Kein Coronavirus-Nachweis in der Samenflüssigkeit, Sperma beziehungsweise Samen

Laut aktueller chinesischer Studie wurde das Coronavirus nicht in Samenflüssigkeit, Sperma, beziehungsweise Samen von genesenen COVID–19 Patienten gefunden.

Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Obruca & Strohmer, freuen die Ergebnisse einer rezenten chinesischen Studie, dass das Coronavirus nicht in der Samenflüssigkeit, im Sperma, von geheilten Covid-19-Patienten nachweisbar war. Und dass damit auch keine Übertragung des Coronavirus über den Samen stattfinden kann.



 

Auswirkungen von Covid-19

Die Infektion mit dem Coronavirus kann ohne Symptome verlaufen, aber auch zur schweren Atemwegserkrankungen Covid-19 führen. In manchen Fällen nimmt es sogar einen tödlichen Verlauf. Es gilt jetzt sehr rasch zu untersuchen, welche Auswirkungen hat das Virus neben der Lunge auf andere Organe. Hierzu drängt sich natürlich auch die Frage auf: Hat das Coronavirus Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit, ist es in der Samenflüssigkeit zu finden?

 

Coronavirus in Sperma-Proben

Hier gibt es eine erste Studie, die zumindest vorläufig erfreuliche Ergebnisse zur Fruchtbarkeit des Mannes erbracht hat. Bei 34 chinesischen Männern wurde nach durchgemachter COVID-Infektion untersucht, ob sich das Coronavirus in der Samenflüssigkeit, im Sperma, nachweisen lässt.

Dabei wurde der gleiche hochsensible PCR Test angewandt, der auch verwendet wird, um prinzipiell die Infektion z.B. mittels Nasenabstrich festzustellen.

Das Ergebnis: In keiner der Proben, die zwischen 29 und 36 Tagen nach der Krankheitsdiagnose untersucht wurden, fand sich das Virus. Bei den untersuchten Männern berichteten jedoch sechs Patienten über Hodenschmerzen während der Erkrankung – ein Symptom, das bisher noch nicht im Zusammenhang mit der COVID-Infektion berichtet wurde. Univ. Prof. Dr. Strohmer vom Kinderwunschzentrum findet die Ergebnisse zur Virenfreiheit der Samenproben sehr erfreulich, schränkt jedoch ein:

„Die Anzahl der untersuchten Männer und Proben ist noch klein und wir wissen auch nicht, ob das Virus grundsätzliche Auswirkungen auf die Samenqualität selbst hat. Dazu sind noch größere Studien mit mehr Probanden notwendig“, so Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Obruca & Strohmer.




Literatur:

Pan F, Xiao X, Guo J, Song Y, Li H, Patel DP, Spivak AM, Alukal J,P, Zhang X, Xiong C, Li PS, Hotaling JM. No evidence of SARS-CoV-2 in semen of males recovering from COVID-19. Fertility and Sterility (2020), doi: https://doi.org/10.1016/j.fertnstert.2020.04.024.


Quelle: www.kinderwunschzentrum.at

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