Die Wahrscheinlichkeit am grünen Star bzw. Glaukom zu erkranken, steigt signifikant mit dem Alter an – Vorsorgeuntersuchungen sind besonders wichtig.
Wichtigkeit der Früherkennung. Die Wahrscheinlichkeit am grünen Star bzw. Glaukom zu erkranken, steigt signifikant mit dem Alter an. Der grüne Star ist eine langsam voranschreitende Erkrankung und bereitet meist keine Schmerzen. Auch die zentrale Sehschärfe nimmt erst im Endstadium der Erkrankung ab, wenn der Großteil des Sehnervs bereits abgestorben ist. Dieser unbemerkte Verlauf führt dazu, dass circa 60 Prozent der Menschen, die am grünen Star leiden, gar nicht wissen, dass sie an diesem erkrankt sind. Es ist daher besonders wichtig rechtzeitig und regelmäßig – ab dem 40 Lebensjahr zum Augenarzt – Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. Der Augenarzt kann das Glaukom mit schmerzlosen Untersuchungen feststellen oder ausschließen. Diese Vorsorge ist wichtig, da der grüne Star das Gesichtsfeld der Patienten schädigt, immer mehr einengt und in seinem unbehandelten Endstadium zur Erblindung führen kann. Schäden, die der grüne Star verursacht hat, können durch die medizinische Behandlung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die rechtzeitige Behandlung kann aber das Voranschreiten der Erkrankung eindämmen oder verhindern.
Österreichische Studie ermöglicht neue Wege der Risikoabschätzung und Frühdiagnose
Das Gesundheitsressort des Bundeslandes Salzburg initiierte im Dezember 1996 die auf 15 Jahre angelegte „Salzburg-Moorfields-Collaborative Glaucoma Study“ (SMCGS). In dieser Studie haben wir die Verteilung des Glaukoms in der österreichischen Bevölkerung ermittelt und daraus neue Wege der Frühdiagnose und Risikoabschätzung entwickelt. Die Ergebnisse zeigen z.B. einen deutlichen Zusammenhang zwischen Lebensalter und Prävalenz des primären Glaukoms (POWG): Mit 65 beträgt die Häufigkeit etwa ein Prozent und steigt auf fünf Prozent bei den 80-Jährigen. Eine weitere Konsequenz der steigenden Lebenserwartung betrifft z.b. die Zahl der Autofahrer. Es wurden die Fahrgewohnheiten von 80 Salzburger GlaukompatientInnen untersucht. 36 Prozent lenken demnach ein Kraftfahrzeug, ohne dazu vom Gesetz berechtigt zu sein. Hochgerechnet auf die Zahl aller aktiv fahrenden GlaukompatientInnen in Österreich, ergibt dies rund 15.400 Personen, die sehbeeinträchtigt Auto fahren. Ein flächendeckendes österreichweites Glaukomvorsorgeprogramm, wie das der Universitätsklinik in Salzburg, wäre angesichts der Ergebnisse dieser Studie äußerst sinnvoll.
Die Behandlung
Für die Behandlung des grünen Stars stehen heute Augentropfen, Laser und gut etablierte ältere Techniken aber auch moderne minimalinvasive chirurgische Methoden zur Verfügung. Die Sicherheit für die Patienten hat sich bei all diesen Verfahren deutlich verbessert, dazu haben auch Entwicklungen hier aus Österreich wesentlich beigetragen. Der gemeinsame Faktor aller Behandlungen ist, dass sie den Augendruck senken und damit den wichtigsten Risikofaktor des grünen Stars behandeln. Welche Methode eingesetzt wird, hängt vom Ausmaß der notwendigen Augendrucksenkung ab. Wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist jedenfalls die frühzeitige Erkennung des grünen Stars: Je geringer der Schaden am Sehnerv bei der Erstdiagnose ist, umso besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Erhaltung des Sehnervs.
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