell auf den Patienten abstimmen – Stichwort personalisiertes Diabetes-Management.

 

Personalisiertes Diabetes-Management: was zusätzlich Diabetiker-Apps bringen

Es gibt für jeden Patienten passende Diabetiker-Apps – egal welcher Diabetes-Typ oder ob jung oder alt er ist. So können beispielsweise Menschen mit Diabetes-Typ 2, die bisher noch nicht Insulin spritzten, Diabetiker-Apps als reines Dokumentationswerkzeug nutzen.

Diabetiker-Apps gibt es mittlerweile zahlreiche und von unterschiedlichen Anbietern, unter anderem von pharmazeutischen Firmen oder Krankenkassen. Darüber hinaus gibt es freie Anbieter mit selbst entwickelten Diabetiker-Apps. Hinsichtlich der Datensicherheit sollten Menschen mit Diabetes bei der Auswahl darauf achten, dass die Daten auf dem eigenen Smartphone verbleiben. In Verbindung mit Diabetiker-Apps sind Biosensoren die modernste Möglichkeit der Diabetes-Kontrolle, denn mit den Biosensoren entfällt das mehrmals tägliche Stechen und Messen. Stattdessen misst ein kleiner unauffälliger, auf der Haut mit Hilfe eines Applikators gesetzter Sensor den Gewebeblutzucker kontinuierlich rund um die Uhr.“ Aktuell stehen drei Systeme zur Verfügung.

Hier liegt die Zukunft der modernen Diabetes-Therapie, in 20 Jahren wird das der Standard für Betroffene mit Typ-1-Diabetes mellitus sein.

Quelle: http://www.ddg.info

Latest Articles

Folgt uns auf Facebook!

Fokus Kinder

- Advertisement -

Related Articles

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten und führen zu begrenzten, sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen. Unter dem Strich umfassen Autismus-Spektrum-Störungen eine Gruppe von neuronalen Entwicklungsstörungen mit Beeinträchtigungen...

Warum manche Kinder seltener eine Neurodermitis bekommen

Forscher konnten in aktuellen Studien eindrucksvoll nachweisen, dass Kinder seltener Neurodermitis bekommen, wenn im häuslichen Umfeld auch Haustiere wie Katzen leben. Unter dem Strich bekommen...

Depressionen bei Kindern und im Jugendalter erkennen

Traurigkeit ist häufig ein Anzeichen für Depressionen bei Kindern: Bis zu 2,5 Prozent der Kinder und bis zu 8,3 Prozent im Jugendalter leiden daran,...