Effizienz im Gesundheitssystem

Zur Effizienz im Gesundheitssystem: Ohne Willen und Bereitschaft zur Veränderung von innen heraus wird das Gesundheitswesen weiterhin unter Ineffizienzen leiden.

„Der Abgang von Verbandsvorsitzender Mag. Rabmer-Koller zeigt klar  auf, dass statt Reformdynamik Stillstand herrscht. Ohne wirklichen  Willen und ohne Bereitschaft zur Veränderung von innen heraus wird unser  Gesundheitswesen weiterhin unter Ineffizienzen leiden und nichts für  eine zukunftsfähige Versorgung der Patienten getan“, sagt  Pharmig-Generalsekretär Dr. Jan Oliver Huber anlässlich des heute  verkündeten Rückzugs von Hauptverbands-Vorsitzender Mag. Ulrike  Rabmer-Koller.

Ein politisches Commitment und der Mut zu Reformen sind umso mehr gefragt, denn: Jede Minute länger Warten kostet Geld. Geld, das im Gesundheitssystem versickert und dort nicht ankommt, wo es gebraucht wird: beim Patienten. Die Modernisierung der Strukturen im System, auch  im Bereich der Sozialversicherungsträger, muss endlich stattfinden, um  Effizienz-Potenziale heben zu können und ein Maximum in der  Gesundheitsversorgung der Patienten zu erreichen. „Das heimische  Gesundheitssystem muss ohne Scheuklappen betrachtet werden, hierfür  müssen alle Systempartner ihre Strukturen durchleuchten und Defizite  heben. Die Effizienz-Studie zur Kassenstruktur ist ein wichtiger Anfang,  um Löcher im Gesundheitssystem zu stopfen“, ist auch Pharmig-Präsident  Mag. Martin Munte überzeugt.

Die Pharmawirtschaft hat im vergangenen Jahr 125 Millionen Euro an die Krankenkassen überwiesen. Ziel dieses hohen finanziellen Beitrages  ist es, die Leistungsfähigkeit der Krankenkassen gegenüber den  Versicherten zu unterstützen. „Wenn nun aber die Vorsitzende des Hauptverbandes von der Unmöglichkeit berichtet, ein ineffizientes System  aufgrund mangelhaften politischen Willens zu reformieren, dann macht  dies einmal mehr klar, wie wichtig Transparenz und Selbstkritik sind.  Wir zahlen als Industrie viel Geld für ein qualitatives  Gesundheitssystem. Damit wollen wir das System nicht am Status Quo  halten, sondern ganz entscheidend zu einer Verbesserung beitragen. Aber  dazu müssen sich die Systempartner und die Verantwortlichen selbst  bewegen. Nicht der Erhalt des gewachsenen Systems soll verfolgt werden,  sondern eine Erneuerung von innen, wie wir es schon seit langem  fordern“, so Huber.

Quelle: www.pharmig.at

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