Immunologische Psoriasis-Therapie mit monoklonalen Antikörpern

Die immunologische Psoriasis-Therapie mit unterschiedlichen monoklonalen Antikörpern verbessert die Behandlung der Schuppenflechte.

Psoriasis vulgaris – die gemeine Schuppenflechte – ist eine entzündliche Erkrankung, bei der stark schuppende Hautstellen auftreten. Als Ursache der Psoriasis gelten Fehlfunktionen des Immunsystems. Forschungserkenntnisse der letzten Jahre konnten nachweisen, dass das Interleukin-23 – IL-23 die dominant treibende Kraft der Schuppenflechte ist. Die Immunologische Psoriasis-Therapie mit unterschiedlichen monoklonalen Antikörpern brachten in Studien der letzten Jahre eine deutliche Verbesserung der Behandlung für Patienten mit Schuppenflechte.

Immunologische Psoriasis Therapie mit Biologika verbessert die Behandlung der Psoriasis

In einem systematischen Review mit Meta-Analyse von de Carvalho et al. (2017) wurde untersucht, wie effektiv verschiedene immunogische Wirkstoffe und kleinmolekülige Hemmer in der Behandlung von moderater bis schwerer Psoriasis sind.

Für diese umfassende Auswertung wurden 38 randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte, klinische Studien in die Analyse eingeschlossen. Die Ergebnisse zeigten auf, dass eine immunologische Therapie gegenüber dem Placebo hinsichtlich der Verbesserung der Psoriasis bei den Patienten deutlich überlegen waren.

Allerdings konnte bei den untersuchten Medikamenten aufgrund des methodischen Designs der Meta-Analyse keine Rangfolge hinsichtlich der Wirkung erstellt werden. Unter dem Strich konnte die Forschung aber zeigen, dass die Antikörper Ixekizumab, Brodalumab, Infliximab und Secukinumab im Vergleich mit den anderen untersuchten Wirkstoffen eine größere oder gleichwertige Verbesserung der Psoriasis bei den Patienten brachten.

Dabei zeigten die Anti-IL-17-Medikamente Brodalumab, Ixekizumab und Secukinumab eine gleiche oder größere Chance, Psoriasis-Patienten zu einer 75%-igen Verbesserung des PASI im Vergleich zu anderen getesteten Medikamenten zu verhelfen.

 

Fazit

Die Psoriasis ist eine immunvermittelte entzündliche Erkrankung, deren Behandlung sich in den letzten Jahren aufgrund innovativer immunologischer Psoriasis-Therapien mit monoklonalen Antikörpern und niedermolekularen Inhibitoren deutlich positiver entwickelt hat. Ein besseres Verständnis der vergleichenden Wirksamkeit der neuesten Arzneimittel kann Ärzten helfen, die am besten geeignete Behandlung für den jeweiligen Patienten zu wählen.


Literatur:

de Carvalho AV, Duquia RP, Horta BL, Bonamigo RR. Efficacy of Immunobiologic and Small Molecule Inhibitor Drugs for Psoriasis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials. Drugs R D. 2017 Mar;17(1):29-51. doi: 10.1007/s40268-016-0152-x. PMID: 27838901; PMCID: PMC5318320.

Latest Articles

Folgt uns auf Facebook!

Fokus Kinder

- Advertisement -

Related Articles

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten

Autismus-Spektrum-Störungen beeinträchtigen das Sozialverhalten und führen zu begrenzten, sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen. Unter dem Strich umfassen Autismus-Spektrum-Störungen eine Gruppe von neuronalen Entwicklungsstörungen mit Beeinträchtigungen...

Warum manche Kinder seltener eine Neurodermitis bekommen

Forscher konnten in aktuellen Studien eindrucksvoll nachweisen, dass Kinder seltener Neurodermitis bekommen, wenn im häuslichen Umfeld auch Haustiere wie Katzen leben. Unter dem Strich bekommen...

Depressionen bei Kindern und im Jugendalter erkennen

Traurigkeit ist häufig ein Anzeichen für Depressionen bei Kindern: Bis zu 2,5 Prozent der Kinder und bis zu 8,3 Prozent im Jugendalter leiden daran,...