Montag, Mai 20, 2024

Autofahren für Menschen mit Diabetes kein Problem

Für Menschen mit Diabetes ist das Autofahren kein Problem, sie können sowohl privat als auch beruflich am Straßenverkehr teilnehmen.

Im Grunde genommen sind für Menschen mit Diabetes die Auswirkungen ihrer Erkrankung im täglichen Leben wie Autofahren mit Diabetes von großer Bedeutung. Denn das Autofahren mit Diabetes bedeutet Mobilität. Dementsprechend spielt das für viele Betroffene sowohl im privaten als auch häufig im beruflichen Bereich eine große Rolle. Letzteres gilt nicht nur für Berufskraftfahrer. Sondern auch für viele Menschen, die auf den Führerschein angewiesen, um ihren Beruf ausüben zu können.

 

Beruflich und privat mit Diabetes autofahren

Bei der Frage, welche Auswirkungen das Autofahren für Personen mit Diabetes haben können und was das für die Teilnahme am Straßenverkehr bedeuten kann, spielen medizinische Aspekte wie beispielsweise die Gefahr für Hypoglykämie eine wichtige Rolle.

Aber auch rechtliche Rahmenbedingungen wie Fahrerlaubnisverordnung und Begutachtungsleitlinien, EU-Recht, die Begutachtungspraxis von Verkehrsmedizinern sowie Beratung und Empfehlung durch Hausärzte, Diabetologen und Diabetesberater sind von großer Relevanz. Auch gegen unberechtigte Auflagen der Führerscheinbehörden – etwa häufige Begutachtungen bei Menschen mit Diabetes ohne entsprechende Grundlage, helfen die Informationen von Leitlinien.


Kürbis bei Diabetes helfen als Sattmacher, Blutdruck- sowie Blutzuckersenker

Mix von farbigen Kürbis-Sorten. © Bine279 / shutterstock.com
Mix von farbigen Kürbis-Sorten. © Bine279 / shutterstock.com

Kürbis bei Diabetes bringt viele positive Effekte. Denn der Kürbis ist ein kalorienarmer Sattmacher, der auch den Blutdruck und den Blutzucker senken kann. Mehr dazu unter https://medmix.at/kuerbis-bei-diabetes-sehr-gesund/


Autofahren mit Diabetes – Nutzen für die Betroffenen

Die meisten Menschen mit Diabetes können Fahrzeuge der Klassen 1 und 2 sicher führen. Dennoch wird immer wieder – auch bei Diabetologen und Diabetesberatern – die Meinung vertreten, Patienten mit Diabetes, die beispielsweise eine Insulintherapie benötigen, könnten dadurch automatisch nicht mehr als Bus- oder Lkw-Fahrer arbeiten.

Dies trifft aber nicht zu. Ein wichtiger Punkt bestehender Leitlinien ist deshalb, dass dieser Sachverhalt für die Berufstätigkeit und die Teilhabe vieler Menschen mit Diabetes von enormer Wichtigkeit ist. Nach allen verfügbaren Untersuchungen ist jedenfalls die Unfallhäufigkeit bei Menschen mit Diabetes beispielsweise nur unwesentlich erhöht.

 

Nutzen für Betroffene: Auch nach zwei schweren Unterzuckerungen im Wachzustand kann die Fahreignung wiedererlangt werden

Wiederholte schwere Unterzuckerungen sind ein wichtiger Grunde. Es ist für Menschen mit Diabetes aber nicht der einzige, die Eignung zum Autofahren zu verlieren. Auswirkungen von Unterzuckerung sind deshalb in der aktuellen Leitlinie umfassend behandelt. Besonders wichtig Möglichkeiten zur Kompensation, um die Gefahr von Hypoglykämien zu reduzieren. Für Menschen mit Typ-2-Diabetes gibt es mittlerweile mehrere wirksame Medikamente, die nicht oder kaum zu Unterzuckerungen führen.

 

Typ-1-Diabetes und Autofahren

Beim Typ-1-Diabetes erlauben technische Lösungen – wie beispielsweise die kontinuierliche Glukosemessung mit Hypowarnfunktion – das Risiko deutlich zu reduzieren. Auch spezialisierte Schulungskurse  erlauben es, die Wahrnehmung bezüglich Hypoglykämie zu verbessern und die Sicherheit im Straßenverkehr wiederherzustellen.

Auch bei einer Entgleisung mit sehr hohen Blutzuckerwerten kann die Fahrtauglichkeit vorübergehend nicht gegeben sein. In der Praxis wurde dies oft an einer bestimmten Grenze für den HbA1c-Wert festgemacht. Die Literatur bestätigt aber, dass allein aufgrund eines hohen HbA1c- Wertes der Führerschein nicht verweigert werden kann. Hierzu gibt es keine Evidenz.

 

Aufklärungspflicht für Ärzte klar benannt – Führerschein ein wichtiges Thema in Beratung und Schulung

In der Einstellungsphase auf Insulin, aber auch bei relevanten Therapieumstellungen oder Dosisänderungen dürfen Patienten mit Diabetes allerdings vorübergehend nicht autofahren. Und zwar bis sichergestellt ist, dass unter Therapie der Blutzuckerstoffwechsel stabil ist.

Menschen mit Diabetes müssen wissen, wie sie bei Teilnahme am Straßenverkehr die Sicherheit erhöhen. Etwa durch eine Blutzuckermessung vor Fahrtantritt und die Verfügbarkeit von schnell wirkenden Kohlenhydraten.


Kohlenhydratreduzierte Ernährung verbessert Blutzuckerregulation bei Typ-2-Diabetes

Ein Beispiel für eine Kohlenhydratreduzierte Ernährung und erhöhtem Eiweiß- und Fettgehalt. © Universität von Kopenhagen
Ein Beispiel für eine Kohlenhydratreduzierte Ernährung und erhöhtem Eiweiß- und Fettgehalt. © Universität von Kopenhagen

Patienten mit Typ-2-Diabetes verbessern ihre Fähigkeiten zur Blutzuckerregulation, wenn sie sich für eine Kohlenhydratreduzierte Ernährung entscheiden. Mehr dazu unter https://medmix.at/kohlenhydratreduzierte-ernaehrung-verbessert-blutzuckerregulation-typ-2-diabetes/


Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)

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