Freitag, Januar 16, 2026

Psychische Gesundheit beeinflusst Wohlbefinden, Erfolg und Zufriedenheit

Eine positive psychische Gesundheit ist entscheidend für das Wohlbefinden, Erfolg und Zufriedenheit. Dabei gilt, dass Geist und Körper in Bewegung sein sollten.

Wenn man Menschen fragt, was das Wichtigste im Leben ist, so antworten die meisten Erwachsenen mit »Gesundheit«. Allerdings können die meisten der Befragten nur schwer beschreiben, wie dieses erstrebenswerte Ziel eigentlich genau aussieht. Sie finden dann oft die negative Erklärung, dass man »keine Krankheiten« hat. Jedoch ist die Gesundheit viel mehr. Denn man kann auf Krankheiten bezogen sowohl gesund als auch krank sein und sich dennoch wohlfühlen und zufrieden, aber auch erfolgreich sein. Jedenfalls gilt das mit zunehmendem Alter immer stärker. Denn Körper und Geist gehören zusammen. Dementsprechend fokussiert auch die Wissenschaft in den letzten Jahren zunehmend die psychische Gesundheit im Zusammenhang mit Wohlbefinden, Erfolg sowie Zufriedenheit.



 

Wohlbefinden, Erfolg, Zufriedenheit: Die psychische Gesundheit ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken

Im Grunde genommen ist die psychische Gesundheit ist für das Wohlbefinden, für den Erfolg und die Zufriedenheit der Menschen von enormer Bedeutung. Und ähnlich wie bei der körperlichen Gesundheit, bei der manche Menschen besonders widerstandsfähig sind und beispielsweise einen Schnupfen gar nicht erst bekommen, gibt es auch dazu von Mensch zu Mensch unterschiedliche Reaktionen auf äußere Einflüsse.

Dementsprechend meistern manche Menschen auch große Herausforderungen ohne krankhafte Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden. Andere entwickeln in der gleichen Situation negativen Stress, Verlusterfahrungen sowie sogar psychische Probleme wie Ängste und Depressionen.

 

Das Leben und die psychische Gesundheit gezielt besser meistern

Neuere Forschung zeigt, dass man die psychische Gesundheit positiv definieren kann. Man erarbeitet sich dabei die Fähigkeit, sich seinen Problemstellungen gewachsen zu fühlen und das als Ganzes Leben genießen zu können:

  • ausgeglichen zu sein;
  • seine Bedürfnisse befriedigen zu können;
  • Freude zu empfinden;
  • das Unabänderliche zu akzeptieren sowie.

Damit man diese Fähigkeit entwickeln kann, muss man auch psychologische sowie soziale Faktoren berücksichtigen, Denn diese spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dies zeigte unlängst auch eine große, internationale Studie mit über 40.000 Teilnehmer.

Dabei wirkten Lebenszufriedenheit, Optimismus, Glück, eine gute Überzeugung vom Sinn des Lebens („Kohärenzsinn“), persönliche Bewältigungsfähigkeiten („Selbstwirksamkeit“) sowie soziale Unterstützung durch Familie oder Freunde gesundheitsfördernd.

Diese Faktoren brachten in verschiedenen Ländern und kulturübergreifend positive Effekte. Außerdem entwickelten sie sich als wichtige Strategien gegen die negativen Auswirkungen von Depression, Angst sowie Stress.



 

Unterschiede bei Regionen, sozialem Status und Bildung

Zwischen den einzelnen Regionen bestanden aber auch so manche Unterschiede. Beispielsweise steigt in unseren Breiten mit zunehmendem Alter die positive psychische Gesundheit an, während sie in Russland abnimmt. Die Menschen empfinden hier dabei eine besonders gute soziale Unterstützung.

Außerdem unterschieden sich die persönlichen Wertvorstellungen und die sozialen Einflüsse innerhalb einer Gesellschaft zum Teil stark. Dementsprechend unterschiedlich beeinflussen diese Faktoren auch die psychische Gesundheit. Beispielsweise verändern ein niedriger sozialer Status sowie eine geringe Bildung das Denken und Empfinden derart, dass die psychische Gesundheit dieser betroffenen Menschen anfälliger für gesundheitliche Probleme ist.

 

Vorbeugende Maßnahmen

Gegen solche negative Entwicklungen kann der Einzelne auf konkrete Veränderungen hinstreben. Besonders wichtig ist dabei, Menschen über ihr Leben leichter selbst bestimmen können und sie ihre geistige und körperliche Aktivität steigern. Denn ein positives erfüllte Leben erreicht man nur mit ausreichend Bewegung. Sowohl Geist und Körper betreffend.




Quelle:

Statement „Positive psychische Gesundheit: Transkulturelle Studien zu Konzeption, Einflussgrößen und klinischer Bedeutung“. Prof. Dr. Jürgen Margraf – Ruhr-Universität Bochum, AE Klinische Psychologie & Psychotherapie. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie 2015.

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