Mittwoch, April 2, 2025

Thiazolidindione im Blickpunkt der Forschung

Thiazolidindione – bekannter unter dem Namen Glitazone, zur Behandlung von Diabetes Typ-2 – aktivieren Sensoren im Gehirn, die das Hungergefühl steigern.

Thiazolidindione, die zur Behandlung von Diabetes Typ-2 herangezogen wird, aktivieren Sensoren im Gehirn, die das Hungergefühl steigern und so dazu führen, dass Betroffene mehr Körperfett ansammeln. Das behaupten Wissenschafter der Georgia State University, Oregon Health and Science University, Georgia Regents University sowie des Charlie Norwood Veterans Administration Medical Center, im Zuge ihrer soeben im Journal of Neuroscience veröffentlichten Studie.

Diabetes mellitus Typ-2 ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Die hohen Glukosekonzentrationen im Blut schädigen Blutgefäße und Nerven, wodurch zahlreiche organische Probleme bzw. Störungen auftreten können.

Typ-2 Diabetes wurde früher auch als nicht-insulinabhängige Diabetes mellitus oder Altersdiabetes genannt, da die Erkrankung in der Regel bei älteren Menschen zum ersten Mal auftritt. In den letzten Jahren sind jedoch immer mehr übergewichtige jüngere Personen und sogar Jugendliche betroffen.

Thiazolidindione bekämpfen Insulinresistenz

Das Forschungsteam stellte fest, dass bestimmte Sensoren im Gehirn, die freie zirkulierende Energie detektieren und dabei helfen Zucker zu verwerten, in jenen Gehirnzellen lokalisiert sind, die auch unser Essverhalten kontrollieren. „Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn viele Menschen mit Typ-2 Diabetes nehmen regelmäßig Antidiabetika mit dem Wirkstoff Thiazolidindione ein, die genau diese Sensoren spezifisch aktivieren“, so Johny Garretson, Studienautor und Doktoratsstudent an der Georgia State University.

Den Forschern gelang es, spezielle Rezeptoren zu identifizieren, deren Aktivierung zu einem unverzüglichen Hungergefühl führt. Thiazolidindione wirken, indem sie Insulinresistenz bekämpfen, wobei der Körper vorhandenes Insulin nicht wie vorgesehen verwertet. Das Medikament sorgt dafür, dass im Körper vorhandenes Insulin richtig agiert, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren und Zellen mit der notwendigen Energie zu versorgen.

„Personen, die Thiazolidindione einnehmen, sind häufiger hungrig und nehmen auch eher an Gewicht zu. Unsere Tierstudie zeigte eindeutig, dass Tiere, die mit dem Wirkstoff behandelt wurden, deutlich mehr Nahrung zu sich nahmen und mehr für später einlagerten. Blockiert man die von uns identifizierten Rezeptoren, führt dies zu einer deutlichen Verringerung der Nahrungsaufnahme. Dieser Effekt bestätigte sich sogar nach einer Zeit des Futterentzugs, also wenn die Tiere am hungrigsten waren.“

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