Samstag, Juni 15, 2024

Raps als beste pflanzliche Proteinquelle: Rapsprotein bietet hohen Proteingehalt

Rapsprotein könnte mit seinem Proteingehalt Soja den Rang als beste pflanzliche Proteinquelle für den Menschen ablaufen, wie rezente Studien zu Raps nahelegen.

Unter dem Strich stellen einige aktuelle Forschungen Raps als Proteinquelle in den Fokus. Und zwar beispielsweise welche Effekte der Verzehr von Rapsprotein auf den Stoffwechsel hat. Als Ergebnis zeig sich, dass Raps mit Soja bezüglich Proteingehalt gleichwertig ist und bei gewissen Gesichtspunkten sogar besser abschneidet. Ein weiterer Vorteil besteht darain, dass man Rapsprotein aus den Resten der Raps-Öl-Produktion gewinnen kann.



 

Hoher Proteingehalt in Raps: Alternative Proteinquelle Rapsprotein

Im Grunde genommen braucht der Mensch Proteine. Diese gehören zu einer ausgewogene und gesunden Ernährung dazu. Wobei Proteine unter anderem essenzielle Aminosäuren enthalten. Das ist von großer Bedeutung, denn unser Körper kann diese nicht selbst bilden. Besonders Fleisch und Fisch sind reich an hochwertigen Proteinen. Allerdings es gibt es auch einige gute pflanzliche Lieferanten von Protein. Hierzu ist vor allem Soja bekannt als für pflanzliche Proteinquelle. Die zudem eine besonders günstige Zusammensetzung von Aminosäuren aufweist.

Eine rezente Untersuchung wollte herausfinden, ob Raps mit seinem Proteingehalt eine alternative Proteinquelle zu Soja sein könnte. Denn auch von Rapsproteinen ist bekannt, dass sie eine sehr günstige Zusammensetzung von Aminosäuren haben. Raps enthält zudem weitere günstige Naturstoffe. Die könnten zudem eine positive Wirkung auf die Gesundheit bieten. Bislang hat man die Wirkung auf den Menschen aber noch nicht ausreichend untersucht.


Gesunde Wirkungen und Defizite vegetarischer und veganer Ernährung

Menschen mit veganer Ernährung sind vor allem junge, gebildete Städterinnen. © Svetlana Fedoseyeva / shutterstock.com
Menschen mit veganer Ernährung sind vor allem junge, gebildete Städterinnen. © Svetlana Fedoseyeva / shutterstock.com

Vegetarische und vegane Ernährung sind keineswegs einheitlich, deswegen sind Aussagen zu gesunden Wirkungen allgemein im schwer zu treffen. Mehr dazu unter https://medmix.at/vegetarische-und-vegane-ernaehrung/


Raps versus Soja

Dabei konnte der Raps einige Vorteile gegenüber Soja entfalten. Beispielsweise ist er in unseren Breiten heimisch. Zudem fallen die Ausgangsstoffe für die Produktion von Rapsprotein bei der Herstellung von Raps-Öl ohnehin an. Bislang werden diese jedoch nur als Tierfutter weiterverarbeitet.

In einer kleinen Studie mit 20 Teilnehmerinnen und -teilnehmern untersuchten Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), welchen direkten Effekt Raps- und Sojaproteine auf den Stoffwechsel des Menschen haben. Hierzu mussten diese zunächst ein Ernährungsprotokoll führen.

Danach mussten die Probanden an drei Tagen jeweils eine spezielle Mahlzeit einnehmen. Und zwar einen Teller Nudeln mit Tomatensoße, entweder pur oder angereichert mit Soja- oder Rapsproteinen. Nach dem Essen hat man den Studienteilnehmern über einen Zeitraum von sechs Stunden regelmäßig Blut abgenommen. Ein Vorteil der Studie war es, dass die Forschenden anhand der Blutproben Informationen über die unmittelbare Reaktion des Körpers erhielten. Somit bekam man viel genauere Kenntnisse über den Stoffwechsel des Körpers.

 

Genauso gute Ergebnisse erzielen wie Soja

Jedenfalls konnte das Rapsprotein bei allen gemessenen Parametern genau so gute Ergebnisse erzielen wie Soja. Die Insulin-Antwort des Körpers war bei Raps sogar geringfügig vorteilhafter. Ein weiterer Vorteil war. dass die Probanden nach dem Essen mit dem Rapsprotein länger satt blieben. Raps stellt für die menschliche Ernährung mit seinem reichen Proteingehalt also grundsätzlich eine sehr gute Alternative zu Soja dar.

Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass Soja einen neutraleren Geschmack hat als Raps. Denn dieser hat eine ganz leichte Senfnote. Deshalb würde sich Raps vor allem für die Herstellung von herzhaften Lebensmitteln eignen. Hingegen kommt er vermutlich für Süßspeisen kaum infrage.




Erfahrungen mit der Mittelmeerdiät und einem Nordic Diet Ernährungsplan

Mediterrane Ernährung bevorzugt. © Olga Nayashkova / shutterstock.com
Mediterrane Ernährung bevorzugt. © Olga Nayashkova / shutterstock.com

Eine Mittelmeerdiät – mediterrane Ernährung – kann das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs verringern, aber auch ein Nordic Diet Ernährungsplan zeigt Vorteile. Mehr dazu unter https://medmix.at/mittelmeerdiaet-nordic-diet/


Literatur:

Bull C, Belobrajdic D, Hamzelou S, Jones D, Leifert W, Ponce-Reyes R, Terefe NS, Williams G, Colgrave M. How Healthy Are Non-Traditional Dietary Proteins? The Effect of Diverse Protein Foods on Biomarkers of Human Health. Foods. 2022 Feb 11;11(4):528. doi: 10.3390/foods11040528. PMID: 35206005; PMCID: PMC8871094.

Zahari I, Ferawati F, Purhagen JK, Rayner M, Ahlström C, Helstad A, Östbring K. Development and Characterization of Extrudates Based on Rapeseed and Pea Protein Blends Using High-Moisture Extrusion Cooking. Foods. 2021 Oct 9;10(10):2397. doi: 10.3390/foods10102397. PMID: 34681446; PMCID: PMC8535811.

Volk C, Brandsch C, Schlegelmilch U, Wensch-Dorendorf M, Hirche F, Simm A, Gargum O, Wiacek C, Braun PG, Kopp JF, Schwerdtle T, Treede H, Stangl GI. Postprandial Metabolic Response to Rapeseed Protein in Healthy Subjects. Nutrients. 2020 Jul 29;12(8):2270. doi: 10.3390/nu12082270. PMID: 32751170; PMCID: PMC7469072.


Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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