CTL019 beim B-Zell-Lymphom

Wirksamkeit und Sicherheit von CTL019 bei erwachsenen Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem diffus großzelligem B-Zell-Lymphom nachgewiesen.

CTL019 besteht aus genetisch veränderten autologen T-Zellen, die einen chimären Antigenrezeptor (CAR) exprimieren. Der Wirkstoff zeigte nun in der am Hämatologiekongress präsentierten JULIET-Studie gute Zwischenergebnisse in der Therapie von Blutkrebs. Demgemäss sprachen nach drei Monaten 45% der Patienten mit diffusem, grosszelligen B-Cell-Lymphom (DLBCL) auf die Behandlung an, wie Novartis am Mittwoch mitteilt. Die „overall response rate“ (ORR) liegt damit bei 45%.

 

CTL019-Infusion bei erwachsenen Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem diffus großzelligem B-Zell-Lymphom

Aus den Daten einer älteren monozentrischen Phase-2-Studie an der University of Pennsylvania ging hervor, dass eine einzige CTL019-Infusion bei erwachsenen Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) eine stabile Remission herbeiführen kann. Die aktuelle JULIET-Studie ist eine einarmige, multizentrische, globale, offene Phase-2-Studie zu CTL019 bei erwachsenen Patienten mit r/r DLBCL. Hierbei kam es nach mindestens zwei vorhergegangenen Therapielinien zu einem Rückfall oder einer Progression, und eine Stammzelltransplantation kam bei den Patienten nicht infrage.

Zur Herstellung der CAR-T-Zellen wurden kryokonservierte Leukaphereseprodukte verwendet, mit denen Patienten an 27 Zentren in 10 Ländern auf vier Kontinenten behandelt wurden. Der primäre Endpunkt war die zentral überprüfte beste Gesamtansprechrate (ORR: vollständiges Ansprechen [CR] + partielles Ansprechen [PR]). 85 Patienten erhielten eine einzelne CTL019-Dosis. Unter 51 Patienten mit einem Follow-up von ≥3 Monaten oder frühzeitigem Abbruch lag die beste ORR bei 59 % (43 % erzielten CR und 16 % erzielten PR).

Die JULIET-Studie hat ihren primären Endpunkt erreicht. Alle Patienten mit CR nach drei Monaten verblieben zum Ende der Datenerfassung in CR. Bei 57 % respektive 26 % der therapierten Patienten kam es zu einem Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) (All-Grade und Grad 3 oder 4); es wurden keine CRS-bedingten Todesfälle gemeldet. Neurologische Ereignisse (All-Grade und Grad 3 oder 4) traten bei 21 % respektive 13 % der Patienten auf; es wurde keine Fälle von Hirnödemen gemeldet. CTL019 wurden keine Todesfälle zugeschrieben.

Diese vorausgeplante Zwischenanalyse einer globalen Studie von CTL019 bei erwachsenen Patienten mit r/r DLBCL ist konsistent mit den hohen Ansprechraten und dem stabilen Ansprechen, die in der vorhergegangenen monozentrischen Studie beobachtet wurden.

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