Herzinfarkt und Schlaganfall durch entzündliches Rheuma

Entzündliches Rheuma erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko, Rheumatologen raten zu Raucherentwöhnung, Gewichts- und Blutzuckerkontrolle.

Auch wenn entzündliches Rheuma wie die rheumatoide Arthritis (RA) heutzutage weitaus besser als noch vor einigen Jahren behandelt werden kann, so sterben RA-Patienten im Durchschnitt dennoch fünf bis zehn Jahre früher als Nichtbetroffene. Ein Grund für die geringere Lebenserwartung sind Begleiterkrankungen von Herz und Gefäßen, an denen Menschen mit entzündlichem Rheuma doppelt so häufig leiden wie gesunde Menschen.

 

Herzinfarkt durch entzündliches Rheuma

Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung wird bei RA-Patienten ein Herzinfarkt zweimal so häufig nicht erkannt. Außerdem erleiden sie doppelt so oft einen plötzlichen Herztod. Am besten beugen RA-Patienten Gefäß-Komplikationen vor, indem die Krankheitsaktivität therapeutisch unterdrückt wird. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie alle anderen Risikofaktoren für eine Herzerkrankung oder eine Arteriosklerose vermeiden. Dazu gehört insbesondere das Rauchen, das nicht nur entzündliches Rheuma verschlimmert und schwieriger einstellen lässt, sondern auch das Risiko für einen Herzinfarkt bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen mehr als verdoppelt. Außerdem sollten Betroffene ein normales Körpergewicht anstreben. Denn das sogenannte metabolische Syndrom – Übergewicht in Verbindung mit Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und Insulinresistenz – ist bei RA-Patienten weit verbreitet. Hinzu kommt, dass viele Patienten keinen oder zu wenig Sport treiben oder sich zu wenig bewegen. All dies wiederum erhöht die Gefahr, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden.

 

Präventive Maßnahmen

Rheumatologen empfehlen die vorbeugende Behandlung sämtlicher Risikofaktoren: Blutdruck- und Blutzuckerkontrolle, Cholesterinsenkung, Bekämpfung von Adipositas sowie eine Raucherentwöhnung. Ferner raten sie jenen Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, zu einem möglichst geringen Einsatz von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und Glukokortikoiden. Diese Medikamente wirken bei RA-Patienten zwar entzündungshemmend und schmerzlindernd, sie stehen aber auch teilweise unter Verdacht, das kardiovaskuläre Risiko zu erhöhen.

Quelle: http://dgrh-kongress.de/

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