Montag, März 24, 2025

Präventionsprojekt EDDY-young 1 erfolgreich

Aktuelle Zwischenergebnisse zum Präventionsprojekt EDDY-young zeigen, dass fundierte Ernährungs- und Bewegungsinterventionen wirksam sind.

Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen nehmen im besorgniserregend Ausmaß weltweit zu. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Bekämpfung von Übergewicht und Fettsucht als Gesundheitsziel mit oberste Priorität bis 2020 erklärt. Ein erstes Präventionsprogramm bei Wiener Volksschülern zeigt die signifikante Wirkung von Ernährungs- und Bewegungsinterventionen. ****

„Dicke Kinder sind die kranken Erwachsenen von morgen. Übergewicht und Adipositas in der Kindheit können zu Herzkrankheiten, Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten führen, wenn nicht entschieden entgegengesteuert wird“, betont der Präsident der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres. Die sogenannten „Wohlstandserkrankungen“, wie etwa Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, müssten langfristig sinken und eine Reduktion der Belastung durch Übergewicht und Mangel- und Fehlernährung müsse erreicht werden. „Deswegen ist es wichtig, bereits im Kindheitsalter mit Prävention und Vorsorge anzufangen“, so der Ärztekammerpräsident.

 

Erschreckend hohe Anzahl an übergewichtigen Kindern weltweit

Laut WHO sind 41 Millionen Kinder unter fünf Jahren weltweit übergewichtig oder fettleibig. In Europa sind es allein zwölf bis 16 Millionen Kinder. Diese Zahl ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Bis zum Jahr 2030 steigt die Prävalenz von Übergewicht laut WHO aber weiter an, nämlich auf mehr als 50 Prozent in allen europäischen Staaten. „Das sind Zahlen, die jeden aufschrecken und zum Handeln bewegen müssen – und zwar jeden Player im Gesundheitswesen, denn hier geht es um nichts weniger als die Gesundheit unserer zukünftigen Leistungsträger“, warnt Szekeres.

Die WHO-Generaldirektorin, Margaret Chan, bezeichnet Übergewicht sogar als die derzeit weltweit größte Gesundheitsbedrohung. Um diese globale Herausforderung nachhaltig meistern zu können, müsse es lokale Präventionsprogramme und Initiativen geben – ganz nach dem Motto: „Think global, act local.“ „Zunächst sind es kleine Schritte, aber, so wie das Projekt EDDY-young zeigt, mit großer Wirkung.“ Nun gelte es, Projekte dieser Art auf ganz Österreich auszuweiten, ist Szekeres überzeugt.

 

Fundierte Ernährungs- und Bewegungsinterventionen wirken

„Tatsächlich zeigen aktuelle Zwischenergebnisse des EDDY-young-Projekts, dass fundierte Ernährungs- und Bewegungsinterventionen wirken“, betont Kurt Widhalm, Präsident des Österreichischen Akademischen Instituts für Ernährungsmedizin und Leiter des Projekts.

Und so funktioniert EDDY-young: Acht- bis zehnjährige Schüler bekommen über einen Zeitraum von bisher zwei Semestern eine 22-stündige Ernährungs- und Bewegungsintervention, davon acht Unterrichtsstunden zum Thema Ernährung (praktische Experimente und eigens für das Projekt konzipierte Übungen mit standardisierten Unterrichtsmaterialien) sowie 16 Bewegungseinheiten pro Schulhalbjahr im Rahmen des regulären Schulunterrichts.

Ergänzt wird das Programm durch den Einsatz einer speziell entwickelten Smartphone App, mit deren Hilfe die Schüler das erlernte Wissen spielerisch vertiefen können. Dabei müssen täglich sogenannte Callys mit einer Auswahl an gesunden und ungesunden Lebensmitteln gefüttert werden. Dadurch können die Auswirkungen der Nahrung beobachtet werden (ein Cally wird bei ungesundem Essen beispielsweise energielos und dicker). Die App enthält auch Quizfragen zu den im Unterricht erarbeiteten Inhalten. Im Laufe des Projekts zeigte sich eine hohe Akzeptanz und Interaktion mit der App.

Nach jeder abgeschlossenen Teilintervention (alle sechs Monate) werden das Ernährungswissen und -verhalten sowie die anthropometrischen Körperdaten und die körperliche Fitness erhoben und mit Daten einer Kontrollgruppe ohne Intervention verglichen.

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