Dienstag, September 26, 2023

Meningitis, Enzephalitis: Hirnhautentzündung durch Viren oder Bakterien

Verschiedene Krankheitserreger bei Meningitis oder Enzephalitis: eine Hirnhautentzündung kann vor allem durch Viren oder Bakterien verursacht werden.

Eine Vielzahl von Krankheitserregern, Bakterien oder Viren, sind für eine Hirnhautentzündung beziehungsweise Meningitis oder Enzephalitis verantwortlich. Bei den Erkrankungsfällen und der dementsprechenden notwendigen Therapie werden im wesentlichen deswegen auch unter den zwei großen Gruppen virale und bakterielle Infektionen unterschieden. Bei Vorliegen der Diagnose Hirnhautentzündung kann man diese durch die Analyse von Hirn-Rückenmarksflüssigkeit verifizieren. Die Entnahme geschieht mittels Lumbalpunktion. Eine Meningitis wird durch die rechtzeitige Gabe von Antibiotika beziehungsweise mit antiviralen Substanzen behandelt.

 

Welche Symptome Viren oder Bakterien bei Hirnhautentzündung (Meningitis, Enzephalitis) verursachen können

Bei einer Hirnhautentzündung verursachen Viren oder Bakterien typische Symptome wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit. Weiter sind Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Fieber durchaus typisch. Schließlich können Meningitis und Enzephalitis auch Lichtempfindlichkeit, Bewusstseinstrübungen mit Schläfrigkeit und/oder Apathie bis hin zur Bewusstlosigkeit, Hautveränderungen und Nervenstörungen verursachen.



 

Viren als Verursacher

Die wichtigsten Ursachen für eine Hirnhautentzündung durch Viren sind Mumps und so genannte Enteroviren. Auch Masern, Feuchtblattern, das durch Zecken übertragene FSME-Virus und Herpesviren können zu schweren Gehirnhautentzündungen führen.

Bei der Herpes-Enzephalitis hilft eine rechtzeitige medikamentöse Behandlung, gegen andere Viruserkrankungen wie der FSME ist die Impfung möglich.

Japanische Forscher berichteten unlängst über einen Fall von Meningitis im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Die Hirnhautentzündung trat während der Corona-Pandemie bei einem Patienten auf, der aufgrund eines Krampfanfalls mit Bewusstlosigkeit mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht gebracht wurde. Der Patient litt auch an Müdigkeit und hatte Fieber. Außerdem lag Nackensteifheit vor.

 

Antibiotika bei Bakterien

Bei den Bakterien sind die Borrelien die häufigsten Verursacher der eitrigen Hirnhautentzündung. Zecken sind hierzu die bekannten Überträger. Weitere eine Hirnhautentzündung hervorrufende Bakterien sind Pneumokokken, Streptokokken, Staphylokokken und Meningokokken.

Auch Bakterien, die Tuberkulose verursachen, können das Gehirn befallen. Vor der Einführung der allgemein empfohlenen Schutzimpfung war der Erreger Haemophilus influenzae Typ B die häufigste Ursache bakterieller Meningitis bei Kindern.

Bei der Meningokokken-Meningitis ­unterscheidet man 12 verschiedene Gruppen des Bakteriums. Für einige Gruppen – beispielsweise Serogruppe A – gibt es eine Impfung, die vor allem bei ­Reisen nach Afrika und Südamerika empfohlen wird. Denn dort kommt es immer wieder zu Epidemien. Gegen den in Mitteleuropa am häufigsten vorkommenden Typ B des Bakteriums gibt es einen Impfschutz.

Die Impfungen können, rechtzeitig bei den ersten Symptomen eingesetzt, Spätschäden oder tödliche Verläufe der Krankheit verhindern. Entscheidend ist, dass die Anwendung intravenös ­sehr rasch erfolgt. Auch Angehörigen von Erkrankten empfehlen Experten eine prophylaktische Gabe, um eine weitere Ansteckung zu verhindern.




Literatur:

Kenadeed Hersi; Francisco J. Gonzalez; Noah P. Kondamudi. Meningitis. StatPearls [Internet]. Last Update: December 17, 2019.

Moriguchi T, Harii N, Goto J, et al. A first case of meningitis/encephalitis associated with SARS-Coronavirus-2. Int J Infect Dis. 2020;94:55‐58. doi:10.1016/j.ijid.2020.03.062


Quelle:

Gehirnhautentzündung – erkennen, behandeln, vorbeugen. MEDMIX 7/2008

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