Sonntag, März 1, 2026

Glycyrrhiza uralensis – chinesisches Süssholz – Wirkung gegen Stoffwechselerkrankungen

Die TCM-Pflanze Glycyrrhiza uralensis – chinesisches Süssholz – bietet eine gute Wirkung gegen verschiedene Stoffwechselerkrankungen.

Die Wirkung der Naturstoffe der TCM-Pflanze Glycyrrhiza uralensis, chinesisches Süßholz, kann möglicherweise können mit ihrer Wirkung die Entstehung bestimmter Stoffwechselerkrankungen wie Fettleibigkeit – Adipositas – verhindern. Dies zeigten unlängst neue Forschungsergebnisse zu altbewährten phythotherapeutischen Erkenntnissen aus der Traditionellen chinesischen Medizin TCM. Dabei vermutetet man, dass die auch als chinesisches Süssholz bekannte Pflanze die sogenannte NLRP3-Aktivierung hemmt.

 

Warum chinesisches Süßholz mit Wirkung gegen Stoffwechselerkrankungen

NLRP3 ist ein zytosolisches Protein, das das Protein NALP3 (= Cryopyrin) kodiert. Dieses spielt wiederum im Krankheitsverlauf von Stoffwechselerkrankungen beziehungsweise metabolischer Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Diabetes und Fettleber eine wichtige Rolle.

Laut den Wissenschaftern beinhaltet chinesisches Süßholz den Inhaltsstoff Isoliquiritigenin (ILG), der für die Wirkung entscheidend sein soll. Denn Isoliquiritigenin scheint in der Lage sein, das Risiko einer Fettleibigkeit infolge fettreicher Ernährung zu verringern. Zusätzlich kann die TCM-Pflanze das Risiko für Diabetes Typ-2 sowie eine Fettleber vermindern.

All dies zeigten die Ergebnisse eines experimentellen Mausmodells. Neuentdeckte Stoffe, die das NLRP3-Inflammasom zu hemmen ist für die Entwicklung effektiver Therapeutika auf diesem Gebiet essenziell.

 

Hoffnung auf neue Phytotherapeutika – basierend auf Glycyrrhiza uralensis

Die Forscher hoffen, dass ihre Entdeckung neue Information und Strategien ans Licht bringen, die zur Entwicklung neuer pflanzlicher Therapeutika für diese Erkrankungen beitragen können.

Im Zuge der Studie stimulierten die Wissenschafter Mausmakrophagen mit verschiedenen Inflammasom Stimulatoren, und zwar in Gegenwart von Isoliquiritigenin. Anschließend untersuchten sie die Aktivierung des NLRP3-Inflammasoms durch die Bestimmung der IL-1ß Produktion in Zellkulturüberstände. Dabei zeigte sich, dass bereits geringe Konzentrationen von Isoliquiritigenin die IL-1ß Produktion effektiv hemmen konnten.

Dafür analysierten sie Mäuse in drei verschiedenen Gruppen. Davon fungierte eine Gruppe als Kontrollgruppe und erhielt normales Futter. Während die zweite Gruppe besonders fettreiche Ernährung verzehrte. Die dritte Gruppe erhielt, zusätzlich zu der fettreichen Nahrung, auch geringe Konzentrationen Isoliquiritigenin.

Das fettreiche Futter führte im Laufe der darauffolgenden 20 Wochen zu erheblicher Fettleibigkeit sowie Typ-2 Diabetes und Fettleber. Die Supplementierung von Isoliquiritigenin brachte jedoch wesentliche Verbesserungen dieser Krankheitsbilder. Zudem hemmte die Isoliquiritigenin-Supplementierung die durch die fettreiche Ernährung bedingte IL-1ß Produktion im Fettgewebe.


Quelle: Dr. Kiyoshi Takatsu, Department für Immunbiologie und pharmakologische Genetik an University of Toyama, Japan

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