Lebensgrundlagen nicht nachhaltig zerstören: „Wir müssen nicht das Klima retten, sondern uns!“

Kein Medikament, keine Impfung und keine Operation kann die Gesundheit der Menschen retten, wenn die Lebensgrundlagen nachhaltig zerstört sind.

Corona bestimmt derzeit die Tagesordnung – doch die Impfoffensiven zur Eindämmung von SARS CoV-2 nehmen weltweit an Fahrt auf, das Ende der pandemischen Lage ist in Sicht. Doch am Horizont zeichnet sich eine noch deutlich einschneidendere und nachhaltigere globale Gesundheitskrise ab. Ihre Vorläufer sind schon da: Die Gesundheitsfolgen von Klimawandel und Ressourcenausbeutung sind in vielen Ländern bereits spürbar. „Kein Medikament, keine Impfung und keine Operation wird unsere Gesundheit retten, wenn die Lebensgrundlagen erstmal nachhaltig zerstört sind“, sagt Mediziner und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen. „Gesunde Menschen wird es nur auf einer gesunden Erde geben – das müssen wir als Ärztinnen und Ärzte ganz deutlich machen. Wir müssen nicht das Klima retten, sondern uns selbst!“

Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels sind ein Schwerpunktthema des 127. Internistenkongresses, der aktuell stattfindet. Auf der Kongress-Pressekonferenz am heutigen Montag werden Lothar Wieler, Eckart von Hirschhausen, Sebastian Schellong, Verina Wild und Sylvia Hartmann darüber sprechen, welche gesundheitlichen Folgen des Klimawandels aktuell gesichert sind und wie fundierte Wissenschaftskommunikation über die Klimakrise gelingen kann. Auch die Frage, welche Rolle der Ärzteschaft in dieser Kommunikation zukommt, wird Thema sein.


Quelle:

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM): www.dgim.de

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