MeineRaumluft-Tipps für Allergiker

Keine Verschnaufpause für Allergiker, Winterpollen im Anflug: Unabhängige Plattform MeineRaumluft.at gibt 10 Tipps zur richtigen Vorbeugung.

Augenjucken und eine tropfende Nase – in den meisten Fällen werden solche Symptome als Erkältung abgetan, dies ist jedoch nicht immer der Fall. Denn was die wenigsten wissen: Auch im Winter können Pollen für Allergiebeschwerden sorgen und für Betroffene unangenehm sein. Die unabhängige Plattform „MeineRaumluft“ zeigt die weitgehend unbekannten und in der Prävention oft vernachlässigten Allergiequellen im Winter auf und gibt Tipps zur Linderung für Betroffene.

Hasel und Erle bereits jetzt auf dem Vormarsch

Die letzten Jahre haben es gezeigt: Immer mehr Allergiker leiden fast ohne Pause unter ihrer Pollenallergie. Denn bei milden Wintertemperaturen können beispielsweise Hasel und Erle bereits Beschwerden verursachen. Laut aktuellen Vorhersagen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und dem Pollenwarndienst der MedUni Wien sind sie derzeit auf dem Vormarsch von Westösterreich nach Osten: Ab etwa 5° Grad Celsius fangen sie an zu blühen. Deren Hauptsaison startet normalerweise mit Mitte Februar (Erle: Ende Februar) und geht bis Ende März, sie können aber bereits ab Mitte Dezember bis in den Mai hinein spürbar sein. Ein Pollenkontakt von etwa einer Minute genügt bereits, um Symptome auszulösen.

Richtig vorbeugen

Zu wissen, wann welche Pollen unterwegs sind, ist das Eine. Einen Ort zu haben, an dem man frei und unbeschwert durchatmen kann, ist das Andere. „Pollen sind in der Luft und kommen somit auch in die Wohnräume, selbst wenn man Pollengitter benutzt. Die Kleidung vor dem Betreten der Wohnung zu wechseln wäre zwar vernünftig, ist in der Praxis aber schwer durchzuführen, da beim Ausziehen die Pollen wieder in der Luft verteilt werden. Allerdings: Nach dem Heimkommen zu duschen und sich die Haare zu waschen kann helfen und ist für Betroffene zu empfehlen“, weiß Mag. Thomas Schlatte, Sprecher der unabhängigen Plattform MeineRaumluft. „Auch die Nase mit Salzwasser zu spülen und sich Hände und Gesicht gründlich zu waschen, kann wahre Wunder bewirken. Einen wirklichen Schutz vor Pollen gibt es im Alltag zwar nicht, jedoch kann man einiges tun, um sich die Winter-Pollenzeit zu erleichtern“, so Schlatte.

Hier die nützlichsten 10 MeineRaumluft-Tipps für den Pollen-Alltag

  • Kurz und regelmäßig lüften
  • Nassräume ausreichend mit Frischluft versorgen
  • Räume nicht überheizen (maximale Temperatur: 20-22°C)
  • Allergendichte Bezüge verwenden (sogenannte Encasings)
  • Für optimale Luftfeuchtigkeit sorgen (40 – maximal 50%), ggf. mit einem Luftbefeuchter
  • Raumduftzerstäuber, Duftkerzen, Räucherstäbchen und Ähnliches meiden
  • Pollenschutzgitter – insbesondere am Schlafzimmerfenster – verwenden
  • Schuhe bereits vor dem Betreten der Wohnung ausziehen und vor der Türe stehen lassen
  • „Pollenkontaminierte“ Kleidung umgehend waschen oder luftdicht verpackt aufbewahren
  • Unmittelbar nach dem Nachhause kommen duschen und Haare waschen

MeineRaumluft empfiehlt für Pollenvorhersagen, umfangreiche Information sowie die Nutzung der Pollen-App für Allergiker den österreichischen Pollenwarndienst –  www.pollenwarndienst.at.

Latest Articles

Folgt uns auf Facebook!

Fokus Kinder

- Advertisement -

Related Articles

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten und führen zu begrenzten, sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen. Unter dem Strich umfassen Autismus-Spektrum-Störungen eine Gruppe von neuronalen Entwicklungsstörungen mit Beeinträchtigungen...

Warum manche Kinder seltener eine Neurodermitis bekommen

Forscher konnten in aktuellen Studien eindrucksvoll nachweisen, dass Kinder seltener Neurodermitis bekommen, wenn im häuslichen Umfeld auch Haustiere wie Katzen leben. Unter dem Strich bekommen...

Depressionen bei Kindern und im Jugendalter erkennen

Traurigkeit ist häufig ein Anzeichen für Depressionen bei Kindern: Bis zu 2,5 Prozent der Kinder und bis zu 8,3 Prozent im Jugendalter leiden daran,...